Niedriger Stundenlohn bei einem minijob?

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4 Antworten

Ja auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig, wenn er angemeldet ist und abgerechnet wird.

Der Mindestlohn von 8,50 € gilt auch für Minijobs, auch wenn hier Arbeitnehmerseitigs keine Abzüge anfallen.

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Ganz einfach: der Mindestlohn beträgt 8,50€

Alles klar.

Es gibt jedoch einige ausnahmen von dieser Reglung. Diese findest du im Internet.

Grundsätzlich: wenn er dir keinen Arbeitsvertrag ausstellen will, ist was faul. Lass es sein.

Ein Arbeitsvertrag ist auch bei Minijobern ein muss.

Denn er wird dich nach allen reglen der KUnst über den Tischziehen.

Wenn ein AG schon so anfängt, dann kweiß er auch nicht, dass du Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bis zu 6 Wochen erhalten musst. Er wird dir auch nicht den zustehenden Jahresurlaub von mind. 20 Tagen geben.

Zudem sind Minijobs seit mehreren Jahren Steuer und sozialabgabenpflichtig. Du kannst dich per Antrag bei deinem AG davon befreien lassen, dann zahlst du keine Steuern und Sozialabgaben. Du bist dann aber nicht Kranken - u. Pflegeversichert, hast auch keine Rentenversicherung.

In diesem Fall muss dich der AG bei der Knappschaft anmelden und bezahlt an diese ein Pauschale von ca. 30%.

Du bekommst deinen Lohn Netto gleich Brutto.

Und dass du jeden Monat die 450€ bekommst glaube ich nicht, da du ja nach Stundenlohn bezahlst wirst. Welchen Lohn du bekommst hängt von deinen mtl. geleisteten Arbeitsstunden ab.

Und bedenke. überschreitet die Lohnzahlung den Jahres Freibetrag von 5400€ wird dein gesamter Lohn Steuer und Abgabenpflichtig.

Alles nach zulöesen unter:

www.minjob-zentrale.de

Mein Tipp: lass die Finger von diesem AG der zieht dich über den Tisch.

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spung 06.07.2016, 13:14

Der Jahresurlaub ist 24 Tage (siehe Bundesurlaubsgesetz).

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Griesuh 07.07.2016, 07:44
@spung

24 Tage  Mindesturlaub bei einer 6 Tagewoche.

Hätte evtl. dazuschreiben sollen, dass es sich hierbei um 20 Arbeitstage handelt

Umrechnung: 24 Werktage Jahresurlaub entsprechen:

bei einer regelmäßigen 5-Tage-Woche: 20 Arbeitstagen Urlaub, was 4 Wochen Jahresurlaub ergibt.

bei einer regelmäßigen 4-Tage-Woche: 16 Arbeitstagen Urlaub, was 4 Wochen Jahresurlaub ergibt.

bei einer regelmäßigen 3-Tage-Woche: 12 Arbeitstagen Urlaub, was 4 Wochen Jahresurlaub ergibt.

bei einer regelmäßigen 2-Tage-Woche: 8 Arbeitstagen Urlaub, was 4 Wochen Jahresurlaub ergibt.

bei einer regelmäßigen 1-Tage-Woche, 4 Arbeitstagen Urlaub, was 4 Wochen Jahresurlaub ergibt.

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Ein Arbeitsvertrag ist zwar Standard, aber nicht nötig, denn für alle Regelungen gibt es Gesetze (Urlaub, Krankheit etc.)

Mindestlohn 8,50 € ist allerdings ein MUSS. Ich denke nicht, dass Du unter die Ausnahmen fällst.

Bis 450 € darf ein Minijob als solcher abgerechnet werden. Wenn man nur den einen Minijob hat, dann ist er für Dich steuerfrei. Du kannst Deinen Rentenbeiträge aufstocken oder dem widersprechen. Wenn man mehrere Beschäftigungen hat, sieht es anders aus(Bitte fragen, falls das zutrifft). Anmelden muss der Arbeitgeber Dich bei der Minijob-Zentrale (BUndesknappschaft) und bei der Berufsgenossenschaft.

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Familiengerd 04.07.2016, 13:56

aber nicht nötig

Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist nicht zwingend vorgeschrieben - das ist richtig.

Aber das Nachweisgesetz NachwG verpflichtet den Arbeitgeber in § 2 "Nachweispflicht" Abs. 1 dazu, dem Arbeitnehmer die wesentlichen Vertragsbedingungen (sie werden dort aufgeführt) innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn unterschreiben (also in Papierform) auszuhändigen!

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das ist natürlich nicht in Ordnung
Mindestlohn ist 8.50 euro und darunter darf er das nicht verlangen. zudem ist der Juli dann Schwarrarbeit was dir und ihm ärger bringen könnte...

Wenn du da gerne arbeitest dann musst du das mit deinem Gewissen abwägen und ggf mit Konsequenzen leben wenn es raus kommt

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