Nierenprobleme beim Hund, Phosphorwert schlecht, wer hat Tipps oder Erfahrungen, was ich tun kann?

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2 Antworten

Hallo Garfield 1111,

habe hier auch einen Hund der durch eine vermutlich unbehandelte Blasen- mit folgender Nierenentzündung schlechte Nierenwerte hat/ hatte.

Wichtig ist, daß Du eng mit einem guten Tierarzt zusammen arbeitest.

Als unser Hund zu uns kam waren die Nierenwerte schlecht, die Schilddrüsenwerte nicht in Ordnung. Er war sein erstes Jahr an der Kettenhaltung großem Stress ausgesetzt gewesen.

Solche Stressbedingungen spielen bei Erkrankungen von Organen und Drüsen auch eine Rolle.

Du solltest dringend einen Ernährungsberater für Hunde hinzuziehen!

Denn: Der Phosphorgehalt im Blut deines Hundes wird beeinflusst durch den Proteingehalt des Futters und dieser ist mit 26 % Rohprotein schon bei einem normalen Asiatischem Hund viel zu hoch!

Erst recht bei einem nierenkranken Hund! Der Proteingehalt durch hochwertiges Protein aus reinem Muskelfleisch muß dringend runter. Bei ca. 18 - 19 % Anteil sollte er maximal liegen.

Unser Hund hat inzwischen sehr gute Nieren - und sehr gute (für Asiaten) Schilddrüsenwerte.

Was haben wir also gemacht? Wir hatten eine komplette Futterumstellung von Fertigfutter auf selbst zubereitetes Futter, eine Ernährungsberatung welche das Protein durch reines Fleisch erheblich absenkte und das Beifüttern von gekochten Kohlehydraten aus Reis, Hirse, gelegentlich Buchweizen, gedünstetes Gemüse deutlich erhöhte.

Statt phosphorhaltigen Knochen oder Knochenmehl gibt es nur noch Eierschalenpulver, Kräuterzusätze und Hefe, sowie Hagebuttenpulver.

Zudem ist eine Mitwirkung des Tierarztes in punkto Ernährung und Ernährungszusätze bei nierenkrankem Hund sehr zu empfehlen. Es gibt einige Zusatzmittel welche dem nierenkranken Hund helfen können möglichst lange gut damit zurecht zu kommen.

Also: Proteingehalt Deines Futters ist für die Nierenerkrankung Deines Hundes extrem zu hoch!

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Kommentar von Garfield1111
20.04.2016, 12:17

Hallo, danke für deine hilfreiche Antwort. Gestern waren wir wieder beim Tierarzt, um eine weitere Urinprobe zur Bakterienuntesuchung einzureichen. Es wurde nochmal ein Ultraschall gemacht. Beide Nieren haben sich stark verschlechtert, Nierenmark und Nierengewebe geschädigt, die rechte ist gar nicht mehr gewachsen, die linke ist völlig verformt :-(

Hinzu kommt noch, dass die Niere das ganze Wasser was sie trinkt direkt in die Blase durchlässt, der Körper trocknet quasi aus obwohl sie unmengen trinkt.

Unser TA selber befürchtet, dass sich trotz Behandlung vielleicht nicht mehr lange macht...

Sie bekommt nun einen Phosphatbinder zum Futter, und das jetztige Futter bekomt sie nicht mehr. Da sie für eine Nierendiät noch zu jung ist (eigentlich auch für den Phosphatblocker) bekommt sie nun ein gutes Nassfutter, liegt im Proteingehalt bei 16% , beschränkt sich auf einer Eiweisquelle und Phosphor liegt nur bei 0,25%, also vergleichbar mit einer Nierendiät. Scheinschwanger ist sie auch noch, können wir aber NOCH nicht behandeln da das Risiko zu hoch ist das ihre Nieren das nicht schaffen.

Ich hoffe nun das sich ihr Körper schnell wieder etwas erholt, damit sie nicht schon so früh gehen muss.

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Der Juckreiz kommt von den hohen Phosphatwerten, ist bei Dialysepatienten genauso. Wir Dialysepatienten müssen bei jeder Mahlzeit einen Phosphatbinder nehmen. Frag mal den Tierarzt, ob das auch bei Hunden möglich ist. Besonders viel Phosphat ist leider in Fleisch drin, auf das man beim Hund ja nicht verzichten kann.

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Kommentar von Garfield1111
20.04.2016, 12:19

Danke für deine Empfehlung mit dem Phosphatbinder, sie bekommt seit gestern einen zu jeder Mahlzeit. Eigentlich ist sie noch zu jung dafür, aber ohne ist ihre Überlebenschance gleich Null...

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