nicht angelegte Mietkaution - erneute Zahlpflicht nach Mieterkündigung?

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3 Antworten

Man darf die Kaution vor Auszug nicht abwohnen. Das ist nun mal Gesetz. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Der Vermieter muß die Kaution verzinsen, ob angelegt oder nicht. Also auf jeden Fall nach den Zinsen fragen, für den gesamten Zeitraum. Die Miete hat damit nichts zu tun.

absolut korrekt und DH

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@Raimund1

Hi, das ist mir bekannt, allerdings hat der Vermieter seine Vertragsverpflichtungen nicht eingehalten, und das trotz wiederholter Aufforderung über viele Monate. Der DMB sagte, dass dann die Kaution praktisch als eine Vorauszahlung gesehen werden kann und somit mit fälligen Zahlungen verrechnet werden kann. Das wurde dem Vermieter mehrfach schriftlich mitgeteilt, die Verrechnung diesbezgl. ebenfalls mit Termin angekündigt. Erst jetzt, nachdem ich gekündigt habe, hat er die Kaution angelegt.

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@Raimund1

Hi, das ist mir bekannt, allerdings hat der Vermieter seine Vertragsverpflichtungen nicht eingehalten, und das trotz wiederholter Aufforderung über viele Monate. Der DMB sagte, dass dann die Kaution praktisch als eine Vorauszahlung gesehen werden kann und somit mit fälligen Zahlungen verrechnet werden kann. Das wurde dem Vermieter mehrfach schriftlich mitgeteilt, die Verrechnung diesbezgl. ebenfalls mit Termin angekündigt. Erst jetzt, nachdem ich gekündigt habe, hat er die Kaution angelegt.

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Die Kaution dient dem Vermieter dazu, um nicht bezahlte Miete, bzw Schäden im Mietobjekt zu kompensieren. Die Kaution gehört dem Grunde nach dem Mieter und ist nur eine Sicherstellung für den Vermieter.Ich verstehe nicht ganz, warum Dein Vermieter auf die Kaution nach der ausgesprochenen Kündigung besteht. Gibt es Mietrückstände oder verlässt ihr die Wohnung in unordentlichen Zustand?

