Nicht mein Traumstudium trotzdem studieren?

5 Antworten

Wenn Du ernsthaft Tourismusmanagement studieren willst, dann bringt dich eine Notlösung "Medien" nicht weiter. Du würdest dich (falls es später doch noch mit Tourismus klappt) auch bei künftigen Bewerbungen unglaubwürdig machen. Ich selbst habe lange Tourismustudierende betreut (FH München). Dieses Studium ist praxis- und anwendungsbezogen und je mehr Praxis Du bei späteren Bewerbungen mitbringst, desto besser. Warum nutzt Du nicht die Wartezeit für ein längeres Praktikum? Auch eine Berufsausbildung vor einem Studium (zur Reiseverkehrskauffrau oder Hotelfachfrau, usw.) wäre zu überlegen. Falls Du ein reguläres Abitur hast, könntest Du auf jeden Fall Lehrzeitverkürzung bekommen. Also als freundliche Bitte: Hör´ auf zu jammern und geh´ ernsthaft an die Umsetzung deines Wunschberufs!

Es wäre ja schon hilfreich gewesen, wenn du das Wunschstudium genannt hättest und vielleicht auch, warum du es vermasselt hast.

Allerdings sehe ich den großen Weltuntergang gerade nicht. Andere wissen jahrelang nicht, was sie studieren sollen. Ein Jahr Medien wird dich nicht umbringen, unter Umständen gefällt es dir da besser, als du jetzt denkst.

Dass der Bereich überlaufen ist, weißt du selbst. Da braucht man nichts schönreden. Wichtiger wäre doch, sich mehr reinzuhängen, mehr Praktika zu machen, Zusatzqualifikationen zu erwerben, damit man wenigstens eine faire Chance hat.

n

Es handelt sich um Tourismusmanagement, welcher allerdings den medizinischen Aspekt miteinbindet. Ich habe es vermasselt, da Ich mein Zeugnis nicht per Einschreiben versandt habe und somit natürlich nicht feststellen konnte, dass es nie angekommen ist.

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In der Psychologie spricht man von zwei Arten von Motivationen:

  1. intrinsisch: Wenn man Leistungen aus eigenem Antrieb heraus vollbringt und aus Neugierde, Spaß und innerem Drang etwas angeht.
  2. extrinsisch: Wenn der Antrieb für eine Handlung darin liegt, danach eine Belohnung (beispielsweise besseres Gehalt) zu bekommen.

Meistens liegt eine Mischform vor und Deine Motivation liegt irgendwo zwischen diesen beiden Extremen.

Desto mehr ein Studium extrinsisch motiviert ist, desto eher brechen Leute ab und empfinden ihr Studium als große Last, die mit viel Arbeit und Disziplin verbunden ist.

Insofern solltest Du Dir schon etwas aussuchen, was Du auch wirklich aus eigenem Antrieb gerne machst, was Dich interessiert und Deine Begeisterung wecken kann.

Das ist dann immer die große Frage "Ich weiß nicht, was das Richtige für mich ist".  Auf diese Frage muss jeder selbst eine Antwort finden, manchmal muss man tatsächlich auch erstmal ausprobieren und eventuell noch mal die Fachrichtung wechseln.

Insgesamt sehe ich bei Dir kein riesen Problem. Medien- und Kommunikationswesen hat viele interessante Teilbereiche und beschäftigt sich nicht nur mit "Zeitungsartikeln" :D Ich glaube, Du hast Dich über die Inhalte noch gar nicht so genau schlau gemacht.

Und auch Dein Lieblingsstudium hätte bestimmt Teilgebiete und Vorlesungen, die Dir nicht so gut gefallen würden. Ein paar zähe Kaugummis gibt es in jedem Studiengang.

Also trau Dich ruhig und fang einfach mal an. Ist ja auch kein Beinbruch, wenn Du nochmal wechselst. Und wenn "Medien" eine schlechte Zukunftsperspektive haben, dann fress ich einen Besen. Ist ja nicht so, dass man mit dem Studiengang arbeitslos wird :D Natürlich bekommt man da jetzt nicht gleich ein Vermögen, aber so um die 30.000 bis 35.000 sollten da auch drin sein.

aber so um die 30.000 bis 35.000 sollten da auch drin sein.

Das war mal. Heute muss ich dir sagen:

Träum weiter. ;)

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@Kristall08

Meinst Du echt? Das ist doch kein hohes Gehalt. Habe nur zwei Freunde aus der Medienbranche, die das aber als Ausbildung und nicht als Studium gemacht haben. Die verdienen inzwischen beide mehr als 35..

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@TailorDurden

Die meisten Verlage zahlen nicht mehr nach Tarif. Ich kenne etliche Volontäre, die mit 800 Euro im Monat abgespeist werden.

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