Nicht gelähmt, trotzdem im Rollstuhl. Meinungen

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6 Antworten

Hallo KatjaXY, ich bin nun mal ein bisschen und viel älter als du, aber es ist natürlich eine etwas andere Sache, denn ich bin Beinampothiert und halte mich auch sehr viel im Rolly auf. Denn auch wie du sagst, geht manches doch besser vom Rollstuhl aus. Ich finde warum sollte es dir dumm vorkommen, wenn es dir dadurch aber besser geht, solltest du es ohne welche neben Gedanken machen, es ist dein Leben und du weißt um deine Probleme, dann kannst du es auch so gestallten, wie es dir damit ,,Besser" geht. Denn du brauchst nicht gelähmt sein um im Rolly zu sitzen, denn aus spaß sitzt da keiner gerne drinne. Es gibt daher viele Krankheiten, die mit Lähmung nichts zu tun haben und trotzdem im Rolly ( Rollstuhl ) verweilen müssen. LG.KH.

Hallo...ja ich kenne auch welche die den Rollstuhl benutzen müssen aber dabei nicht gelähmt sind. Sie alle können kurz stehen oder gehen sind aber immer auf fremde Hilfe angewiesen. Auch sie hatten es schwer den Rollstuhl anzunehmen, mittlerweile ist es ein Gerät um den Alltag besser zu bewältigen ohne das man Angst haben muss hinzufallen oder ähnliches. Sicher ist auch mit einem "Rolli" nicht alles einfach, es ist nicht alles barrierefrei trotzdem ist es gut das es solche Hilfsmittel gibt. Ich denke grade an einen Bekannten der sich ohne den " Rolli " nur zuhause bewegen könnte und es ist schön das er mit dem Rolli am Leben draussen teilnehmen kann und es ist ihm auch mitterweile egal was die anderen denken wenn er mit Rolli kommt und dann plötzlich aufsteht und ein paar Schritte geht. Also Katja keiner sitzt gerne im Rollstuhl und schon gar nicht freiwillig, nimm ihn als Hilfmittel für dein Leben und lass die anderen denken was sie wollen. Ganz liebe Grüße ettig

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wie lenkt man richtig einen rollstuhl

ja, ich kenne auch solche rollstuhlbenutzer, die da nicht immer rein müssen... es ist eine sache des annehmens. es gibt dinge, die muss man annehmen für sich, auch wenn sie nicht so eindeutig sichtbar sind, das gilt z.b. auch für seelische behinderungen. es ist natürlich viel leichter bei einer ganz offensichtlichen sache, aber gut, die haben wieder andere probleme. jeder muss letztendlich alleine damit klarkommen in seinem inneren. je besser du es annehmen kannst, dass du in solchen situationen den rollstuhl brauchst, desto weniger wird es eine frage für dich sein, desto freier kannst du deinen tag gestalten. alles gute dir*

Ich bin nicht gelähmt und kann mich sogar in der Wohnung ohne Gehilfe bewegen habe aber einen E-Rolltuhl den ich bei längeren Strecken außerhalb der Wohnung nutze. Es kommt halt auf die Behinderung/Erkrankung an die man hat. Wenn du Probleme bei der Fortbewegung hast und ein Rollstuhl dir mehr Lebensqualität gibt warum solltest du ihn nicht nutzen.

Ja ein guter bekannter saß ohne gelähmt zu sein im Rollstuhl. Er bekam, sobald er austehen wollte heftige Anfälle. Im rollstuhl war das kein Problem und er konnte am leben teil haben.

Rollstuhl ist nicht nur für Gelähmte sondern für alle, die mit dem laufen (auch mit Gehhilfe) Probleme haben die nicht so bewältigen sind.

Wenn Dir der Rolli verschrieben wurde dann sei dankbar und nutze ihn. Egal wer dumm guckt.

Es geht um Deine Gesundheit.

Auf den ersten Blick eine brauchbare Antwort... allerdings ganz fürchterlich durchbrochen durch die Aufforderung "dankbar" zu sein, die für jeden Krüppel im Kampf um selbstbestimmtes Leben eine Ungeheuerlichkeit darstellt.

Sorry, aber das bin ich einem guten Freund schuldig...

http://www.marburg.de/sixcms/media.php/20/Leben%20und%20Wirken%20von%20J%FCrgen%20Markus%20.pdf

Ob wer auch immer in den Rollstuhl gehört, dürfte zweitrangig sein.

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@lastgasp

Mit dem Wort Krüppel wäre ich ganz vorsichtig, er kann je nach Situation sehr beleidigend wirken und bei falsche Anwendung sogar böse schmerzen verursachen. Es ist eines wenn ein Betroffener diese Wort gebraucht etwas anderes ist es wenn dies ein Mensch ohne Behinderung nutzt. Ich weiß das, das Wort Krüppel früher gängig war nur hat es halt einen Bedeutungswandel erfahren und ist heute eher eine Beleidigung, Dies nur als Hinweis weil du dich bei Kerze69 über eine unglückliche Formulierung aufregst,

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@Anton96

Ich weiß das, das Wort Krüppel früher gängig war nur hat es halt einen Bedeutungswandel erfahren

Exakt diese vermeintliche Gutmenschenlesart (man darf sie ignorieren, diskriminieren, mit Aktion Sorgenkind / Mensch benebeln, als junge Behinderte in Altenheime abschieben, aber man darf sie nicht Krüppel nennen) kam mir bei meiner Polemik in den Sinn, als ich für den o.e. Jürgen Markus in die Bresche gesprungen bin, die er vor 4 Jahren unter anderem wegen Kürzung seines Pflegegeldes hinterlassen hat. Er war schon vor über 30 Jahren Mitinitiator des Krüppelmanifestes der entsprechenden Krüppelinitiative in Marburg/Lahn. Hierbei ging es um die Forderung nach einem selbstbetimmten Leben als behinderter Mensch.

Die Funktion der provokativen Übernahme von Begriffen der Unterdrücker durch die Benachteiligten (Nigg..) muss ich Dir hoffentlich nicht erklären oder es hätte vermutlich keinen Sinn.

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@lastgasp

Zu deiner Information ich habe selber eine Behinderung und wer mich nicht nur im Spaß Krüppel nennt hätte eine Anzeige wegen Beleidigung am Hals. Du berufst dich auf eine sehr überschaubare Gruppe von Menschen mit Behinderung, die meisten die ich kenne halten das Wort Krüppel eher für eine Beleidigung. Das wir in Deutschland, was das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderung angeht noch viel Verbesserdungsbedarf haben steht außer Frage.

Ja die Formulierung

Wenn Dir der Rolli verschrieben wurde dann sei dankbar und nutze ihn. Egal wer dumm guckt.

ist beschissen ohne Frage.

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@Anton96

Eines noch nutze doch mal das Wort (Nigg..) was glaubst du was dir da unter Umständen passiert? Es ist eines wenn Betroffene ein Wort nutzen etwas anders kann es aber sein wenn nicht Betroffene es nutzen.

Ich hoffe das ich dir das nicht erklären muss oder es hätte vermutlich keine Sinn. :-)

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