Hi, das Haus war in einem sehr schlechten Zustand, als wir vor einem Jahr einzogen, wir haben alles renoviert und fast alles repariert, obwohl es im MV keine Vereinbarung über Schönheits- und Kleinreparaturen gibt. Der Vermieter ist diesbzgl mit uns sehr zufrieden. Wir haben auch vieles repariert, was der Vermieter hätte reparieren müssen, da Reparaturen des Vermieters oft zu Verschlimmbesserungen geführt haben. Im Bad z. B. gab es stechenden muffigen Geruch. Eine genauere Untersuchung ergab, dass der Schaum in der Verkleidung der Badewanne voll mit Wasser war. Statt zu schauen, woher das Wasser in der Verkleidung kommt, hat der Vermieter die Serviceöffnung in der Verkleidung mit Silikon dicht verschlossen, mit der Bemerkung: Nun riecht es nicht mehr. Die Miete wird immer pünktlich per Dauerauftrag in voller Höhe überwiesen. Es gibt ein Übergabeprotokoll vom Einzug mit den ganzen Schäden, die in einer best.Frist vom Vermieter repariert werden sollten (die Vormieter haben in dem kleinen Haus mit zeitweise 30 Leuten gefeiert und gewohnt - die Nachbarn hatten sich häufig über Lärm und Vandalismus beklagt und waren froh als mit unserem Einzug Ruhe eintrat). Vieles davon haben wir dann selbst repariert, weil der Vermieter sich nicht rührte trotz Aufforderung und Hinweis auf die vertraglichen Verpflichtungen. Wir wollten nur endlich fertig werden mit Reparieren und Renovieren. Aber alles wollte ich dann irgendwann doch nicht mehr auf meine Rechnung machen lassen, z. B. die Reparatur/Sanierung einer duchlöcherten Zimmertür, eines versotteten Schornsteins, Ersatz einer fehlenden Abdeckung auf der Verkleidung des Schornsteins. Nach einer langen Regenperiode letzten Sommer gab es dann an diesem Schornstein Schimmelbildung (später kam heraus, dass es diesen Befall schon viele Jahre gab. Ein Gutachter empfahl, das Zimmer nicht zu betreten, es war auch tatsächlich nicht nutzbar - es stank furchtbar nach Schimmel und Öl und man konnte nicht durchatmen. (Bei Einzug hatte uns der Vermieter gesagt, dass der Schornstein trocken sei.) Ich habe nach unzähligen schriftl. Aufforderungen an den Vermieter dann selbst einen Maler beauftragt, den Schornstein zu sanieren (Putz ab, behandeln, sperren, neuen Putz drauf). Mein Vermieter wollte diese Arbeit nicht machen lassen. Aber so war das Zimmer erst mal wieder nutzbar. Ich hab das Einziehen eines Rohres in den Schornstein gefordert, damit dieser trocknen kann. Der Vermieter hat dann den Schornstein mit einem Hezungsbauer geprüft. Der meinte, dass in dem Schornstein eine Menge Wasser war, als hätte man mit einer Gießkanne immer wieder Wasser reingegossen. Immerhin hat er eine Abdeckung auf dem Schornstein angebracht. Da die Heizung auch bereits grenzwärtig war, hat er ein halbes Jahr später dann (im Frühjahr) Rohr und Heizung einbauen lassen, allerdings sind die Arbeiten nicht abgeschlossen, weil das Geld alle ist. Das hat der Vermieter uns mitgeteilt. Der Keller ist seit 4 Monaten eine Baustelle mit der halbfertigen noch nicht funktionierenden Heizung, offenen Fußboden, allen möglichen Baumaterialien und Werkzeugen, Zement, Staub usw. In diesem Keller ist aber auch unser Waschmaschinenanschluß. Und seitdem haben wir übrigens auch kein warmes Wasser. Leider gibt es auch andere offene Punkte, die ich bei aller Großzügigkeit nicht bezahlen will, weil das eindeutig Sache des Vermieters ist und zur Werterhaltung des Hauses notwendig ist, z. B. ein defektes Dachfenster im Zimmer meiner Tochter. Trotzallem gefällt uns das Haus und die Lage, aber ich habe keinen Bock auf soviel Stress wegen Selbstverständlichkeiten, ich zahle meine Miete und möchte einfach in Ruhe wohnen. Deshalb habe ich gekündigt. Nun würde ich das natürlich gern so wie angekündigt durchziehen, wegen nicht vertragsgemäßer Anlage der Mietkaution diese mit der Kaltmiete verrechnen (immerhin kam das vom DMB). Wer weiß, ob ich sonst irgendwann mein Geld wiedersehe. Und wie gesagt, es gibt ein Übergabeprotokoll mit der Sollbeschaffenheit und keinerlei Vereinbarungen bezgl. Kleinreparaturen und Schönheitsreparaturen.

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Nein, er hätte das Geld sofort anlegen müssen. Du hast auch Anspruch auf die Verzinsung!

Jetzt das Sparbuch vorzuzeigen und noch mal Kaution zu verlangen ist Quatsch!

Geh zum Mieterbund und schau was die sagen. Aber mMn mußt Du Dir keine Sorgen machen, der Vermieter hat seine Pflicht vernachlässigt!

Hi, es geht mir eigentlich nich um die Zinsen, die sind für ein Jahr nur peanuts, ich habe ganz einfach Sorge, dass ich meine Kaution nicht wiedersehe, wenn er jetzt auf einmal nach der Verrechnungsankündigung seiner nicht erfüllten Pflicht zur Anlage nachkommt. für mich erweckt, dass den Eindruck, dass er tatsächlich auf das Geld angewiesen ist - gesagt hat er ja schon dauernd, dass er kein Geld hat. Im übrigen hab ich keinerlei Kontrolle, ob das Geld überhaupt noch auf dem Sparbuch ist, dass er vor kurzem angelegt hat. Papier ist ja sehr geduldig.

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