Nicht mehr Reden, wie?

8 Antworten

Hallo Leon,

es tut mir sehr leid, dass Du schon so lange zu leiden hast! Mir ist sehr wohl bewusst, was es heißt, eine schwere Depression zu haben. Doch Deine Lage ist, so denke ich, nicht aussichtslos!

Was Deine Stimme angeht, so bedenke, dass Du Dich niemals so hören kannst wie andere. Und außerdem verfälscht eine Videoaufnahme o.ä. immer auch die Stimme. Mache Dir daher, was diesen Punkt angeht, keine allzu großen Gedanken. Versuche vielmehr, ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein zu entwickeln; das wird Dir gegen Deinen Selbsthass eine Hilfe sein. Wie könntest Du vorgehen?

Der Feind eines ausgeglichenen Selbstvertrauens ist eigentlich in Dir selbst: Deine innere Stimme, die Dich verurteilt und kritisiert. Du solltest begreifen, dass dieser innere Kritiker Dir eigentlich keinen Gefallen tut, im Gegenteil: Er ist die Ursache dafür, dass Du Dich selbst ablehnst und Dich Deiner Selbstachtung beraubt. Ein wichtiger Schritt ist es, nicht diesen Kritiker über Deinen Selbstwert bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst die Regie zu übernehmen. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie kann das gelingen?

Wenn Dich wieder einmal Deine innere Stimme verurteilt, warum dies widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen und infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "Das schaffe ich nie", könntst Du Dir klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, Dich zu schämen oder Dich zu verurteilen. Besser ist es, für die eigenen Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen.

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll. Wenn Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machst und Selbstkritik übst, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von Deiner unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt.

Was einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder an dem Idealbild misst, das Du von Dir selbst hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: Z. B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Somit stammt das Idealbild, dem Du möglicherweise hinterher läufst, nicht von Dir selbst, sondern andere haben es für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu dem zu werden, der Du sein möchtest?

Manchmal sind es auch recht kleine und einfache Dinge, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen können. Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir nach Lachen gar nicht zumute ist. Das kommt daher, weil unser Geist mit unserem Körper verbunden ist. Auch die Körperhaltung ist mitbestimmend dafür, ob Du Dich klein und mickrig oder gar selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umher läufst. Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flach. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein und auszuatmen, wirst Du sehen, dass Du ruhiger wirst.

Falls Du mal wieder in einem seelischen Tief steckst, kann körperliche Bewegung wahre Wunder wirken. Fahre Fahrrad, gehe joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang. Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen. Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Für andere da zu sein und sich selbstlos für jemanden einzusetzen, macht ein gutes Gefühl! Das Bewusstsein, etwas Sinnvolles geleistet zu haben, hebt letztendlich auch Dein Selbstbewusstsein.

Auch diie Bibel verhilft zu einem ausgeglichenen Selbstbild, wenn sie sagt:" Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Wie dieser Text zeigt, brauchen wir ein gewisses Maß an Eigenliebe, um psychisch gesund und stabil sein. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass es nicht mehr nötig wäre, sich zu verändern oder zu verbessern.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt. Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.   Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden." (Psalm 139:2,3). Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dein Leben und hat persönliches Interesse an Dir.

Ich hoffe, Du fühlst Dich mit all diesen Ratschlägen nicht überfordert. Du kannst sicher nicht von Heute auf Morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, umso mehr wirst Du Dich verändern und ausgeglichener über Dich selbst denken. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

Hallo Leon, 

Meine Frage an dich Ist, wieso dich als Junge eine hohe Stimme kränkt? 

Wie alt bist du denn eigentlich ? Stimmbänder zu ändern ist ein sehr hohes risiko. Ich würde dir empfehlen wirklich dich damit abzufinden. Manche Menschen bekommen keine Haare, haben krumme Zähne, zu dick etc. Ab 12 Jahren fängt die Pubertät an, dein Körper wird sich immer weiter entwickeln. Auch die Stimme.! Sei optimitsch und habe Geduld. Es bringt nichts sich selbst zu hassen nur wenn man eine hohe Stimme hat. Verstumme nicht sondern Rede so viel es geht :) Liebe Grüße

Bin 18.

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@Leon1590

Meiner Meinung nach auch weiter reden. 

Mit 18 klingst du anders als mit 38 Jahren, und mit 38 wieder anders als mit 58. Natürlich hast du selbst auch Einfluss auf deine stimmliche Entwicklung. Da Stimme keine von Geburt an festgelegte, ein für allemal feststehende Eigenschaft ist, sondern eine flexible, veränderliche Fähigkeit, kannst du deine Stimme tatsächlich trainieren

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Erstmal viel Glück auf dem Weg aus der Depression. Is n harter, aber ein möglicher :-)

Vorschlag:

geh mal zum Gesangstraining. Wenn du nich singen kannst, is das erstmal egal. Sag denen, dass du gerne tief (Bariton? Bass? Was willste denn?) singen würdest. Den Rest erklären die dir schon :-)  Dann musste das nur noch beim Reden anwenden bis es zur Gewohnheit wird und voila. Evtl. n paar halbtöne tiefer, und mit etwas glück auch echt schön :D

Allgemein ist Singen ein recht gutes Hobby bei Depressionen. Körperbewusstsein bei der Stimmbandgymnastik ;-) Fast wie Autogenes Training

Evtl. hilfts ja ;-)

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