Nichtraucher werden bei "Willensschwäche"

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13 Antworten

Hallo kataha

Also ich als ehemaliger starker Raucher (2 - 3 Schachteln pro Tag) habe von heut auf morgen aufgehört zu rauchen. Das wichtigste ist das du dir schon ab dem ersten Tag sagst, dass du Nichtraucher bist. Denke niemals das du irgendwann mal Nichtraucher sein wirst. Ab dem Tag an dem du aufhörst bist du Nichtraucher. So eine Einstellung hilft extrem. Das zweite was mir sehr geholfen hat ist zu wissen das ich nicht daran sterben werde. Jedesmal sagte ich zu mir als mich das verlangen überkam "ich brauche das nicht, ich sterbe auch nicht wen ich es nicht bekomme" das gibt zusätzlich Sicherheit.

Ich wollte auch einfach wissen wie es ist ohne Zigarette durch den Tag zu kommen. Den Geschmacksinn wieder zu verstärken und Kondition zu verbessern.

Jedesmal wen ich Lust auf eine Zigarette bekomme werde ich mir dessen bewusst, ich lasse die Sucht auf mich wirken, werde aber einfach keine Anzünden. Du wirst schnell merken es wird immer leichter. Versuche nicht deine Sucht mit irgendwelchen Bonbons oder sonst was zu verdrängen. Lass es zu das du eine Sucht hast und halte einfach dagegen. Seit ich diese Methode anwende habe ich absolut keine Probleme mehr mit dem rauchen, auch wen Leute in meiner Umgebung rauchen. Viel Glück

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 20:33

Alle Achtung, die Haltung bei dem Konsum, das ist echt stark. Ich rauche so knapp ein Zehntel von dem, was Du geraucht hast, da muss ich das doch auch schaffen.

Dein Umgang damit scheint mir für mich persönlich eigentlich auch die beste Methode zu sein. Vielen Dank, mein nagelneues Nichtraucher-Vorbild!

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Letztens kam ein Fernsehbericht, wo eine Frau mehrere Sachen versuchte, um vom Rauchen weg zukommen. Ob es nun das Nikotinpflaster war, oder das Nikotinkaugummi, oder die E.-Zigarette, nichts half ihr. Da machte ihr Freund eine Entdeckung in der Zeitung, wo eine Hypnotiseurin inserierte, dass sie beim Abnehmen und beim Entwöhnen von Rauchern, große Erfolge vor zu weisen hätte. Es kostete wohl 120,- Euro, was aber noch zwei Auffrischungssitzungen beinhaltete. Er spendierte ihr das und das Kamerateam ging mit. Die Hypnotiseurin erklärte, dass sie so genannte Blockaden setzen würde, wie z. B., dass sich das Unterbewusstsein negativ einschaltet, so bald der Wunsch nach einer Zigarette aufkäme und dass man sich davor nur noch ekeln würde. 6 Wochen nach Drehende, sagte man, wäre die Frau immer noch abstinent gewesen. Bei den anderen Sachen, hatte sie schon am nächsten Tag wieder eine Zigarette geraucht. Ich habe schon öfters von solchen Erfolgen mit Hypnose gehört und ziehe es auch für mich in betracht. Ostern hin, oder her, mein Rat wäre, bei Google nach zu sehen, wo in Deiner Region jemand ist, der mit Hypnose arbeitet, bei Raucherentwöhnung? Viel Glück....... ; - )

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Kommentar von kataha
02.04.2012, 07:57

Ich möche das lieber bewusst hinbekommen ohne mein weniges und hart verdientes Geld irgendwelchen potentiellen Scharlatanen in den Rachen zu werfen - aber danke für die gutgemeinte Antwort.

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Vielleicht helfen Kaugummis oder Lollies. Oft braucht man nur etwas zum Kauen oder etwas womit man längere Zeit beschäftigt ist.

Vielleicht hilft es dir ja auch wenn du dich einfach beschäftigst und dann gar nicht erst auf die Idee kommst eine zu rauchen, weil du so beschäftigt bist und den Tag über noch so viel vor dir hast. Lenk dich einfach ab und halte das so lange wie möglich durch. Ausdauer und Durchhaltevermögen ist alles.

