("Neuer") Rüde ist plötzlich förmlich von mir besessen?

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7 Antworten

Hallo,

du hast den neuen Hund doch erst seit 3 Tagen!!! Was erwartetst du denn von ihm?

Wenn er aus dem Tierheim ist und verängstigt, dann wird er in der Vergangenheit wahrscheinlich ziemlich viel Schreckliches erlebt haben - mit Sicherheit keine vertrauensvolle Bindung zu Menschen.

Gib dem Hund mal Zeit - das dauert Monate, bis er wirklich bei dir Zuhause angekommen ist.

Er muss sich erst einmal orientieren, muss die "Spielregeln" in seinem neuen Rudel lernen, muss dich kennenlernen, eine Beziehung und Bindung zu dir aufbauen.

Mich wundert, dass deine Hündin (obwohl kastriert) das von einem Rüden gefallen lässt - eigentlich sollten Hunde innerhalb eines "Rudels" solche Beziehungsprobleme alleine klären, denn nur das schafft auf Dauer Ruhe im Rudel.

Also, greif nicht zu viel und zu schnell ein, nur, wenn es wirklich notwendig scheint und gibt dem Neuen mal Zeit! Die braucht er nämlich.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von HARUMIN
20.01.2016, 18:29

Gute Antwort. DH!

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Such Dir bitte ganz schnell einen erfahrenen Trainer!

Es ist ein großer Fehler, die Hunde solche Dinge "unter sich" regeln zu lassen. Du bist Chef im Haus, Du bestimmst die Regeln und es ist Dein Job, die alte (bevorrechtigte) Position Deiner Hündin zu festigen.

Der neue Rüde hat Dich weder zu kontrollieren, noch hat er Deine Hündin zu bedrängen, unterzubuttern oder sie wegzubeißen. All das hättest Du sofort unterbinden müssen!

Außerdem scheinen die Hunde charakterlich und vom Temperament überhaupt nicht zusammen zu passen. Zu einem Ersthund würde ich mir niemals einen dominanten Zweithund ins Haus holen, der von mir ständig kontrolliert und reglementiert werden muss, damit Ruhe herrscht. Deine Hündin setzt Du dadurch gerade einem irrsinnigen Stress aus.

Sei mir nicht böse, aber an Deiner Stelle würde ich auch ernsthaft überlegen, den Hund wieder abzugeben. Du klingst unerfahren und überfordert und wenn der Hund nun schon Deinen Freund bedroht, wird das kein gutes Ende nehmen.

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Kommentar von unknownhooman
20.01.2016, 18:58

Danke Dir für deine Antwort!

Wie gesagt, ich habe das so gelesen, das man sich als Mensch zurückhalten soll. Daher habe ich das so übernommen (aber das ja jetzt revidiert).

Das ist es ja: Sie hatten super zusammengepasst. Er war am Anfang überhaupt nicht dominant.
Ich habe ihn (mit meiner Hündin) oft besucht, Gassi etc. Es war wie Liebe auf den ersten Blick. Gerade charakterlich hatten sie perfekt zusammengepasst.
Es schockiert mich ehrlich gesagt, das er sich von heute auf morgen so verändert hat.

Draußen ist es wieder (sehr oft) als wäre nie was gewesen. Sie spielen, er schaut auch mal nach mir, aber latscht nicht im Kreis um mich rum etc. Ich weiß, drinnen Revier, aber so ein extremer Unterschied...?

Was die momentane Situation angeht bin ich auch unerfahren und überfordert. Deswegen frage ich hier nach und möchte auch einen Trainer zu Rate ziehen.

Abgeben wäre für mich nur die allerletzte Möglichkeit.

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Ich habe nicht das selbe Problem gehabt (weil es für mich kein Problem war) aber ich hatte das selbe verhalten. Mein fast 5 Jahre alter shih Tzu Rüde war von Welpe an hier bei mir und meiner Mutter und war immer sehr verwöhnt. Er liebt es mit andern Hunden zu spielen und genau so liebt er es zu schlafen. Ich hatte immer ein Problem (15) ich hatte mir einen Hund gewünscht mit dem ich Fahrrad fahren kann und halt viel machen kann... Aber als wir ihn bekommen haben war ich noch 10 und hatte nicht so gut verstanden das ich ihn in Ruhe lassen muss wenn er schlafen will. Aber der Wunsch ist nie vergangen. Mein Hund hat sich an meine Mutter gebunden und ich und meine Mutter wollten sowieso immer einen zweit Hund. Ich habe eine Hündin auch kastrirt  gefunden die aus schlechter Haltung kam. Sie war schon am 2. Tag so wie Deinen Beschreibung. Genau das gleiche was du geschrieben hast hat sie auch angetan. Mein rüde ist auch immer weg Galgen und hat nach ihr geschnappt und zu meiner Mutter und mir war er auch stinkig. Die Hündin hat sich an mich gebunden und wenn er in meine Nähe kam wurde sie mürrisch und knurrte ihn an. Ich habe Tabsy meinen Rüden bevorzugt bei allem und nach 3 Wochen hatte sich das gelegt nach 3 Monaten haben sie sich gut verstanden und jetzt nach einem halben Jahr lieben sie sich und sind in her trennlich. Also keine Sorge.

