Nicht l(i)ebenswert?

5 Antworten

Ich glaube, dass du nicht nur körperliche Beschwerden hast, sondern auch psychische. Du klingst, als würdest du sehr depressiv sein. Dies ist sicherlich eine Folge deiner Erkrankung. Aber du darfst dich nicht so fallen lassen und in Selbstmitleid versinken, denn dann wird es immer schlimmer. Jeder Mensch ist liebenswert und ob dein Leben lebenswert ist, das entscheidest du selbst, indem du es auch lebenswert gestaltest. Das liegt nur an dir, da kann dir auch kein anderer Mensch/ Partner helfen. Erst wenn du mit dir im Reinen bist und dich auch selbst liebst, kann dich ein anderer Mensch lieben. Also, raus aus dem Jammertal, such dir ein Hobby, das dir gefällt und versuche, dein Leben neu zu gestalten!

 

Alles Gute für dich!

 

Ich glaube gern,  dass ein Leben mit jahrelangen Dauerschmerzen und Einschränkungen zu Resignation und Freudlosigkeit führen kann. Aber wieso sollte dein Leben weniger lebenswert sein oder du weniger liebenswert?Deine Einschränkungen haben dich tolerant werden lassen. Du hast Anteil an den Problemen deiner Partnerin genommen, ihr gute Ratschläge gegeben. Du hast Rücksicht auf sie genommen, als sie allein im Urlaub war. Vielleicht käme für dich eher eine Partnerschaft mit einer ebenfalls gehandicapten Frau in Frage? Ihr könntet eure Aktivitäten je nach Gesundheitszustand planen. Leider ist deinen Zeilen zu entnehmen, dass du dich immer mehr zurückziehst. Dadurch wird sich aber nichts ändern, du versinkt nur immer mehr in Einsamkeit. Nimm am Leben teil, es gibt genügend Menschen, die schlechter als du gestellt sind und durchaus mit dir tauschen würden. Gib dich nicht auf! 

Zunächst danke für Deine einfühlsamen Worte.

  Was viele nicht verstehen: Obwohl ich seit 2008 (also nach 17 Jahren Beschwerden) recht starke Medikamente bekommen habe (seit 2002 zuvor weniger starke), ist jeder Tag der 26 Jahre ein Kampf.

  Andere Menschen haben es auch nicht leicht, ("jeder hat sein Päckchen zu tragen") das ist aber eine zusätzliche Belastung.

  Leider haben hier einige geantwortet, ohne wirklich Ahnung von chronischen Erkrankungen zu haben. Eine Depression ist beispielsweise, wenn man zu jemandem sagt: "Du hast Famile, Freunde, einen guten Job und bist gesund, was willst Du noch?" Und der Depressive Antwortet: "Ja, aber..." 

  Ein depressiver Mensch sieht Probleme, wo keine sind und/oder macht sie wesentlich größer.

   Mir ist klar, dass es viele Länder gibt, in denen ich bereits nicht mehr am Leben wäre. Als Mensch, der das Privileg hat in Deutschland zu leben erhält man viele Vorteile, ist quasi von Geburt an geadelt (oder mit der Einbürgerung), zum Teil auch wenn man nur eine zeitlang hier leben darf.

  Das war und ist mir jederzeit bewusst. Das meine Worte, auch wenn ich viel geschrieben habe, meine Situation nicht adäquat beschreiben und auch mich nicht, ist mir klar. Ich habe nicht mehr die Kraft etwas wahrhaft produktives zurückzugeben.

  Mir ist bewusst, das jeder Mensch ein recht auf leben hat und da seine eigenen Entscheidungen treffen kann und muss.

  Wie ich bereits an anderer Stelle geantwortet habe geht es mir nicht so sehr um eine neue Freundin. Und würde da auch nicht unterscheiden zwischen gesund und krank. Es kann durchaus sein, dass jemand gehandicabtes noch mehr leidet, jemand gesundes von jemand kranken profitiert. Das weiß man leider nie im vorraus, wie erwähnt, geht es mir auch nicht darum.

 

 

0

Viele körperbehinderte führen eine glückliche Partnerschaft...
Ich glaube das bei dir eher die Psyche ein Problem ist!
DU bist unzufrieden mit DIR - wie soll dann eine Partnerin mit dir zufrieden sein?
Solange DU dich nicht liebst wird es auch keine andere können!