Oder schaff dir eine Art Ablenkungsmanöver, einfach dass du, immer wenn du Lust auf eine Zigarette hast, etwas anderes machst, zum Beispiel etwas Wasser trinkst oder rausgehst und einen kurzen Spaziergang machst.

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 17:34

Naja, ich bin ganz gut beschäftigt. Bei mir ist das dann eher so, dass ich mir, wenn ich dringend mal von der Arbeit ein paar Minuten weg muss, eine stopfe und vor die Türe gehe. Vielleicht versuche ich es in Zukunft mit Kaugummi auf der Terasse :)

Das mit Ablenken ist sicher nicht schlecht, ich habe dazu für die nächsten anderthalb Wochen meinen Nachwuchs engagiert - wenns so lange geht, sollte es danach auch klappen.

Danke für die Tipps!

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...es ist nicht das Nikotin, an dem ich hänge, sondern offensichtlich eine psychische Abhängigkeit.

Leider falsch! ;-) Du bist doppelt abhängig. Deine Nikotinabhängigkeit ist gering (Nikotin macht psychisch UND physisch abhängig) bei bis zu 5 Glimmstängeln am Tag aber deine Ritualabhängigkeit ist stark. Wobei dem Nikotin eigtl. eine höhere Bedeutung zukommt. Der suchterzeugende Effekt ist nämlich die Wirkung der Droge Nikotin in bestimmten Situationen - immer wiederkehrend.

...mir trotz vernünftiger Einsicht bisher am echten Willen mangelt, aufzuhören.

Ob es eine "Willensschwäche" ist, wenn man nicht direkt mit dem Rauchen aufhören kann, sei mal dahingestellt, denn es würde implizieren, dass wir einen freien Willen hätten und das bezweifle ich. Es handelt sich um eine echte Sucht und das hat mit Wille nichts zu tun. Viele starke Raucher hören auch erst dann auf, wenn es langsam eng wird mit der Gesundheit, das Gehirn registriert Lebensgefahr -> stärkerer Drang, aufzuhören. Da du aber gesund bist, registriert dein Gehirn keine Notwendigkeit, den ihm gefallenden Effekten des Nikotins entsagen zu müssen.

und ich denke mir immer öfter, dass ich, wenn ich so wenig rauche, eigentlich auch gar nicht rauchen könnte.

Das ist eigtl. ein Irrglaube. Man muss nicht rauchen, um Kettenraucher zu sein. Man trinkt ja auch nicht ab und zu ein Glas Wein, um Alkoholiker zu sein. Gleiches gilt für Kaffee. Es gibt wirklich "Genusskonsumenten".

Wenn es so einfach wäre, etwas zu wollen, das man eigentlich nicht will...

Trifft bei einer Sucht nicht zu, weil das Gehirn biochemisch verändert wurde. Man will sich nicht einfach einer lästigen Angewohnheit entledigen, sondern eine Substanz weglassen, die maßgeblich in die Gehirnchemie eingreift. Das ist, wie wenn du aus einem Zählwerk eine Schraube ziehst, danach läuft auch alles durcheinander bzw. nichts mehr, bis es repariert wurde.

Deshalb bitte ich jetzt um möglichst einfache, aber wirkungsvolle Tipps, die beim Durchhalten helfen können.

Kannste haben. Entweder du hörst von jetzt auf gleich auf und hast 3 Tage lang Entzugserscheinungen oder du rauchst erstmal weiter und wartest, bis du dir einen fetten grippalen Infekt holst. Währenddessen willst du nicht rauchen und wenn du wieder genesen bist, sind die direkten Entzugserscheinungen überstanden aber du hast es nicht gemerkt. Die Schlusspunktmethode jetzt direkt durchzuführen, ist am Anfang relativ schwer, wenn man dauernd in Situationen gerät, in denen gequarzt wurde. Und das ist der wichtigste Punkt -> Geh den Schlüsselreizen aus dem Weg! Meide Orte, an denen du immer gequalmt hast. Wenn es die Kippe zum Kaffee ohne Milch und Zucker war, trinke den Kaffee zu anderer Uhrzeit an einem anderen Ort und mit Milch und Zucker. Es müssen möglichst viele neue Situationen her, um das Suchtgedächtnis auszutricksen, denn sonst hast du schneller wieder einen Lungentorpedo zwischen den Lippen als Oskar Lafontaine ein Argument gegen Hartz IV sprechfertig hat.

