Neuer Vermieter weigert sich schon bestehende Schäden im Protokoll zu vermerken trotz Zusage. Was soll ich tun?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Das Wohnungsübergabeprotokoll ist nicht im Mietgesetz vorgeschrieben. Der Vermieter, nicht der Vormieter, ist verpflichtet die Mietsache zum Mietbeginn herauszugeben. Der Mietbeginn ist vermutlich im Mietvertrag vermerkt. 15.10.2015? Zur Herausgabe der Wohnung gehört auch die Übergabe der Wohnungs- und Hausschlüssel in der erforderlichen Anzahl wie im Mietvertrag vermerkt. Nach deiner Beschreibung hat der Vermieter vermutlich keine Rücknahme der Mietwohnung von den Vormietern gemacht. Die Einbauküche der Vormieter ist vermutlich durch Kauf von dir erworben worden. Damit hat der Vermieter nichts zu tun.

Nachdem ihr im Besitz der Wohnungsschlüssel seid, seid ihr auch Besitzer der Wohnung. Durch die Nachlässigkeit des Vermieters und euer unbedachtes Handeln kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass die Vormieter Verursacher der Schäden sind, weil ihr euch ohne den Vermieter in Besitz der Wohnung gesetzt habt. Eine Meldung über Schäden 14 Tage nach Übernahme der Mietwohnung geht vermutlich zu euren Lasten. Mit Übernahme der Schlüssel hätte ein Mängelprotokoll unter Beteiligung und Bestätigung von Zeugen erstellt werden müssen und sofort in Kopie mit Unterschriften der Mieter und Zeugen durch Einwurfeinschreiben dem Vermieter zugestellt müssen. Ihr habt Ohne Vorbehalte die Wohnung offiziell übernommen und seid nach meiner Meinung für die Schäden zunächst verantwortlich. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Es könnte auch sein, dass der Vermieter euch absichtlich ins Messer laufen ließ.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

 Er unterschreibe nun kein Protokoll. Er schicke mir einen Termin, wann ich dieses bei ihm unterschreiben könne und wenn ich mich weigere solle ich ausziehen da (was quatsch ist laut Mietrecht) der Vertrag ohne gar nicht gültig wäre.

Weder  Mieter noch Vermieter müssen ein Protokoll unterschrieben, weil es eine hohe Beweiswirkung hat.

Man sollte in dem Fall ein eigenes Protokoll, Bilder machen und von Zeugen unterschreiben lassen.

Außerdem hätte ich dies ja sofort melden können. 

Bei Mängeln die schon bei oder vor Einzug sind, muss man sich das Recht zur Mietminderung vorbehalten ansonsten darf man die Miete nicht kürzen.

Hinzu kommt, dass im Vertrag eine Küche verzeichnet ist, die wie sich herausstellte der Vormieterin gehörte. Diese haben wir übernommen. Allerdings sollte auch das erst, nach Rücksprache, im Protokoll vermerkt werden.

Wenn sie Euch nicht vom Vormieter geschenkt oder verkauft wurde gilt Folgendes:

Alle Sachen die zu Mietbeginn in der Wohnung sind gelten als mitvermietet auch wenn es nicht im Mietvertrag steht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mach die Mangelanzeige schriftlich (am besten per Einschreiben) lass es (das Protokoll) von einem neutralen Zeugen unterschreiben und setze ihm eine Nachbesserungsfrist.

Du kannst ihn darauf hinweisen, dass du selbst Handwerker mit der Nachbesserung beauftragen wirst, wenn er den Termin verstreichen lässt.

Gut Freund wirst du mit diesem Vermieter jetzt sowieso nicht mehr.

Das ist aber auch nicht notwendig. Wenn du deine Miete immer pünktlich zahlst, hat er keine Handhabe, dir zu kündigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Vermieter muss auch kein Protokoll unterzeichnen. Ich empfehle Euch, selbst die Wohnung zu begutachten und die Mängel mit Zeugen schriftlich zu dokumentieren. Hierbei wäre es vielleicht sogar sinnvoll, wenn Ihr unabhängige Zeugen hättet (Anwalt), die den Zustand belegen können.

Eine Kopie des selbst erstellten Protokolls könnt Ihr dann nachweislich dem Vermieter übersenden.

Fotos sind zur Dokumentation allein unzweckmäßig, da niemals nachgewiesen werden kann, wann diese tatsächlich aufgenommen wurden.

Mängel, wie der Fußboden, die mittelfristig eine weitere Verschlechterung der Mietsache befürchten lassen, würde ich vorab nochmals schriftlich und nachweislich (EW-Einschreiben) an den Vermieter melden.

Verschlechtert sich der Zustand dann tatsächlich, könnt Ihr den Vermieter zur Beseitigung der Mängel auffordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

War der überhaupt nüchtern?

Sofort die Kamera rausholen und eine Tageszeitung und dann alles dokumentieren.

Was heißt hier Krieg anzetteln? Ein neuer Boden plus die neue Tür, das ist ja schon ein Batzen Geld.

Ob ihm das paßt oder nicht, dann dokumentiert ihr eben ohne den werten Herrn Vermieter. Nimm dir Zeugen mit und dann alles beweissicher festhalten.

Dann schickt ihr im euer Protokoll. Nicht zur Unterschrift (wenn er das macht ist auch gut) sondern zur Kenntnisnahme und als Ergänzug zum ersten Übergabeprotokoll. Können es evtl. die Vormieter auch bestätigen? Habt ihr die ausgefragt? Wie war das mit dem Mann, warum sind die weggezogen?

Zur Not lasse dich sicherheitshalber vom Anwalt beraten. Das wird billiger sein, als die Nr. die der Vermieter mit euch abzieht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sie sollten die mängel unter Zeugen fotogafieren, dem Veeremiter eine Frist zu behebung setzen und für den Fall, dass diese Frist fruchtlos verstreicht, eine angemessene Mietkürzung ab dem auf den Frsitablauf folgeden Monat ankündigen. Gechieht auch dann nichts, verdoppeln Sie die Mietkürzung zum Nachdruck. diese Druckpauschale müssen sie aber später, wenn die Mängel beseitigt sind, wieder zurückzahlen, die eigentliche Kürzung selber nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ChristianLE
29.10.2015, 16:55

Das kann aber ordentlich in die Hose gehen, da die vermeintlichen Mängel bereits zu Mietbeginn/Besichtigung bestanden haben. Hier greift dann der Leitsatz "gemietet, wie gesehen". Einen Anspruch auf Beseitigung hat der Fragesteller wohl kaum, sofern es hierzu keine schriftliche Vereinbarung gibt.

2

Was möchtest Du wissen?