Nicht onanieren = prostatakrebs?

9 Antworten

Also das Gleichheitszeichen ist da auf jeden Fall nicht gerechtfertigt!

Aber es ist schon so, dass ein erhöhter... äh... Durchfluss das Risiko etwas senkt. Auch z.B. für Prostataentzündung.

Wir sprechen hier von einer Risikoreduktion um ca. ein Drittel.

http://www.harvardprostateknowledge.org/does-frequent-ejaculation-help-ward-off-prostate-cancer

Natürlich ist das nur eine Korrelation - d.h. es könnte auch umgekehrt so sein, dass Männer mit "kränkelnder" Prostata weniger Samenergüsse haben - und höheres Krebsrisiko.

Jedenfalls scheint man vom Onanieren nicht blind zu werden!

Onanieren und die Prostata haben schon etwas miteinander zu tun, denn das Sekret, was in der Prostata gebildet wird, um die Spermien zu transportieren sollte nicht zu lange dort verbleiben, da sich die Bakterien, die sich in dem Sekret befinden, sehr schnell vermehren und dann die Prostata schädigen können. Deshalb ist eine ständige Erneuerung dieses Sekrets von Vorteil.

Es wäre übertrieben zu behaupten, wer viel onaniert bekommt keinen Prostatakrebs. Das kann niemand garantieren, aber die Wahrscheinlichkeit einen Prostatakrebs zu bekommen verringert sich bei regelmäßiger Ejakulation. Man kann also damit beachtlich vorbeugen (aber nicht verhindern), soweit das bis jetzt erforscht wurde.

Umgekehrt bedeutet auch nicht zwangsläufig, wer überhaupt nicht onaniert bekommt garantiert Prostatakrebs. Auch hierbei geht es nur um Wahrscheinlichkeiten. Wer nie geraucht hat, kann trotzdem Lungenkrebs bekommen und ein lebenslanger Raucher nicht. Trotzdem ist es gesünder nicht zu rauchen. So ist es auch mit dem Onanieren. Da es nicht schädlich ist, sondern in mehrerer Hinsicht gesund (entspannt, baut Stress ab, hält das Prostatasekret frisch usw.) ist es vorteilhaft, regelmäßig zu onanieren. Und wenn dadurch noch Positives für die Prostata getan wird, um so besser.  

Der wissenschaftliche Nachweis fehlt. Hier sind Studien unbedingt von wissenschaftlicher Erkenntnis abzugrenzen. 

Wissenschaftlich nachgewiesen ist: 

Entweder der Mensch denkt oder er hat Sex. 

Geschichte und aktuelle Politik geben den Nachweis, dass ein großes Interesse daran besteht, dass sich die Bevölkerung in teilweise menschen- und allgemein lebensverachtende und lebensvernichtende Politik einmischt. 

Nach meiner Kenntnis haben vor rund 10 Jahren das erst Mal Engländer die Frage grob erforscht, ob alle Menschen Sex mögen. Sie kamen zu dem Ergebnis: Nein. 

In ihrer groben Befragung fanden sie mindestens 1% asexueller Menschen. Diese unterschieden sich gesundheitlich nicht von der Mehrheit der Bevölkerung. 

Mittlerweile wird diese Forschung im englischsprachigen Raum weiter betrieben. Eine Hauptproblematik ist der öffentliche / gesellschaftliche Druck zur Thematik. So lange dieser besteht, brauchen wir nicht hoffen, zu einer wissenschaftlichen Erkenntnis kommen zu können. 

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