Nicht christlichen Bestattung?

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14 Antworten

Du kannst durchaus ohne alles christliche beerdigt werden. Es muss auch keine Trauerfeier stattfinden, wenn Du das nicht willst. Du kannst auch bestimmen, dass Du einen Redner haben möchtest, der aber teilweise auch traurige Sachen sagt, nur eben ohne Glauben.

Du musst das nur alles vorher festlegen, was Du wie haben möchtest. Ob Du dann in einem Sarg beerdigt wirst oder verbrannt wirst, also in eine Urne gepackt wirst, kannst Du alles bestimmen.

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Lass deine Leiche verbrennen und in einer Urne bestatten.

Sofern du Angehörige hast, könnte es einigen von ihnen wichtig sein, dass da was ganz offizielles mit dir lief.

Mir war es wichtig, als die Urne meines Opas vor ein paar Wochen "bestattet" wurde.

Ob er "Christ" war, weiß ich nicht. Wir haben nie wirklich über so etwas geredet.

Aber er war der Mensch, der in meiner Kindheit an mich geglaubt hat. Und später auch. Auch in den Zeiten, in denen ich nicht an mich geglaubt habe. Bis er mit 100 Jahren starb.

Vieles, was da lief, war in meinen Augen hohl. Bloße Fassade. Ich habe bestimmt nicht wegen der Fassade geweint. Aber meine Tränen waren innerhalb der Fassade okay.

Ich vermisse ihm. Aber ich würde ihn noch mehr vermissen, wenn die Bestattung nicht stattgefunden hätte.

Liebe Grüße,

Tanja

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Auch wenn Du jetzt verärgert bist, solltest Du Deine Bestattungsart nicht einfach so wählen damit die Kirche sich schwarzärgert. In erster Linie ist die Beerdigung für die Angehörigen. Also schockiere sie nicht allzu sehr. Sie müssen damit umgehen können, nicht Du.

Christen bevorzugen den Sarg also ist verbrennen keine schlechte Wahl. Der Rest hängt dann vom jeweiligen Bundesland und den Möglichkeiten auf dem Friedhof ab sowie dem Geldbeutel. Klassisches Urnengrab, verstreuen der Asche auf dem Friedhof, anonymes Urnenfeld (also ohne Namen am Platz, nur eine grüne Wiese - Nicht für jeden Trauernden geeignet), Bestattung am Baum (gibt es auch als Friedwald) mit und ohne Namensschild, Urne auf dem Kaminsims (derzeit nur in Bremen möglich), Bestattung auf hoher See, im Weltall, etc.

Je weltoffener Deine Familie/Verwandtschaft ist, desto mehr ist möglich. Anonym kann für manchen schwierig sein, Friedwald ist schön, aber nichts für Traditionalisten die mit der Grabpflege die Trauer bewältigen. Aber das kann die ein Bestatter alles besser erklären oder findest Du im Internet.

Grabredner können die Angehörigen sein, ein professioneller Redner oder der Bestatter (meist nicht zu empfehlen). Wenn Du willst kannst Du alles schon zu Lebzeiten mit dem Bestatter ausmachen.

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Kommentar von geckobruno
21.03.2016, 13:22

ein professioneller Redner oder der Bestatter (meist nicht zu empfehlen)


wieso?
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  • Wenn du nicht an ein Jenseits glaubst, dann ist es doch vollkommen Banane was die noch lebenden mit deiner Leiche tun.
  • Du könntest natürlich ein Testament aufsetzen, in dem steht, dass man dich in einen Staat bringen soll in dem es erlaubt ist, dich hinter einen Busch zu werfen auf dass deine Überreste die Tiere fressen und die Pilze zersetzen.
  • Verbrennen ist übrigens keines Wegs Christlich. Siehe zu den Hindus.
  • Du kannst auch einfach bestimmen, dass du kein christliches Begräbnis willst ( wieder ein Fall fürs Testament ).
  • Du könntest vorher konvertieren; zu etwas unchristlichem.
  • Wie auch immer. Das Begräbnis ist nicht für dich da, sondern für die Menschen die um dich trauern. Sie müssen damit klar kommen, dass du nicht mehr bist. Es ist ihre Zeremonie. Ihre Art abschied zu nehmen. Lass es sie so machen, wie sie es brauchen / für richtig halten.
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Kommentar von drachenfreund
20.03.2016, 00:41

Du kannst auch einfach bestimmen, dass du kein christliches Begräbnis willst ( wieder ein Fall fürs Testament )

Nein, das muss in den letzten Willen. Testamentsöffnung kann auch oft nach der Bestattung sein, und dann nützt es nichts mehr.

