Nicht eingetragene Erbwaffe verkaufen?

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7 Antworten

Hier müssen sie Eigentum und Besitz unterscheiden. Im Waffenrecht ist der Erwerb und Besitz, d.h. tatsächliche Sachherrschaft geregelt.

Zunächstmal ist die Tatsache, da nicht eingetrage Waffen geerbt wurden, der zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.

kann er sie stattdessen an einen Erwerbsberechtigten verkaufen,

Ein Verkauf ist nicht notwendig, nur eine Besitzaufgabe. Sie müssen die Waffen und Munition einen Berechtigten überlassen.

Und nachdem sie die Polizei abgeholt hat? Geht das dann immer noch, oder ist Eile geboten?

Durch das Abholen der Waffe verlieren sie zunächstmal nur den Besitz, also die tatsächliche Sachherrschaft und nicht das Eigentum(srecht) an der Waffe. Soweit sie die Waffe der zuständigen Behörde angezeigt haben, bleiben sie aber Eigentümer der Waffe. Haben sie z.B. einen Käufer der die waffe rechtmäßig besitzen kann, dann kann dieser die Waffe auch wieder abholen.




Erbrecht hast du nur auf Güter, die nicht illegal sind. Hat der verstorbene Vater 100 KG Koks, dann hat der Sohn/Tochter/Frau etc. kein Erbrecht. Hat der Vater eine Waffe illegal besessen (egal ob Granatwerfer oder .22er) hat der Sohn/... kein Erbrecht. Wenn der Vater eine Waffe hatte, und die war in eine WBK eingetragen, dann hat der Erbe ein Erbrecht. Dann kann der Sohn... als sachkundiger Sportschütze mit Eignung, Waffenschrank... die Waffe bekommen.

Oder Thema Erbwaffenblockierung...

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Da die Waffe nicht im Nationalen Waffenregister registriert ist kann sie auch nicht vererbt oder legalisiert werden. Entweder sie behalten die Waffe und bewahren stillschweigen oder sie lassen die Waffe von der Polizei abholen. Dann wird sie vernichtet. Eine andere Option gibt es aktuell nicht.

Und warum schreiben hier einige, dass die Waffe (an einen Berechtigten) doch verkauft werden kann? Gibt es keine Klarheit mehr im deutschen Waffengesetz?

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Wenn die Waffe wegen des Kalibers nicht eintragungsfähig ist kann es doch auch keine anderen Erwerbsberechtigte geben? Welches Kaliber soll das sein?

Um die Waffe zu legalisieren käme mir nur in den Sinn sie als Scheuenfund zu verkaufen, dazu würde ich mich an einen Anwalt wenden.

Es war Illegaler Besitz und bleibt Illegaler Besitz . Am besten so schnell wie Möglich beim Ordnungsamt abgeben . ( Solche Fragen erst gar nicht ins Netz stellen )

Die Polizei oder auch die Mitglieder eines Sportschützenvereins können da weiterhelfen. Man kann die Waffe schußuntauglich machen lassen, und als "Andenken" behalten. 

Oder: Sie machen einen Jagd/Waffenschein, und dürfen die Waffe, wenn sie entsprechend im Waffenschrank aufbewahrt wird, behalten.

Und nachdem sie die Polizei abgeholt hat? Geht das dann immer noch, oder ist Eile geboten?

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@schloagmidot

Mmmm, jetzt komme ich ins Grübeln. Ich hatte mal einen Jagdschein, bzw. Waffenbesitzkarte, aber das liegt lange zurück, und ich habe diese Scheine nicht verlängern lassen. Soweit ich aber weiß, darf man keine Waren veräußern die man nicht rechtmäßig besitzen darf. Auch wenn zwischen dem Ableben des ursprünglichen Eigentümers und dem Verkaufen der Waffe an jemanden mit einem gültigen Waffenschein, nur einen Tag liegt, darf er die Waffe in der Zeit nicht verkaufen, denn er handelt ja dann mit etwas was er gar nicht besitzen darf. Außerdem muss der Käufer nachweisen können, woher er die Waffe bezogen hat, und er kann also die Quelle nicht verheimlichen, Er könnte natürlich sagen, "auf dem Flohmarkt gefunden", aber das glaubt erstens keiner, und weiter könnte es ja sein, dass die Waffe irgendwo registriert ist, und dann gibt es erst recht ein Problem.

Ich würde den vorgeschriebenen Weg gehen, und die Waffe stilllegen lassen.

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@Schwervelke

Soweit ich aber weiß, darf man keine Waren veräußern die man nicht rechtmäßig besitzen darf. 

Das klingt schlüssig, so hätte ich das auch vermutet. Kein Eigentum, kein Verkauf. Mir ist noch nicht ganz klar, ob auch das Recht, die Waffe im Namen des Verstorbenen veräußern zu dürfen, vererbbar ist. Denn Rechte werden ja auch vererbt und der Erbe darf z.B. Verträge kündigen. Das ist schon fast ein Fall für einen Anwalt, würde ich sagen.

Setzt man noch eins drauf, bliebe zu sagen, was wäre wenn die Waffe noch vor dem Tod des Vaters gestohlen worden wäre, und nach dem Tod wieder auftaucht, und deswegen nun bei der Polizei liegt, die die Herausgabe natürlich dann verweigert. Dann hätte der Dieb ja nicht mal was gestohlen. Denn wenn die Waffe keinen (Erb)Wert hat, ist der Wert des Diebstahls NULL, und damit wurde keines Menschen Eigentum geschmälert. Diebstahl ist aber nun mal an Eigentum gebunden .... ich bin mit den rechtlichen Konsequenzen noch nicht ganz grün

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@Schwervelke

Ich würde den vorgeschriebenen Weg gehen, und die Waffe stilllegen lassen.

