Nicht ganz ein agnostischer Theist?

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2 Antworten

Du bist ein Agnostiker. Da musst du nicht gross weitersuchen.

Ein Agnostiker verneint weder, dass er Wissen kann ob es einen Gott gibt - noch streitet er die mögliche Existenz ab. 

Er kann durchaus Demut vor der Schöpfung und Ehrfurcht vor der Komplexität des Universums haben - und sagen: Das ist Göttlich!.

Ein Agnostiker wird aber niemals die heute bestehenden Religion und heiligen Schriften als von Gott gegeben anschauen. Er ist im Gegenteil einer der härtesten Kritiker.

Berühmtestes Beispiel: Albert Einstein

„Ich habe wiederholt gesagt, dass die Idee eines personengebundenen Gottes meiner Meinung nach eine kindische ist,“ schrieb er einem Mann, der mit ihm in den 1940er Jahren zweimal über das Thema korrespondierte, „Sie können mich als Agnostiker bezeichnen. Aber ich teile nicht den kämpferischen Geist des Atheismus. (…) Ich bevorzuge eine demütige Haltung entsprechend der Schwäche unserer intellektuellen Erkenntnis der Natur und unseres eigenen Daseins.“

Mit dieser Einstellung darf man auch durchaus darauf hoffen dass es einen Gott gibt - Einer welcher eben nicht kindisch ist und darauf beharrt das man ihn liebt :-) Solche niedere Eigenschaften haben nur Menschen und die erschaffen keine Singularitäten.

Hallo,

so eine Definition ist schwierig. Objektiv gibt es wahrscheinlich keine einzigwahre Definition für deine Einstellung. Da auch sehr gläubige Christen nur GLAUBEN, dass es Gott gibt, müsste man sowieso eine willkürliche Grenze ziehen, um zu entscheiden, ob diese nicht auch als ''agnostische Theisten'' zu bezeichnen wären.

Dazu kommt noch die Frage, ob es Wissen überhaupt gibt. Ich halte ja eher die Auffassung, dass wir für alle Dinge, bis auf die eigene Existenz, einfach nur vermeintliche Wahrscheinlichkeiten abschätzen, für recht einleuchtend (Siehe dazu ''Gehirn im Tank'' Gleichnis).

Viele Grüße

RKATHOLIK

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