Nichtlokalität in der Quantenmechanik?

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2 Antworten

Beim Kollaps der Wellenfunktion ändert sich der Eigenzustand nicht, sondern dir Überlagerung aller Eigenzustände fällt statistisch auf einen zusammen, wobei keine innerhalb eines (verschränkten) Systems doppelt auftreten.

Weder die QM noch die ART gibt dafür eine zusammenpassende Erklärung. Das bleibt bisher den Philosophen überlassen. Nach der Verletzung Bellschen Ungleichung gibt es in einer wie die QM beschriebenen Theorie keine Möglichkeit für verborgene Parameter.

In einer Vereinheitlichung von QM und ART kann es aber verborgene Parameter oder ganze Parameterräume geben. Das Problem ist auch, dass keiner sie zu messen weiß und bisher keiner Hinweise gefunden hat, um sie zu ermitteln, falls es sie gibt.

Hier prüft auch die experimentelle Physik nach dem Ausschlussprinzip.

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Kommentar von Arbale
30.07.2017, 21:18

Dankeschön.
Was ich aber eigentlichmeinte war folgendes. Ich messe eine Observable am verschränkten Teilchen. Laut der Kopenhagener Deutung "passiert" dieser Zustandswert instantan in dem Augenblick, in dem eine Messung an dem anderen Teilchen erfolgt und dessen Quantenzustand festlegt.

Ich störe mich an diesem "augenblicklich", denn wenn ich mich mit einer hohen Geschwindigkeit entlang des Versuchsaufbaus bewege, dann ist Gleichzeitigkeit für mich etwas anderes, als für die Experimentatoren.

Wenn also von einem instantanen Umklappen gesprochen wird, ist dies für mich als bewegten Beobachter nicht gleichzeitig.

Daraus folgere ich, dass der Zustand sich nicht instantan ändert, (aufgrund der nicht Definiertheit des Begriffes instantan in der ART)

Wenn der Zustand sich aber nicht instantan ändert, dann muss er sich folglich schon vorher geändert haben.

Was prinzipielle nichts anderes bedeutet, als dass der Zustand doch bereits von Anfang an festgelegt war.

Ist das ein Trugschluss?

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Kommentar von SlowPhil
25.08.2017, 20:11

Wenn in dem Experiment der Eigenwert der Observablen einmal hier und an einem Ort in großer Entfernung gemessen wird, ich mich aber in meiner Rakete befinde, die auf einer Geraden, auf der die beiden Experimente liegen, mit hoher Geschwindigkeit am ersten Experiment vorbeifliege, dann ist "instantan" für mich relativistisch gesehen etwas anderes.

Nur, wenn Du Dich selbst als ruhend betrachtest. Das kannst, musst Du aber nicht.

Relativistisch invariant könnte man allerdings instantan mit raumartig gleichsetzen. Was sich in einem Koordinatensystem mit Überlichtgeschwindigkeit bewegt (z.B. ein Lichtfleck oder ein Schatten, der aus großer Entfernung geworfen wird), tut dies in jedem. Die Richtung allerdings hängt vom Bezugssystem ab.

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