Nichtannahme einer Schenkung?

8 Antworten

Die Frage die sich mir stellt ist, ob die Schenkung überhaupt wirksam werden kann.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde ein Schenkungsvertrag mit aufschiebender Wirkung gemacht. Wirksam wird er mit dem Tode des Erstversterbenden.

Auflagen:

1. Nießbrauch für den Überlbenden (Wohnrecht wäre besser gewesen)

2. Übernahme der Restschulden.

Damit ist das Ding aber so, oder so schwebend unwirksam, weil da die Bank zustimmen muss.

Übrigens, der Kredit für das Auto ist da nicht betroffen, oder wurde das auto mit in den Vertrag aufgenommen und die Schuldübernahme für den Autokredit vereinbart?

Ich vermute mal, das ganze endet in einem Eklat für die Tante/den Onkel.

Alternative, sie übertragen zu gleichen Bedingungen an die Schwiegertochter/Witwe des Sohnes, wenn es der besser geht udn sie sich das leisten kann.

Wenn diese Deine Aussage stimmt:

> dann muss man eine Auflassung auslösen,um die Schenkung anzunehmen

ist es ja ganz einfach, Ihr beantragt nicht die Auflassung und nehmt dadurch nicht die Schenkung an.

Da aber hier niemand die Details Deines Vertrags kennt, und da der Vertrag möglicherweise nicht ganz so aussieht, wie Du glaubst und erzählst, gehst Du besser umgehend zum Anwalt.

Der Schenkungsvertrag wurde notariell geschlossen? In diesem Fall ist eine rückwirkende Aufhebung zwar nicht unmöglich, jedoch nur sehr schwer durchzusetzen. Ohne eingehende anwaltliche Beratung geht hier sowieso nichts.

Sinn war es, wenn der erste verstirbt(dann muss man eine Auflassung
auslösen,um die Schenkung anzunehmen), dass wir die Raten weiter zahlen.

Wer hat euch denn dazu geraten? Das ist doch unsinnig kompliziert; ein vernünftiges Testament mit Vor- und Nacherben respektive eine Teilschenkung (mit/ohne Nießbrauch und Wohnrecht) sowie ein entsprechendes Testatement hätten vollauf genügt. Außerdem wäre hier m.E. zwingend eine Offenlegung der Finanzierung erforderlich gewesen, bevor man so eine BlackBox erwirbt!

Das Haus  wurde um 2000 gebaut, praktisch wurden fast nur die Zinsen
bedient, es gibt 3 grosse Kredite. So wurde ein hoher 5-stelliger Kredit
monatlich nur mit in die 60 Euro monatlich "abgezahlt". Es wurden
weitere Kredite aufgenommen, so wurde völlig überteuert ein Neuwagen
gekauft, dafür gab es von Autohändlers Bank einen 5-stelligen
Extrakredit. Es z.B.wurde ein Bausparvertrag über 100000Euro
abgeschlossen mit fast 80jährigen: Einzahlung 10 Euro im Monat???

Super. Viel Spaß dabei, da wieder rauszukommen.

Ich bin seit einem schweren Autounfall vor 4Jahren arbeitslos und nun
völlig ohne Einkommen, meine Frau hat einen normalen Bürojob. Kann man
diese Wahnsinns"Schenkung"  noch ablehnen?

Eine Anfechtung ist vielleicht möglich, jedoch ist das ein langwieriger Prozess, der auf jeden Fall eine gute Kanzlei erfordert. Allzu große Hoffnungen würde ich hier nicht wecken wollen, denn im Prinzip ist die Annahme einer Schenkung mit Zusage der Kreditübernahme euch ja nicht untergeschoben worden, sondern ihr wusstet genau, dass dies Teil der Schenkung war. Dass sich der Überlasser nicht sonderlich bemüht hat, die Darlehen zeitnah zu tilgen, ist per se nicht justitiabel, sondern schlicht Lebensrisiko. Eine Klausel, welche die Tilgungshöhe festschreibt, wurde eurerseits eben nicht aufgenommen. Es ist in meinen Augen zudem auch unerheblich, ob sich der Onkel bemüht hätte, hoch zu tilgen oder eben nicht - denn wäre der Todesfall 1 Tag nach der Schenkung (also der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages) eingetreten, stündet ihr ja auch nicht wesentlich schlechter da als jetzt.

Ich fürchte, hier bleibt nur die PI und der Verkauf der Immobilie zur Tilgung.

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