Nicht ernst genommen als arabische Christin?

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Als Christ würde ich den Herrn niemals als Allah bezeichnen, allerdings ist wohl die Übersetzung von "Allah" "der Gott", da bin ich ganz bei dir. Und die Muslime waren diejenigen, welche das vor allem auch hier in Deutschland propagiert haben. Sie haben diese Art des Übersetzens zum Missionieren verwendet um auf "Gemeinsamkeiten" zu verweisen und sich Christen zu nähern um diese zu Missionieren.

In diesem Moment erleben wir auch eine gewisse Absurdität. Du stößt auf eine muslimische intoleranz, welche sehr weit verbreitet ist. Der Islam wird propagiert als eine Religion des Friedens, der Weltoffenheit und der Liebe gegenüber allen Menschen. Das ist jedoch falsch. Die Schriften sind voller Verachtung.

>>98.6 Wahrlich, jene, die ungläubig sind unter dem Volk der Schrift und die Götzendiener werden im Feuer der Dschahannam sein; ewig werden sie darin bleiben; diese sind die schlechtesten der Geschöpfe.<<

>>8.55 Gewiß, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die, die ungläubig sind und (auch) weiterhin nicht glauben,<<

>>3.110Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift glauben würden, wäre es wahrlich besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler.<<

>> 48.29 Muḥammad ist Allahs Gesandter. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen gegenüber hart, zueinander aber barmherzig. Du siehst sie sich verbeugen und niederwerfen, indem sie nach Huld von Allah und Wohlgefallen trachten. Ihr Merkmal steht auf ihren Gesichtern durch die Niederwerfung. Das ist ihr Gleichnis in der Thora. Und ihr Gleichnis im Evangelium ist das eines Getreidefeldes, das seine Triebe hervorbringt und dann stärker werden läßt, so daß sie verdicken und ebenmäßig auf ihren Halmen stehen, so daß es den Anbauern gefällt. (Dies,) damit Er die Ungläubigen durch sie ergrimmen lasse. Allah hat denjenigen von ihnen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn versprochen.

Im Grunde genommen ist das Zitieren aus dem Koran an dieser Stelle absurd, denn jeder weiß es insgeheime, der Islam wird geprägt von einem faschistoiden Charakter. Was man jedoch wissen muss ist, dass der Islam zutiefst verfeindet mit dem Christentum ist. Sure 9.29 wurde "offenbart" als Mohammed seinen Feldzug gegen Tabuk führte. Einen Angriffskrieg gegen das byzanthienische Reich.

>>9.28 O die ihr glaubt, die Götzendiener sind fürwahr unrein, so sollen sie sich der geschützten Gebetsstätte nach diesem, ihrem Jahr nicht mehr nähern! Und wenn ihr (deshalb) Armut befürchtet, so wird Allah euch durch Seine Huld reich machen, wenn Er will. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise. 9.29 Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen – von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde –, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind! 9.30 Die Juden sagen: „ʿUzair ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Al-Masīḥ ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen! 9.31 Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masīḥ ibna Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen. 9.32 Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masīḥ ibna Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen. 9.33 Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religion zu geben, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.<<

Es ist sicherlich ein schreckliches Gefühl abgelehnt zu werden und ich verstehe deinen Wunsch von den anderen akzeptiert zu werden, allerdings darf man sich keiner Illusion hingeben, der Islam ist nicht das als was man ihn darstellt!

Was ich an dieser Stelle auch anmerken möchte ist, dass "Allah" auch mit den Charakteristiken eines Eigennamens verwendet wird, dies sollte man im Auge behalten, wenn man "Allah" als Gott verwendet.

Noch zusätzliches Material um die Koranpassagen zu bewerten, die ja ziemlich eindeutig sind:

>>12.1 Alif-Lām-Rā. Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.<<

>>27.1 Ṭā-Sīn. Dies sind die Zeichen des Qurʾāns und eines deutlichen Buches,<<

>>Sahih Muslim 30 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich gegen die Menschen solange kämpfe, bis sie sagen: la ilaha illal-lah (Es gibt nichts anbetungswürdigeres außer Allah). Wer dann dies sagt, der rettet sein Vermögen und sein Leben vor mir, es sei denn, dass er gegen das Recht verstößt; und seine Rechenschaft ist (letzten Endes) Allah überlassen.<<

>>Sahih Al-Buchari 2785 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: „Nenne mir eine Tat, die dem Dschihad gleich ist!“ Der Prophet sagte: „Eine solche finde ich nicht!“ Der Prophet fuhr dann fort: „Kannst du es verkraften, wenn der Kämpfer (Mudschahid) für den Kampf aufbricht, dass du in die Moschee gehst und dort betest und nicht aufhörst und aber auch fastest, ohne dein Fasten zu brechen?“ Der Mann sagte: „Und wer kann so etwas tun?“ ...“<<