Hallo Repwf,

  hier muss man zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden. Die Wirkung ist durch das von mir geschriebene überdeutlich. Ich mache mir Gedanken über die Ursache(n). Und erläutere einige meiner Gedanken dazu im folgenden.

  Ja, es gibt viele die in glücklichen Beziehungen leben. Aber Körperbehinderungen sind nicht alle gleich.

  Meine Freundin beschloss irgendwann, dass ich der Grund dafür bin, dass sie nicht glücklich ist, vermochte es mir nicht zu sagen. Ja, das ich kaum mehr lache, das war zu einem Zeitpunkt als wir bereits weniger Sex hatten und der Grund für das weniger lachen meinerseits. Einen weiteren Grund nannte sie mir nach der Trennung, den habe ich erwähnt.

  Mir ist klar, dass so etwas häufig vorkommt. Menschen treffen eine Entscheidung und begründen sie. Das muss nicht stimmen, man muss es nur selbst glauben können.

  Mir ist klar, dass Euch da einige Informationen fehlen. Bekannt ist sicherlich: Meist Männer können dann machen was sie wollen, wenn sie nicht der Prinz sind, den die Frau sich erhofft, dann ist nichts gut genug.

  Das schafft Distanz und Rechtfertigung für die agierende Person. Und vielleicht wurde es in meinem Fall verstärkt, da sie mich durchaus auch als psychologisch Kompetent eingestuft hat. Doch die Zeichen, die sie sandte habe ich nicht erkannt. Kritik hier und da. Ich habe es eben lediglich als gelegentlichen frust und Kritik hier und da verstanden. Dass sie von meinem Beruf (Börse) nie viel hören wollte, da es ihr zu komplex war, ok. Meine Leistungen dort hat sie auch nicht mitbekommen. Das macht es einfacher schlecht zu denken, wobei das meist schon einfach genug ist.

  Das ich half, wenn sie scheiterte und mich stehts erfolgreich einschaltete, spielte keine Rolle. Ich war verantwortlich. Ich bin nicht der erste Mann dem das passiert ist und auch nicht der letzte.

  Ich habe keinen Führerschein. Klar könnte ich einen machen. Wenn ich einige Stunden sitze geht es mir so schlecht, dass ich mehr starke Medis nehmen muss, was fahren nicht empfehlenswert macht. Klar ich habe kein Fahrverbot. Ich darf. Soll ich? Schonmal wirklich, wirklich heftige Schmerzen gehabt? Auch mit denen sollte man vielleicht nicht fahren. Aber was solls...

  Aber im Grunde: Klar, was bringt es einigermaßen erfolgreich bei so etwas wie Börse zu sein? Weniger Geldsorgen...

  Das ist für viele ein toller Grund zum leben... Aber warum? Weil man sich Dinge leisten kann. Man kann aber nicht gesund werden dadurch, auch wenn viele das glauben. Fragt mal Steve Jobs... Die Milliarden haben ihm auch nichts gebracht.

  Deshalb Frage an Dich Repfw: Warst Du schon einmal schwer krank? Hattest Du mal längere Zeit starke Schmerzen? Wie lang?

  Zum Abschluß: Ja, ich mag mich. Das ändert nichts daran, dass ich sehe, dass ich weniger zu geben fähig bin.

  Das i von liebenswert war in Klammern gesetzt, da lebenswert das wichtigere wahr. Ich hätte es auch weglassen können, aber es spielt durchaus eine Rolle.

  Wer Kinder hat, würde er oder sie es sich wünschen? Auch wenn man ein im Grunde guter Mensch ist? Man wünscht anderen Gesundheit nicht ohne Grund. Im zweifelsfall wählen alle die Gesunden.

  Es gibt ohne Frage viele Menschen, die charakterlich schlechter sind als ich. Aber was zählt das in der heutigen zeit?

  Es ist leicht gesagt: "Sehr viel". Aber im Zweifel wird man dem eigenen Kind, dem Freund oder der Freundin abraten. Und ja, auch ich würde das tun...

 

0

Was möchtest Du wissen?