Neuheirat - Namensänderung Kinder - Wegfall UVG

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9 Antworten

Ihr könnt für die Kinder eine Einbenennung machen. D.h., dass die Kinder den neuen Namen (Ehenamen) mit annehmen können. Auch ist es möglich im Rahmen dieser Erklärung den bisherigen Namen zu behalten, d.h. einen Doppelnamen. Das ist § 1618 BGB. Kostet um die 25,00 € und bedarf KEINER besonderen Begründung. Jedoch muss der Kindesvater zustimmen. Sollte er es nicht tun, kann man bei Gericht einen Antrag auf Ersetzung der Zutimmung stellen wegen Kindeswohl. Also ab zum Standesamt!

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Einer Namensänderung muss der Kindsvater zustimmen. UVG fällt nur bei Adoption deines LG weg. UVG fällt nach 72 Monaten bzw. wenn das Kind 12 Jahre alt ist ganz regulär weg. Eine Neuverheiratung hat mit dem Unterhalt der Kinder gar nichts zu tun. Was wegfällt ist ein Trennungs- bzw. Ehegattenunterhalt. Sollte der UVG wegen Alter wegfallen, kannst du das Geld beim JobCenter beantragen. Sollte ihr als Bedarfsgemeinschaft zu viel verdienen, kannst du Wohngeld und Kinderzulage beantragen. Das JobCenter wendet sich dann wegen dem Geld an den Kindsvater. Du kannst natürlich auch schon vorher alleine oder mit Hilfe des Jugendamtes (Beistandschaft) bzw. Anwalt einen Titel erwirken.

Und es ist völlig egal, ob der Vater seiner Umgangspflicht/ -recht nachkommt: Das rechtfertigt keine Namensänderung. Er ist und bleibt der Vater. ;) Auch ein nicht regelmäßig erscheinender Vater ist besser als gar keiner. Bilde du mit deinem LG eine Kontinuität für die Kinder. Und als kleiner Tipp, in Gegenwart der Kinder nie schlecht vom anderen ET sprechen, das löst einen Konflikt aus, den du gar nicht ermessen kannst. Akzeptiere auch den Vater, in dem du deine Kinder nicht unter Druck setzt. Freue dich, dass deine Kinder zwei Väter (einen biologischen und einen sozialen Vater) haben. Irgendwann kann das wie ein Bumerang auf dich zurückkommen, wenn du nur wegen Umgang oder keinen Zahlungen (weil er nicht kann), ihm das Vatersein absprichts. Sprich mit dem Vater und mach ihm klar, dass eure gemeinsamen Kinder euch beide brauchen.

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Kommentar von bibabutzeexfrau
24.01.2013, 19:26

Da ich keinerlei genaue Angaben zu den Umständen gemacht habe, überrascht mich deine Antwort nicht. Der Kindsvater hat eigentlich schon jegliche Rechte der Vaterschaft verwirkt (ohne jetzt auf Details einzugehen...) und ich bin diejenige, die ihn immer daran erinnert, dass er auch noch zwei Kinder hat. Er lebt ebenfalls in einer neuen Beziehung, hat auch schon Nachwuchs gezeugt. Ich bin die letzte, die nicht möchte, dass er sich beteiligt-nicht nur finanziell....

Das mit der Namensänderung liegt vorallem an den eigenen Erfahrungen in diesem Zusammenhang... ich persönlich bin ebenfalls ein Scheidungskind und habe damals ein immenses Problem damit gehabt, dass meine Mutter einen neuen (anderen) Namen hatte, als ich. Ich war es irgendwann wahnsinnig leid immer zu erklären, weshalb dies so war. Schließlich lebte ich bei Ihr und ihrem neuen Ehemann und nicht bei meinem Vater, der auch meinen Nachnamen trägt.

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Kommentar von Silverstring
25.01.2013, 15:06

Eine Neuverheiratung hat mit dem Unterhalt der Kinder gar nichts zu tun.

UVG wird nur an unverheiratete Mütter (/Väter) ausgezahlt!

(1) Anspruch auf Unterhaltsvorschuss oder -ausfallleistung nach diesem Gesetz (Unterhaltsleistung) hat, wer 1. das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, 2. im Geltungsbereich dieses Gesetzes bei einem seiner Elternteile lebt, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten oder Lebenspartner dauernd getrennt lebt, ...

So steht es im Unterhaltsvorschussgesetz geschrieben.

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Also ich lebe in Deutschland. ;-)

Mmmh... Die Antworten sind ja schon recht unterschiedlich. :-D Das der Unterhaltsvorschuss wegfällt konnte ich erst letzte Woche in nächtser Nähe erleben. Meine beste Freundin hat Ihren Mann geheiratet, ebenfalls ein Kind aus einer vorherigen Beziehung und der UVG wurde ab dem Tag der Eheschließung zurück gefordert. Ich persönlich finde das absolut unverschämt, da der neue Partner sowieso mit einbezogen wird (vorallem finanziell) und dann sowas.