Was gegen ein Gesetz verstoßt wird natürlich nicht erfüllt. Also nix mit Tierfutter.

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Du brauchst bei Deiner Beerdigung keinen Geistlichen, es müssen auch keine Gebete gesprochen werden. Es gibt "Freiredner", die ein paar Worte sprechen (wenn Du das möchtest). Hatten wir bei meinem Vater auch so gemacht, er hatte dann nach der Einäscherung eine Seebestattung. 

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Vorschlag:

Fang einfach mal an, Dich mit Trauer und Bestattung näher auseinander zu setzen.

Hole Infos ein, wie Trauer funktioniert und was dabei für die Angehörigen wichtig ist.

Ein sehr schönes Buch dazu ist:

http://www.amazon.de/Keine-Angst-vor-fremden-Tr%C3%A4nen/dp/3579073036

Was auch sehr schön als Einstieg ist:

http://www.veoh.com/watch/v93103624s4BWKKqR

Und dann frag noch mal nach.

Ich habe als "Freier Redner" gearbeitet und Menschen sozusagen ohne Kirche beerdigt. Ich kenne das aber auch aus der Sicht eines Pfarrers.

Bei einer Beerdiung ist der Tote nur ein wichtiger Bestandteil. Der andere sind die Angehörigen, was ihnen in dieser Situation gut tut und ihnen hilft, ohne den Verstorbenen weiter zu leben.

In der Sendung mit der Maus ist die Trauerfeier übrigens auch ohne Kirche dargestellt.

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Wie kommst du denn auf die Idee, Särge und Urnen wären Christen vorbehalten?? Das sind die gängigsten Bestattungsarten, und sie stehen JEDEM offen. Du oder deine Familie bestimmt, ob du nach einem religiösen oder weltlichen Ritual bestattet wirst, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Es gibt noch andere Bestattungstarten, Herr Google und Frau Wiki geben dir gerne Auskunft.

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Viele Friedhöfe stehen unter gemeindlicher Verwaltung und nicht unter kirchlicher Aufsicht. Wenn du nichts mit einem Priester willst, wird auch keiner kommen, wieso sollte er? Sterben und vergraben ist nicht von den Kirchen reserviert.

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Da sollte man sich keine Sorgen machen: Der Staat hat die Begräbnisse genau geregelt. Etwas Anderes außer Erd- und Urnenbestattung gibt es nicht. Sie können nach Indien fahren, vielleicht verbrennt Sie ja jemand. 

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Du brauchst keinen Geistlichen zur Beerdigung/Beisetzung.

Das kann auch ein Bestatter ohne das Gottes-zeug machen ;)

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Kommentar von zelsel
20.03.2016, 00:12

Danke , bei den Beerdigungen bei den ich bisher war war das immer so. Schöne zu wissen das dass nicht so sein muss

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Die Gemeinden sehen das nicht so gerne, weil es um ihre Einnahmen geht, aber in Österreich hat sich ein Markt für Naturbestattungen etabliert.

Dabei wird die Leiche verbrannt und die Urne anschließend in einem sogenannten Bestattungswald, also kein Friedhof im eigentlichen Sinn, unter einer Waldwiese oder unter einem vorher ausgewählten Baum vergraben.

Das ist relativ kostengünstig und erfreut sich steigender Beliebtheit.

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Es gibt immer mehr Beerdingungsinstitute, die atheistische Beerdigungen anbieten. Die können die Angehörigen dann frei gestalten ohne religiöses Brimborium.

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Dann solltest du das in einer Verfügung niederlegen, die nach deinem Tod veröffentlicht wird. Darin kannst du schreiben, dass du keine Grabrede" haben möchtest.

Pflicht ist das nämlich nicht.

Die "Beerdigung" ist eine "Formsache" ähnlich der Geburt. Bei der ist normalerweise auch kein "Geistlicher" anwesend.

In Gottes Reich wirst du wieder zum Leben kommen und alles verstehen (Offb.20,5).

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so bleibt nur eine annonyme Beerdigung

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