Neues Aquarium alte Fische sterben?

6 Antworten

Das neue Becken ist noch nicht eingelaufen, das bedeutet, dass die Schadstoffe aus den Ausscheidungen der Fische noch nicht biologisch abgebaut werden. Der gefährlichste dieser Schadstoffe ist Nitrit. Nitrit verhindert die Sauerstoffaufnahme im Körper, die Tiere leiden also an Atemnot, obwohl genug Sauerstoff im Wasser ist. Hechelnd und apathisch an der Oberfläche hängen ist ein ganz typisches Symptom. Das ist in der Wirkung ganz ähnlich wie eine Kohlenmonoxidvergiftung, daran kann man auch ersticken, obwohl neben dem Kohlenmonoxid eigentlich noch genug Sauerstoff vorhanden ist.

Die einzige wirksame Gegenmaßnahme ist ein Wasserwechsel. Und zwar, um sofort einen möglichst starken Verdünnungseffekt zu erzielen, mindestens 80% der Füllmenge (aber nicht so viel, dass die Fische auf dem Trockenen zappeln). Das muss so oft täglich wiederholt werden, bis die Fische nicht mehr an der Oberfläche hängen. Mit etwas Glück ist der Spuk schon nach wenigen Tagen vorbei.

Wasserwechsel ist nicht schwierig. Bei eher kleinen Becken braucht man nur einen ungefähr 1,50m langen Schlauch und einem sauberen Eimer. Der Schlauch darf auch länger sein, das reduziert die Gefahr, Wasser zu schlucken. Bis zu etwa 80cm großen Aquarien ist Eimer schleppen einfacher als einen langen Schlauch auf- und abbauen, bei größeren Aquarien ist es mit einem langen Schlauch komfortabler.

Wenn man noch nie mit dem Mund angesaugt hat, dann ist es vielleicht sinnvoll, das vorher einmal im Bad zu üben (da ist auch das Aufwischen einfacher, wenn's ganz schief geht). Je nach baulicher Situation also z.B. einen Eimer Wasser auf's Klo stellen und das Wasser mittels Schlauch in die Dusche neben dem Klo laufen lassen, oder etwas Wasser ins Waschbecken füllen und mittels Schlauch in die Dusche neben dem Waschbecken laufen lassen. Eigentlich ist es aber nicht schwierig. Ganz wichtig ist, den Eimer im Auge zu behalten, damit er nicht überläuft. Statt einem Eimer kann man auch ein Gießkanne nehmen, da ist die Gefahr aber größer, dass man nach dem Ansaugen den Schlauch nicht schnell genug in der Kanne hat und was daneben geht. Ein Eimer hat oben eine größere Öffnung und ist einfacher zu treffen.

Wenn man eine standsichere(!) Möglichkeit hat, dem Eimer höher als das Aquarium zu stellen, kann man auch beim Wiederbefüllen mit dem Schlauch ansaugen.

https://www.youtube.com/watch?v=d9F4ObtGxVY

https://www.youtube.com/watch?v=k5Py8oNyIPg

https://www.youtube.com/watch?v=hL4twq59ugo

Hallo,

ein neues AQ muss IMMER erst 3 - 4 OHNE Fische einlaufen, damit sich im Filtermaterial und im Bodengrund die nützlichen wichtigen Bakterien bilden, die dafür sorgen, dass die anfallenden hochgiftigen Schadstoffe (durch Futterreste und Fischausscheidungen) in ungiftige Pflanzennahrung umgewandelt werden.

Hättet ihr euch informiert, dass hättet ihr das gewusst und ihr hättet auch erfahren, dass eine Möglichkeit, diese Zeit zu umgehen, darin besteht, den alten "schmutzigen" Filter ohne "Pause" im neuen AQ mitlaufen zu lassen. Ohne Pause bedeutet, ohne, dass er lange ohne Strom irgendwo rumliegt ... so wäre gleich ein aktiver Filter im neuen AQ gewesen. Dafür ist es nun zu spät.

Nun hilft nur noch, täglich!! mind. 50 - 70 % des Wassers auszutauschen, über mind. 1 - 2 Wochen und wenig füttern.

Anders werden die Fische nicht überleben, denn die Belastung mit hochgiftigen Schadstoffen wird noch steigen.

Gutes Gelingen

Daniela

Okay Dankeschön

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Ich hatte mal gezwungenerweise 3 Aquarien (durch Ex) und aus Erfahrung kann ich sagen, dass manche Fische einen "Umzug" nicht überleben. Sei es die Aufregung oder das Wasser was anders ist. Das war damals auch so. Nicht genug Sauerstoff im Wasser (deswegen an Oberfläche) oder das Wasser ist anders, weil ihr NUR Leitungswasser genommen habt. Man soll ja vom alten Wasser mindestens 1/3 behalten und mit Leitungswasser mischen, sonst kommen viele Fische nicht damit klar.

Okay wie kommt man dort mehr Sauerstoff rein?

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@Chrisi15122

Es liegt nicht an zu wenig Sauerstoff. Die hochgiftigen Schadstoffe (Ammoniak und Nitrit) blockieren im Blut der Fische die Sauerstoffaufnahme. Die Schadstoffe müssen aus dem Wasser - sonst sterben die Tiere.

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deine Antwort ist leider nicht wirklich richtig. Es liegt nicht daran, dass NUR Leitungswasser benutzt worden ist. Es liegt daran, dass es im neuen AQ keine wichtigen nützlichen Bakterien gibt, die die hochgiftigen anfallenden Schadstoffe umbauen. Diese Stoffe blockieren die Sauerstoffaufnahmefähigkeit es Blutes - die Fische ersticken, obwohl ausreichend und genug Sauerstoff im Wasser vorhanden ist.

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