Neuer Vermieter will mehr Kaution, weil wir eine Katze haben. Ist es rechtlich möglich?

6 Antworten

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Wie schon geschrieben wurde, darf die Kaution höchstens das dreifache einer Monatsklatmiete betragen. Wenn die 2000 noch in dem Rahmen sind, ist also nichts einzuwenden.

Es ist jedoch ein Mythos, der sich bei vielen Vermietern hält, dass bei Katzen zwingend höhere Schäden zu erwarten sind. Es ist nämlich so, dass man als Mieter nur für Schäden aufkommen muss, die man selbst verursacht hat, nicht jedoch für die natürliche Abnutzung. Diese Abnutzung bezieht sich ein Stück weit auch auf Hunde und Katzen. So gibt es Gerichtsurteile, dass die Reparatur eines durch Katzen verkratzer Parkettboden nicht vom Mieter bezahlt werden musste.

Ich wollte das nur schon mal als Hinweis für einen späteren Auszug geben. Das mit den 3 Monatsmieten Kaution gilt auch ohne Haustiere.

Mehr als drei Kaltmieten zu verlangen ist gesetzlich nicht erlaubt.

Die Wohnung ist auch kein Erstbezug nach Sanierung oder ähnlichem und die wird unrenoviert übergeben.

Falls Ihr die Wohnung nehmt, dann sollte das unbedingt im Mietvertrag stehen.

Warum?

Weil Ihr dann außer den laufenden Renovierungspflichten bei Auszug nicht renovieren müsst; außer bunte Wände mit grellen Farben, die muss ein Vermieter nie dulden.

Wenn die Kaution damit 3 Kaltmieten übersteigt ist es rechtlich nicht haltbar. Aber das ist eh Quatsch, denn sinnvoller für ihn ist es, sich eine Haftpflicht für das Tier nachweisen zu lassen. Wohnungskatzen sind in den meisten Haftpflichgversicherungen schon abgedeckt. 

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