Nicht eingetragenes Wohnrecht im Grundbuch

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2 Antworten

Verfügungen über Immobilien bedürften grundsätzlich der notariellen Beurkundung. Insoweit müßte es für das Wohnrecht einen Notarvertag geben. Es aber auch Außnahmen, so kann in ein eigenhändiges Testament natürlich auch über Immobilien verfügt werden.

was nur in einem Erbschein Antrag von 1992 festgehalten ist, ins Grundbuch eintragen zu lassen.

Die Frage ist, woher das Wohnrecht eigenlich stammt, wenn es kein Testament gibt. Ein Erbschein hat nur rechtsbezeugende Wirkung und keine rechtserzeugende Wirkung. Das Wohnrecht kann also schlecht aus dem Erbschein stammen. Und der Antrag ist sowieso irrelevant, entscheiden ist, was im Erbschein steht. Er kann doch in den Antrag reinschreiben was er will.

Hat er überhaupt einen Anspruch?

Dazu müßte man wissen, wie er seinen Anspruch auf das Wohnrecht begründet.

Verkaufspreises oder er will uns verklagen.

Er sollte erstmal einen Anwalt aufsuchen und seine Forderungen begründen.

anni277 25.02.2012, 00:09

Das Wohnrecht hat unsere Oma ( Onkels Mutter) in dem Erbschein ANTRAG festegehalten( das ist auch das einzige Papier was existiert), die zugleich die Immobilie meinem Cousin und mir je zur Hälfte vermacht hat und nur das ist ins Grundbuch eingetragen worden. Nachdem wir jetzt die Immobilie veräussert haben und uns die Summe je zu 1/2 geteilt haben, kommt jetzt meine Onkel ins Spiel der auf "sein 1/3 beharrt, weil ihm ja das Lebenslange Wohnrecht eingeräumt wurde und er meint das er seinen Teil haben will, weil wir ohne ihn gar nicht hätten verkaufen dürfen...meint er....

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ichweisnix 25.02.2012, 13:20
@anni277

Das Wohnrecht hat unsere Oma ( Onkels Mutter) in dem Erbschein ANTRAG festegehalten( das ist auch das einzige Papier was existiert)

Dem Erbscheinantrag dürfte es schon an der notariellen Beurkungung mangeln.

sein 1/3 beharrt, weil ihm ja das Lebenslange Wohnrecht eingeräumt wurde und er meint das er seinen Teil haben will, weil wir ohne ihn gar nicht hätten verkaufen dürfen.

Das ist doppelt falsch. Ein Wohnrecht kann weder einen Verkauf rechtlich verhindern, noch vermittelt es irgendeinen Zahlungsanspruch. Es handelt sich um ein reines Recht auf Duldung der Nutzung.

Man wird allerdings nur schwerlich einen Käufer für eine Immobilie mit einen im Grundbuch eingetragen Wohnrecht finden. Bei einen im Grundbuch eingetragen Wohnrecht würde man sich demnach vor dem Verkauf einigen müssen um das Wohnrecht auszutragen.

Selbst wenn er also tatsächlich ein Wohnrecht hätte, was bei Ihren Ausführungen nicht mal ansatzweise erkennbar ist, dann müßte er diese gegen den neuen Eigenümer geltend machen.

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Er ist nicht im Grundbuch eingetragen, es existiert kein Testament - was will dein Onkel eigentlich? Lass ihn doch klagen, es kommen Kosten auf ihn zu und er verliert!

anni277 24.02.2012, 23:38

Er denkt das sein Erbscheinantrag ausschlaggebend ist. Aber meines Wissens ist der Antrag alleine wertlos?! Er hätte sich doch damit ins Grundbuch eintragen lassen müssen?!

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