Bedeutet, dass dich der Büchsenmacher bei den Behörden meldet, weil er eine illegale Waffe nicht in sein Buch eintragen kann, sowas kostet ihn seine Lizenz..

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Um welches Land geht es denn? Was heißt nicht eingetragen? Illegal besessen? Dann kann sie auch nicht legal geerbt und verkauft werden. Wenn das der Fall ist, die Knarre einfach wieder auf dem Dachboden legen, denn wenns blöd läuft gibts selbst ne Anzeige wegen illegalem Waffenbesitz wenn man das Ding bei der Behörde abgeben will. Und was soll das heißen "wegen Kaliber nicht eintragungsfähig"??? Welches Kaliber soll denn nicht eintragungsfähig sein und warum?

Was heißt nicht eingetragen? Illegal besessen?

Ja, logisch doch. Nicht eingetragene eintragungspflichtige Waffen sind immer illegal.

Und was soll das heißen "wegen Kaliber nicht eintragungsfähig"??? Welches Kaliber soll denn nicht eintragungsfähig sein und warum?

Wozu willst du Details wissen? Was wichtig ist, steht längst da. Eine Kalas~chnikow ist ZUM BEISPIEL nicht eintragungsfähig, und eine "Rambo" (Vorderschaftsrepetierflinte) wahrscheinlich auch nicht. Beide sind es hier NICHT. Ich kann noch 98 ähnliche Fälle aufzählen. Darum geht es gar nicht. Welches Land? Der Fall (rein virtuell, ist ja nur theoretisch) soll sich in Deutschland abspielen.

Wenn das der Fall ist, die Knarre einfach wieder auf dem Dachboden legen

Danke für den Tipp, aber auch bei virtellen Konstrukten sollten die Antworten solide auf dem Boden der Gesetzgebung stehen.

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@schloagmidot

Warum sollte eine AK nicht eintragungsfähig sein? In Semi für Jäger noch nicht mal ein Problem im Kaliber 7,62x39..

Die  Vorderschaftrepetierflinte (Mossy 500, Remington 870, ect..) ist beim BDS oder BDMP auch kein Problem.. Also wer erzählt so einen Quatsch?

Und was für ein Kind nennt eine Vorderschaftrepetierflinte "Rambo"?

Erzähl mal ein Beispiel, was das für eine Waffe sein soll...Oder ein paar mehr von deinen 98 Spielsachen, die du noch nennen könntest.

Aber bitte nicht so Hirngespinste wie Kriegswaffen vorbringen, denn dafür gäbe es keine Erwerbsberechtigte.

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@Lestigter

Und was für ein Kind nennt eine Vorderschaftrepetierflinte "Rambo"?

Jedes Kind kennt sie unter diesem Namen :-)

Die  Vorderschaftrepetierflinte (Mossy 500, Remington 870, ect..) ist beim BDS oder BDMP auch kein Problem.. Also wer erzählt so einen Quatsch?

Ich hätte bezweifelt, dass man eine Pumpgun eintragen kann. Aber gut, man lernt nie aus.


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@schloagmidot

Jedes Kind? - bezweiflt ich, Nachweis wohl nicht möglich, vermute ich mal. (typisch kindisch halt, nicht von der Realität dabei..)

Na ja , immer noch besser als Bumbum oder Pängpäng..

Was die Vorderschaftrepetierflinte betrifft ( gerne Pumpgun genannt, wenn mans nicht besser weis, aber immer noch besser als Pengpeng oder Bumbum)

BBS Disziplin 4304/4304 oder 4403/4404 oder 4504 - einfach auf die Grüne und gut..(sogar als Selbstlader..)

BDMP Disziplin D17 auch kein Problem.

Man merkt, du kennst dich nichtnaus, willst aber mitreden - das nervt, weil andere den Unsinn verbessern müssen, damit nicht noch jemand sowas glaubt.

Was ist mit den 98 Beispielen? Auch nur so ne kindische Ausdrucksweise oder kommt da noch was? Wird ja nicht alles gelogen und falsch gewesen sein, was du da zum korrigieren vorlegst?

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Wenn das der Fall ist, die Knarre einfach wieder auf dem Dachboden legen, denn wenns blöd läuft gibts selbst ne Anzeige wegen illegalem Waffenbesitz wenn man das Ding bei der Behörde abgeben will.

Das ist ein GANZ schlechter Rat und wäre eine Straftat.

Zunächstmal ist unverzüglich, d.h. am Montag, eine Anzeige bei der zuständigen Behörde zu machen. Die Waffe natürlich dabei NICHT mitnehmen. Sondern nur ein Foto. Dort kann man dann auch klären, wie es weiter geht. 

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Die korrekte Rechtslage habe ich Dir bereits genannt. Wie lestiger bereits richtiggestellt hat, kann eine Kaschi (semiauto) sehr wohl legal besessen werden. Komisch, ich kenne sehr viele Waffenbesitzer, aber keiner nennt seine Vorderschaftsrepetierflinte "Rambo". Ist auch ziemlich kindisch.

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@DocCyanide

Sind wir wahrscheinlich zu alt für, "Pumpe" oder "Wixflinte" kennt ja heute keiner mehr..

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