Nicht versichert, aber Arbeitsverhältnis bestand.ALG1.

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5 Antworten

Hallo,

ich würde folgende Punkte unternehmen:

  • schriftlichen Antrag auf Arbeitslosengeld II beim Jobcenter stellen (Stempel mit Eingangsvermerk auf Kopie geben lassen) Anlagen: Kopien aller Unterlagen beigfügen (z.B. Arbeitsvertrag, Stundenzettel, Kontoauszüge mit Lohnzahlung, Namen und Adressen von Zeugen, z.B. Kollegen, Kopie der Arbeitsgerichtsklage)

    • schriftlichen Antrag auf Arbeitslosengeld bei der Arbeitsagentur stellen (Stempel mit Eingangsvermerk auf Kopie geben lassen) Anlagen: Kopien aller Unterlagen beigfügen (z.B. Arbeitsvertrag, Stundenzettel, Kontoauszüge mit Lohnzahlung, Namen und Adressen von Zeugen, z.B. Kollegen, Kopie der Arbeitsgerichtsklage)
  • Antrag auf Feststellung der Krankenversicherungspflicht als Arbeitnehmer für die letzten 12 Monate stellen: (Stempel mit Eingangsvermerk auf Kopie geben lassen) Anlagen: Kopien aller Unterlagen beigfügen (z.B. Arbeitsvertrag, Stundenzettel, Kontoauszüge mit Lohnzahlung, Namen und Adressen von Zeugen, z.B. Kollegen, Kopie der Arbeitsgerichtsklage). Die Krankenkrasse kann ggf. eine schnelle Betriebsprüfung durch die Rentenversicherung veranlassen.

Wichtig ist bei allen 3 Stellen, möglichst zu verdeutlichen, dass der Verdienst mehr als 400 Euro monatlich betragen hat. Sonst entfallen die Punkte 1 und 3.

Mögliche beratende Unterstützung:

Gruß

RHW

Sch*, gut dass Du mnit dem netten AG vor Gericht gehst! So nen tollen AG hatte ich auch mal, glücklicherweise hat mein Dad das schon im 1. Monat gemerkt (erst wars mir mit 30 ja doof, dass er sich das- war Personaler- anguckte, dann heilfroh, echt.. ich weiss nicht, wann ich das sonst gemerkt hätte?!)

Hast Du Arbeitsrechtschutz? Mal an Gewerkschaft wenden, vielleicht gibts da so was wie ne Erstberatung?

Und wenn nicht.. ich war mal wegen ner anderen arbeitsrechtlichen Sache bei ANwalt.. Erstberatung ~200€ und da hab ich shcon massig was erfahren. Ist es Dir das ggf. wert?

Es geht ja nicht grad um ne Kleinigkeit für Dich (und, verzeih mir: die Pest über solche miesen AG!).

Ich drück Dir die Daumen!°!!

Bezüglich Krankenkasse: Sende Kopien Deiner Gehaltsabrechnungen an die Kasse, auf denen die Kasse inklusive KV-Beiträge erkennbar sind und teile das Endedatum der Beschäftigung mit. Daraufhin giltst Du für die Zeit der Beschäftigung als versichert und die Kasse wird beim AG die fehlenden Meldungen und Beiträge einfordern bzw. einklagen, denn das ist AG-Pflicht.

Bezüglich Alg1: Die Arbeitsbescheinigung sollte vom Arbeitsamt als Amtshilfeersuchen vom AG angefordert werden, wenn Du dem Arbeitsamt mitteilst, dass Du keine Rückantwort erhältst. Lege dabei den Einsenderückschein und alle Deine Gehaltsabrechnungen vor. Bei finanziellen Notstand frage nach Vorschuss.

Hallo, bezogen auf deine Entscheidung, vor das Arbeitsgericht zu gehen: Das ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Und falls du keinen Anwalt hast (weil keinen Rechtsschutz), dann habe Mut (!) und präsentiere Dich dort ohne Anwalt; sei stark und erkläre dem Richter deine Sichtweise der Dinge - ohne Emotional angespannt zu sein. Bedenke nämlich: Der Richter ist kein Idiot und weis, wo der Hase langläuft. Er wird die Täuschung deines ehemaligen Arbeitgebers mit Sicherheit durchschauen. Denn, das Recht ist auf deiner Seite! Das kann selbst ein "Super"-Anwalt nicht ändern. Und, ich rede aus Erfahrung.

Sei bereit für den Fight.

hallo KlarerVerstand,

in der regel ist es nicht mehr zulässig, arbeitsverträge aufgrund des nachweisgesetzes, mündlich abzuschliessen. als nachweis gilt aber immer noch der kontoauszug, auf dem hervorgeht, das du lohn/gehalt erhalten hast. das solltst du deiner krankenkasse vorlegen, die werden sich dann schon ihre beiträge holen. auch ein fachanwalt für arbeitsrecht sollte dir helfen können, du hast ausserdem anspruch auf prozeßkostenübernahme.

beste grüsse

dickie59

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