>>Sahih Al-Buchari 2795 Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Kein Mensch, der bei Allah etwas Gutes zu erwarten hat, und auf das er sich freut, würde nach seinem Tod wünschen, dass er zur Welt zurückkehrte, auch dann, wenn ihm die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde. Ausgenommen davon ist der Märtyrer (Schahid), der auf Grund der Vorzüglichkeit des Martyriums (Schahada), sich freuen würde, wenn er zur Welt zurückkehrte und nochmal (für Allah) umkäme.“<<

>>Sahih Al-Buchari 2797 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagen: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich - wenn keine gläubigen Menschen da wären, die sich nicht wohlfühlten, wenn sie (für den Kampf) hinter mir zurückbleiben müssten, weil ich nichts (an Reittier) fände, auf dem ich sie tragen könnte -, nie bei einer Kampftruppe fehlen würde, die auf dem Weg Allahs aufbricht. Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich mir so sehr wünsche, dass ich auf dem Weg Allahs umkomme, alsdann wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, dann wieder auf dem Weg Allahs umkomme.“<<

Du hast arabische Wurzeln? Interessant, denn wenn Du z.B. den Ableger von einem Pflänzchen woanders einpflanzt, dann schlägt es dort seine Wurzeln aus. Du bist arabischer Abstammung, doch wenn Du hier aufgewachsen oder gar geboren bist, dann sind Deine Wurzeln wohl eher hier. Deine Eltern haben Dir ganz natürlich einen Teil oder vielleicht auch viel von ihren Gebräuchen und Sitten mitgegeben, denn diese haben arabische Wurzeln.

Das Problem von Migrantenkinder ist so oder so die Religion. Ich habe mich niemals darum geschert, wer katholisch, evangelisch oder halt auch muslimischen Glaubens war, doch die Auslebung heutzutage ist nicht mehr feierlich. Muslime meinen, dass sie die einzigen wertvollen Menschen seien, doch mir kommen da immer mehr Zweifel auf und bestimmt ist es eher umgekehrt.

Warum ist es Dir denn so wichtig, dass andere Kinder oder Jugendliche Dich toll oder eben gut finden?

Amerika ist ein Einwanderungsland, denn es wurde fast komplett mit neuen Menschen besiedelt und dort bezeichnen sich die Menschen als Amerikaner und haben sicherlich auch das Wissen, aus welchen Ländern ihre Vorfahren stammen.

Woher Deine Eltern stammen ist reichlich egal und Du möchtest hier als Araberin gelten, dann wirst Du wohl den Glauben wechseln müssen oder eben Deine Unterhose.

Geh Deinen Weg, schließe Dich anderen Menschen an und verfolge Deine Ziele. Wer Dich nicht akzeptieren möchte, weil Du andersgläubig bist, den solltest Du meiden. Diese jungen und unwissenden Menschen folgen einfach und Du hast die Wahl, die nicht und sie sind ganz bestimmt auch nicht besser als Du.

Vielleicht liest Du mal das Buch "Die Welle" und dann wirst Du bestimmt verstehen, was unter den Muslimen so abgeht.

Für mich bist Du Christin , Du bist nie weniger als andere Menschen . Und ich glaube niemand hat das Recht Dich zu verurteilen . Jesus lehrte es. Verurteile nicht , damit auch Du nicht verurteilt wirst. Gott wird Dich Schützen im Namen Jesus .

Wenn Muslime Dich fertig machen , zeigt das nur, dass DU den richtigen Glauben LEBST .

Denn Muslime haben auch nicht das Recht andere Menschen zu verurteilen und zu erniedrigen . Die Dich da verurteilen , kennen den Koran nicht und nennen sich Muslime.

Gott lehrte die Nächstenliebe, in den alten Schriften und Jesus , tat es auch . Nicht nur das, darüber hinaus lehrte er , dass wir auch für Feinde Gutes tun sollen und für sie beten sollen. Das ist die Feindesliebe. Halte Dich nah an Gott und zieh Dir nie so ein häßliches Kleid an , wie die Muslime, die sich Muslime nennen ,aber die Lehre von Gott nicht kennen.

lieben Gruß

Araber zu sein ist eine ethnische Zugehörigkeit. Moslem oder Christ zu sein ist eine Religionszugehörigkeit. Insofern gibt es keinen Grund, nicht beides vereinen zu können.