Wenn andere dir was vorrauchen, dann betrachte sie als Drogenabhängige, die den Sprung nicht schaffen. Du hingegen kannst dich empfehlen, denn wenn das Nikotin winkt, hast du nur kaltes Grinsen übrig. Und solltest du doch mal schwach werden, nicht die Fluppe... äh Flinte ins Korn werden, Ausrutscher passieren den Besten! Kein Grund, danach nicht wieder normal weiterzumachen.

Gefährlich wird es v.a. dann, wenn Alkohol im Spiel ist. Hier hilft es, am besten die nächste Zeit Partys & Co. aus dem Weg zu gehen, bis man stabil genug ist, diese Hardcore-Situation zu meistern. Hier scheitern nämlich die Meisten.

Noch Fragen? :-)

Ach ja: max. 5 Fluppen am Tag sind wirklich wenig. Selten wenig. Und dann noch über so lange Zeit. Bis auf mich kenne ich keinen, der das durchgehalten hat^^

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Kommentar von kataha
31.03.2012, 07:02

Danke für die sehr ausführliche Antwort!

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Kommentar von mishiko
01.04.2012, 14:04

l.anthracis!

diese, deine antwort, ist NICHT ZU TOPPEN!! CHAPEAU! LG von mishiko

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finde ich gut , dass du dir das vorgenommen hast . versuche , immer wenn du einen " hieper " hast , einfach ein bonbon zu lutschen oder kaugummi kauen ...oder ein glas wasser zu trinken . lenk' dich ab , sodass du immer etwas zu tun hast . gehe deinem hobby nach ...es hilft dir bestimmt dabei ...und du wirst es sicher auch schaffen . lg

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 17:28

Danke - mal sehen, wie ich das schaffe. So lange ich gut beschäftigt bin und nicht ständig jemand neben mir raucht, geht es ja.... :)

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Danke für alle Antworten - ich habe es jetzt über eine Woche lang geschafft und denke, dass das Schlimmste vorbei ist. Irgendwie habe ich alle Tipps kombiniert, ganz ohne hektische Ersatzhandlungen ging es doch nicht. Am Bösesten war der zweite Tag, da war ich bei zwei Rauchern zu Besuch, habe zwar sehr aktiv passiv-geraucht, aber es geschafft, keine zu schnorren. Jetzt wird es jeden Tag leichter, weil ich doch immer weniger (und weniger intensiv) daran denke, dass ich gerne eine rauchen würde.

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das problem ist, dass das rauchverhalten steuerzentrum im unterbewusstsein liget, deswegen ist es mit guten worten (willenskraft) nicht erreichbar...die einfachste, gleich härteste methode ist (wird von suchtsmediziner empflohlen), sofort aufhören und die quallen der entqöhnung über sich ergehen lassen...dass hast du dir jetzt vorgenommen, hoffentlich klappt es...es hat auch mit der gestik zu tun, die angelernten bewegungen (aus der packung rausziehen, zum mund führen, anzünden, etc) spielen dabei eine grosse rolle, es gilt diese zu "verlernen"...

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Kommentar von kataha
02.04.2012, 07:58

Danke!

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Sehr spät (hoffentlich nicht zu spät!) lese ich Deine Frage mit dem Wunsch, während der Osterferien das Rauchen ganz zu unterlassen. Jetzt ist Ostern vorbei, und ich möchte annehmen, dass Dir Dein Vorhaben gelungen ist bzw. Du noch dabei bist, weiterhin durchzuhalten.