In unserem Fall führt dies nicht dazu, dass wir auf aufstockende Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, oder Wohngeld u./o. Kinderzuschlag beantragen müssten. Ich denke wir verdienen so ganz gut, so dass wir auch ohne diese 266 Euro auskommen, mir geht es hier lediglich um den reinen Grundsatz. Der Kindsvater wird vollkommen aus der Verpflichtungen genommen...

Was das Thema Namensänderung betrifft würde mich eine genauere Info sehr interessieren. Die Antworten vorallem bzgl. eines Doppelnames waren ja auch sehr unterschiedlich....

Was stimmt denn nun? ;-) Doppelnamen auch ohne vorherigen Befragung des Kindsvaters? oder nur mit Zustimmung?

LG :-)

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Kommentar von Silverstring
25.01.2013, 15:14

Einbenennung ist Einbenennung. Ob Doppelname oder nicht, spielt keine Rolle.

Das Einverständnis des Vaters brauchst du bei gemeinsamen Sorgerecht.

Schau hier: http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/name1.htm

Die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils, wenn ihm die elterliche Sorge gemeinsam mit dem den Namen erteilenden Elternteil zusteht ...

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UVG fällt dann flach, der wird nur an unverheiratete Mütter (oder eben Väter) gezahlt.

Einbenennung der Kinder wird nur funktionieren, wenn der Vater damit einverstanden ist. Ist der dagegen, bleibt nur der Weg übers Gericht - und dann müsstest du belegen, dass es den Kindern schadet, wenn sie weiterhin deinen Namen tragen, den du selbst aber behalten könntest. Und ich denke nicht, dass ihr das sinnvoll begründen könnt.

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"Besteht die Möglichkeit, dass meine Kinder (aus erster Ehe) den Namen des neuen Ehemannes annehmen, oder zumindestens einen Doppelnamen daraus? Muss mein Ex-Mann hierzu zustimmen?" Ohne Einverständnis des Ex - keine Namensänderung. Ausnahme: Die Kinder könnten durch die Beibehaltung des Namens einen schwerwiegenden Nachteil haben. Wird sehr selten bewilligt.

Zum Thema Unterhaltsvorschuss bei Wiederheirat kann ich keine Angaben machen. Ich mach mich mal schlau...

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Kommentar von tipps4scheidung
25.01.2013, 08:51

(1) Anspruch auf Unterhaltsvorschuss oder -ausfallleistung nach diesem Gesetz (Unterhaltsleistung) hat, wer 1.das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, 2.im Geltungsbereich dieses Gesetzes bei einem seiner Elternteile lebt, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten oder Lebenspartner dauernd getrennt lebt, und 3.nicht oder nicht regelmäßig a)Unterhalt von dem anderen Elternteil oder, b)wenn dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist, Waisenbezüge mindestens in der in § 2 Abs. 1 und 2 bezeichneten Höhe erhält.

Augenmerk auf "ledig, verwitwet, oder geschieden"...

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Wenn die Kinder einen anderen Familiennamen bekommen sollen, dann wird dein Ex-Mann gefragt, ob er einverstanden ist. Wenn nicht, kannst du das über das Jugendamt beantragen. In Ausnahmefällen wird dies vom Jugendamt entschieden. Trotzdem muß dein Ex-mann an seine Kinder weiterhin Unterhalt zahlen. Außerdem dein neuer Partner adoptiert die Kinder. Somit wäre dein Ex nicht mehr unterhaltpflichtig. Vorausgesetzt er stimmt einer Adoption zu. Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück. Liebe Grüße von bienemaus63

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Wie ich aus deinem Beitrag lese, trägst du ja deinen eigenen ledigen Namen, den dein erster Mann bei der Heirat von dir angenommen hat. Da brauchst du auch keine Einwilligung von ihm, da es dein lediger Name ist. Anders wäre, wenn du seinen Namen angenommen hättest. Den könnte er dir sogar nach der Scheidung gerichtlich untersagen lassen, wenn er nicht wollte, dass du ihn weiter trägst.

Deinen eigenen Namen kannst du bei einer Wiederverheiratung entweder beibehalten, kombinieren oder den Namen des neuen Mannes annehmen.

Bei den Kindern wird das schwieriger, ist eigentlich bei Adoptionen angebracht. Du kannst auch eine Namensänderung beantragen, die du aber explizit begründen musst und der Kindesvater dazu die Einwilligung geben muss. Erkundige dich auf jedenfall bei den Ämtern, die dafür zuständig sind.

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Kommentar von Silverstring
25.01.2013, 15:07

Da brauchst du auch keine Einwilligung von ihm, da es dein lediger Name ist.

Doch, sie braucht die Einwilligung, weil sie gemeinsames Sorgerecht haben.

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Mit dem Unterhaltsvorschuss kann ich dir leider nicht weiterhelfen, aber einer Namensänderung der Kinder muss der leibliche Vater zustimmen. Ein Doppelname ist meines Wissens nach auch ohne Zustimmung möglich.

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Was ist UVG und UG?

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Kommentar von bibabutzeexfrau
24.01.2013, 15:43

UVG-Unterhaltsvorschuss LG-Lebensgefährte

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