Die Sache mit "In sha allah" ist etwas anderes (soweit ich das nachvollziehen kann): vom Stamm her ist es ein Bekenntnis seines Glaubens, dass man betont dass nicht man selbst für das gute Ausgehen von zufälligen Entscheidungen verantwortlich ist bzw alles in seiner Macht stehende getan hat und die restliche Entwicklung von Gottes Wohlgefallen abhängt.

In diesem Kontext könnten gläubige Moslems argumentieren, du sollest nicht vorgeben an Allah (als Gott des Islam) zu glauben und dein Schicksal in seine Hände zu legen wenn du nicht glaubst dass Allah als Gott des Islam Macht über dein Leben hat, bzw Phrasen ihres Glaubens zu übernehmen.

Bei anderen Phrasen kann ich das verstehen, aber so wie ich das verstanden habe wird "In sha allah" im arabischen Kulturraum ganz flüssig und selbstverständlich in die Alltagssprache mit eingebaut. Zudem ist es ja einfach nur das arabische Äquivalent zu "so Gott will" - den selben Glauben an die Macht Gottes über die zukünftige Entwicklung gibt es ja auch im Christentum. Und wenn ein Franzose genau so "Mon Dieu" sagen darf wie ich "mein Gott", dann darfst du genauso "so Gott will" auf Deutsch wie "In sha allah (Gott des Christentums)" auf Arabisch sagen.

Zu deinen Anmerkungen zum Christentum im Libanon: der Libanon hat nicht nur eine Jahrtausendealte Tradition des Christentums, die über das Bestehen des Islam generell hinaus geht: Auch heute sind ca 40% (Schätzung, da es im Libanon seit 1985 keine Volkszählungen gab) der Libanesen Christen. Bei der letzten Volkszählung waren (ja, okay, laut Wikipedia) sogar über 50% der Libanesen Christen - bei 95% arabischstämmiger Bevölkerung. Ich gebe dir also damit Recht, dass man nicht so tun kann als sei es nicht möglich gleichzeitig Araber und Christ zu sein, Millionen Menschen leben so.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg finden kannst, es ist nicht immer leicht in einem kulturellen Spannungsfeld seine Identität zu wahren und damit akzeptiert zu werden. Ich hoffe, ich konnte dich versichern dass ich es gut finde dass du sowohl zu deiner Ethnie als auch zu deiner Religion stehst, und dass dein Umfeld lernt dich so zu tolerieren wie du dich siehst :)

Danke, dass du dir Zeit genommen hast mir zu antworten. Vielen Dank!

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Unwissende sind das... christlicher Araber sind zwar eine Minderheit in der arabischen Welt (wohl nicht einmal 1%) aber die verstehen noch nicht einmal, das Allah für die Christen auch Gott bedeutet, weil Sie eben keine Ahnung haben.

Wenn ich In sha allah sage höre ich schon das genervte Seufzen meiner Mitschüler wie: „Hör doch auf! Du bist Christ!“, und ich denke mir nur so: Ja, ich bin Christ, aber habe trotzdem arabische Wurzeln!

Selbst arabisch sprechende Juden sagen Inshallah aber auch hier glaube ich, dass die das, wie viele Deutsche, einfach nur nicht verstehen, da der Deutsche auch "so Gott will" sagt.

1. Zu viele Menschen besitzen nicht das Recht über mich zu urteilen!

Niemand darf über dich unterteilen, nur Gott.

2. Ein Beispiel: Der Libanon war früher auch sehr christlich! Leute denken heute aber, dass es dem immer schon Islam gehörte? Nein. Es war auch mal Christlich.

Libanon kannst du vergessen! Alle unsere Vorfahren waren höchstwahrscheinlich Christen oder Juden aber das Problem bei den Arabern ist, dass das auf der Hand aufgezählt werden kann. Es gibt rund 450 Millionen Araber (die gesamte EU hat etwa 550 Millionen Einwohner) und der Libanon ist eben bedeutungslos mit seinen 6 Millionen Einwohnern, wo die Hälfte nicht einmal christlich ist.

Das soll nicht beleidigend sein oder die christlichen Araber verurteilen/angreifen aber Araber gehen heute gar nicht mehr davon aus, dass das ein Christ sein könnte, wenn er Araber ist, mit Ausnahme von den bekannten christlichen Orten.

3. Ich will als echte Araberin gesehen werden, doch irgendwie klappt das nicht und die Muslimen machen mich fertig!

Die Araber und ich rede bewusst von den Arabern und nicht von Muslimen, mussten durch die Christen sehr viel leid hinnehmen. Die ganzen Länder unten haben nicht grundlos einfach Linien in der Grenze und deshalb haben viele (nicht alle) großes Misstrauen. Araber sein hat nichts mit dem Glauben zu tun aber wie gesagt, die haben keine Ahnung, deshalb wirst du von den nicht verstanden.

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