Hierzu meine Unterstützung mit folgender Begebenheit:

Mein Vater, der während meiner Kindheit regelmäßig rauchte (ich musste als Kind für ihn öfter Zigaretten kaufen!), sagte in den 60er Jahren eines Tages: "Ab Morgen werde ich nicht mehr rauchen."

Er kaufte sich ab diesem Zeitpunkt keine Zigaretten mehr und kam deshalb gar nicht mehr in die Versuchung, seiner Rauchgewohnheit nachzugehen. Er hielt also durch und wurde ad hoc zum Nichtraucher. Rauchenden Bekannten gegenüber verhielt er sich konsequent.

Das wünsche ich Dir auch! Wenn Du - wie erwähnt - ohnehin nicht stark rauchst, dann dürfte es gar nicht so schwer fallen, damit aufzuhören. Also: Viel Erfolg weiterhin!

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Kommentar von kataha
12.04.2012, 19:30

Danke, katwal :) Bisher geht es auch ganz gut, es fehlt mir eigentlich absolut nicht, und das einzige, was mich daran erinnert, sind so komische Reflexe, das wird aber auch jeden Tag leichter :))))

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Steck ein Stück Möhre in den Mund,dann hat die Zigarette kein Platz .Musst sie ja nicht Essen aber Gesund ist doch.So kann man das Verlangen Überbrücken.

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 17:27

Essen als Ersatz kommt aus vielen Gründen nicht in Frage, und mit Karotten- oder Gurkengeschmack kann man mich jagen :)

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Sorry..aber mit Schilddrüsenunterfunktion durch Hashimoto habe ich schon von auslösung von autoimmunen Schüben gehört, bei Leuten, die damit mit dem Rauchen ganz aufhören wollten. Auch die Willensschwäche und die Notwendigkeit Beruhigung durch Rauchen gewinnen zu müssen, sollte sich mit besserer Einstellung der Schilddrüse wie automatisch geben. OHNE gute Einstellung der Schilddrüpse mit SD-Hormonen müßte die Erkrankung getrigegert werden wenn du von jetzt auf gelich aufhörst. Allermindestens brauchst du weitere Entspannungsmethoden wie autogenes Trainung, singen, Tanzen, Thai Chi, Joga, Spazierengehen...an einen See(Fluß) setzen oder noch besser uzm ihn rum laufen.

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Mein Vater kann von heute auf morgen aufhören...meist weil er zu heftige nebenwirkungen bekommt;)

Du kannst dir kein Beispiel an einem anderen Menschen geben, denn die menschen reagieren unterschiedlich beim Rauchen. Ich kann das auch nicht umfänglich vollständig aufzählen wie viele verschiedenen typen es da gibt.

  • Genußraucher
  • Suchtraucher
  • diejenigen, die es zu Therapiezwecken nehmen
  • die Gruppenzwangraucher
  • die Alkohol + Zigarette-Raucher

undundund

Einige können von heute auf morgen einfach aufhören. Viele, wohl die meisten müssen einenn Entzug machen. Wovor ich dich aber warnen möchte, falls du aus Therapiegründen rauchst und eine Schilddrüsenunterfunktion wegen Hashimoto hast, dann solltest du besser nicht aufhöfren, weil das einen Schub auslösen könnte. Helmut Schmidt darf nicht aufhören zu rauchen;)

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Kommentar von kataha
25.07.2013, 16:49

Aus Therapiegründen? War eigentlich eh nicht der Fall - meine Schilddrüse hats auch überlebt, musste dann aber doch raus :)

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Kaugummi kauen, Ausflüge ohne Zigaretten machen, ...

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 17:31

Die Ausflüge ohne Zigaretten mache ich schon, das fällt mir auch leicht, weil ich ohnehin wenig rauche, und nicht das Nikotin brauche. Kaugummi kauen klingt ganz gut, danke :)

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mit Willensschwäche schaffst du es nie

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Kommentar von kataha
30.03.2012, 17:36

Und ohne Willensschwäche hätte ich das Problem nicht. Wusste ich doch, dass solche Antworten nicht ausbleiben würden.

Wille ist nicht so von der Vernunft beeinflussbar, wie manche glauben.

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