Nierenstein Harnleiterschiene wird gezogen

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2 Antworten

Meine Harnleiterschiene wurde heute gezogen. Die Schienen wurde eingesetzt nachdem vor ca. 3 Wochen ein Harnstein aus dem Harnleiter entfernt wurde. Die Prozedur war wie folgt: Als erstes wurde mir ein Gleitmittel in die Harnröhre eingespritzt, gefolgt von einem Betäubungsmittel. Sofort danach wurde noch ein Katheter (eine Art Plastikschlauch) in die Harnröhre eingesetzt. Das war nicht so schlimm. Unangenehm etwas, weil man das von einer jungen Schwester gemacht kriegt. Danach hatte ich ca. 20 Minuten Pause. Im Penis wurde es etwas heiss, dass soll von dem Betäubungsmittel kommen. Dann wurde es ernst und ich wurde in einen anderen Raum geführt. Dort musste ich mich untenrum völlig frei machen und auf so einen Stuhl setzen, den die Frauen so gut kennen. Also Oberkörper bequem nach hinten und die beide Beine gespreizt oben links und rechts ablegen. Man kommt sich vor wie ein Brathähnchen.

Dann kam der Doktor. Angenehmer, älterer Bursche. Mir wurde gesagt, dass alles leichter und schneller gehen würde, wenn ich gut mitarbeiten würde. Mitarbeiten? Was soll ich schon beitragen bei dem was jetzt kommen soll, dachte ich. Dann kam der unangenehme Teil. Der Doktor nahm ein langes röhrenähnliches Instrument, etwa so stark wie mein kleiner Finger und schob das Teil von vorne in mich hinein. Meine Harnröhre wurde weit gedehnt, von dem Betäubungsmittel darin war nicht viel zu bemerken. Ich schnappte nach Luft, meine Hände verkrampften sich an den Stuhllehnen. Der Doktor: "Nicht wehren, arbeiten Sie mit". Aha, das war also damit gemeint. Gerade als ich eine Art Urschrei von mir geben wollte, kam die Röhre zum Stillstand. Mein Gott, welch eine Erleichterung.

Jetzt wurde noch eine Lichtquelle an die Röhre angeschlossen und der Doktor äugte intensiv in mein Innerstes. Dann nahm er ein weiteres Instrument, eine dünne Röhre, welche sich als eine Art Zange entpuppte und führte diese in die bereits in mir liegende größere Röhre ein. Etwas unangenehm aber nichts, wirklich gar nichts, im Vergleich zu vorher.

Plötzlich bemerkte ich einen tierischen Druck in der Blase. Ich dachte schon ich würde dem Doktor auf die Hand pieseln. Was ich nicht mitbekommen hatte, man hatte mir währenddessen die Blase mit einer Lösung gefüllt. Ich dachte es wäre einfach nur Wasser, aber es war schon etwas anderes, irgendeine Lösung.

Kurz darauf hielt mir der Doktor die Doppel-J-Schiene triumphierend vor das Gesicht. Ich sagte noch "war es dass schon?". Er darauf: "Klar wir sind doch nicht in der Kirche". Was immer er auch damit gemeint haben sollte, ich war erst einmal total erleichtert und äußerte "Hallelulia".

Dann musste alles sehr schnell gehen. Der Druck in meiner Blase wuchs rasant. Also schnell in die Klamotten und über den Gang zur Toilette. Es brannte etwas dabei und hörte fast nicht mehr auf zu laufen, die Erleichterung war entsprechend. Die Urinfarbe hatte sich vom üblichen Gelbton in ein Rotton verwandelt. es kam also Blut mit heraus. Das soll sich aber nach 2 Tagen wieder ändern. Jetzt nur noch den Nachsorgetermin für den Ultraschall vereinbart und nichts wie weg.

Zuhause angekommen führte mich mein erster Weg wieder zur Toilette. Aber jetzt begann das ganze Geschäft mit einem wirklich starken Brennen in der Harnröhre, das Betäubungsmittel hatte also nachgelassen. Immer noch ziemlich viel Blut dabei.

Dann hatte ich zu nichts mehr Lust und habe mich in mein Bett gelegt und gehofft, dass ich bald einschlafen würde.

Mal sehen wie es morgen so weiter geht.

Hallöle Lizzy..

bei uns Frauen ist das weniger dramatisch ;)

bei mir wurde die Schiene vor einem halben Jahr entfernt.

Es ist unangenehm, brennt etwas.. aber schmerzt nicht wirklich..  geblutet hat da nichts...

Mir ging es danach echt gut... 

Also mach dir keinen Stress ... 

LG vom Saurier61

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