"Nicht-kontingente Erkenntnisse" im Kontext der Philosophie- wie genau zu verstehen?

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2 Antworten

kontingent = nicht notwendig aber möglich,

"Selbst die Wahrnehmung der Welt ist kontingent, ein Individuum kann also beispielsweise den Wald so, aber auch anders wahrnehmen: Einer wird das zu verarbeitende Holz und den Gewinn daraus wahrnehmen, ein anderer die Idylle und das Vogelgezwitscher. Keiner kann von sich behaupten, seine Wahrnehmung sei die einzig mögliche und richtige. Und keiner kann sicher voraussehen, wie der andere diesen Wald nun wahrnimmt aufgrund der Kontingenz des anderen."

Wikipedia, Kontingenz, auch dort:

"Niklas Luhmann definierte den Begriff wie folgt: „Kontingenz ist etwas, was weder notwendig ist noch unmöglich ist; was also so, wie es ist (war, sein wird), sein kann, aber auch anders möglich ist. Der Begriff bezeichnet mithin Gegebenes (zu Erfahrendes, Erwartetes, Gedachtes, Phantasiertes) im Hinblick auf mögliches Anderssein; er bezeichnet Gegenstände im Horizont möglicher Abwandlungen.“

Nietzsche z.B. liebt kontingente Erkenntnis, weil er Phänomene gerne aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und teils dabei sogar zu gegensätzlichen Ansichten kommt.

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Vielen Dank Berkersheim.

Dann gibt es also für die Gegenstände, wenn man sie ausserhalb der Höhle unter der Sonne sieht, nur noch eine mögliche, die richtige Wahrnehmung. Die Erkenntnisse sind nicht-kontingent, weil es keine unterschiedliche Perspektiven mehr gibt.

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