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Kann natürlich schlicht und einfach Dominanz sein. Sieh zu, dass du deine Hündin zuerst fütterst, dass er warten muss, wenn du sie streichelst und sowas, aber ich denke mal das weißt du.

Ich schätze eher, der Hund ist verunsichert und versucht sich deshalb aufzuspielen. Nach 3 Tagen kann man noch überhaupt nichts über den Hund sagen, es kann sich noch alles wieder ändern, zum guten oder zum schlechten. "Aggression" gegen Menschen darf man aber niemals zulassen!

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Hallo, 

du mußt dir darüber im Klaren sein, dass die Grundbedürfnisse eines Hundes Schutz und Nahrung sind. 

Der neue Rüde hat wahrgenommen, dass du die Rolle des Rudelführers nicht ausfüllst, also hat er sie übernommen. Das ist jedoch kein Spaß für ihn, bedeutet also Stress. Er korrigiert immerfort deine Hündin, diese wird immer ängstlicher. Folge davon kann bedeuten, dass sie ein Angstbeißer wird. ( Beißen ist nur eine Folge von Angst)

Jeder der Hunde braucht seinen festen Platz, du fütterst sie auf dem Platz, stellst die Wasserschale dorthin. Zwischendurch schmeißt du Leckerlis auf den Platz, ohne die Hunde dabei anzusehen. Es soll der tollste Platz der Welt für sie sein. Auf diese Weise hast du die Grundbedürfnisse zumindest an dem Ort abgedeckt, (das kann seine Zeit dauern, aber immer konsequent bleiben, es zahlt sich aus). Sie gehen nur von dort weg, wenn du es erlaubst. Als Hilfe nimmst du die leichten Schlaufenleinen aus Kunstfaser. An Türschwellen läßt du sie absitzen und gehst als Erste durch, dann läßt du Hund für Hund durch. Beim Spielen im Garten niemals die Hunde alleine lassen. Den Rüden unbedingt korrigieren, wenn er deine Hündin korrigieren möchte. Als Hilfe kannst du dir einen Besenstab nehmen, nur als verlängerten Arm!!!!  Wenn du mit der Hündin spielen möchtest, muss der Rüde auf Abstand warten, und umgekehrt. 

Als Korrekturlaut ist Tscht perfekt, und wenn der Hund von der falschen Spur abgelenkt werden soll nimmst du Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger zusammen und stößt in die Seite. Ist wie ein kleiner Zwick. 

Wenn der Rüde merkt, dass du die Rolle des Rudelführers ausfüllst, wird er sich erleichtert zurückziehen und dich nicht mehr kontrollieren wollen. 

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Das ist kein verängstigter Tierheimhund. Das kommt einem nur so vor zu Beginn. Er will den Chef spielen, dich kontrollieren und die Hündin auch. Du musst ihn davon abhalten. Übe als erstes dass er auf seinen Platz gehen soll. Und auch dort bleiben soll. Schau dir ein wenig Cesar Milan an. Der hat einen Kniff und ein lautes Gschscht, damit kannst du unheimlich viel erreichen. Vor allem, lege jegliches Spielzeug weg. Spielzeug gibt es nur, wenn du aktiv mitspielst. Sonst nicht. Und wenn er deinen Freund anknurrt, tick ihm an die Rippen, ein gscht, ein Fingerzeig und ab auf die Decke. Zur Not erstmal mit Leine behilflich sein.

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Kommentar von dsupper
20.01.2016, 19:30

Ja klar, du kannst also aus der Ferne beurteilen, dass der Hund nicht verängstigt ist? Toll - du scheinst Hellseher zu sein.

Was meinst du, warum Hunde im Tierheim landen? Weil es überaus geliebte Wesen sind? Mit Sicherheit nicht.

Und solch einen Hund, der mit Sicherheit unsicher ist, die Regeln noch nicht beherrschen kann (denn er ist erst 3 Tage im neuen Heim), Angst hat - dem unterstellst du, Chef "spielen" zu wollen? Den soll man mit Methoden von CM erziehen?

Wenn du dich jemals mit den Methoden von CM auseinandergesetzt hättest, dann wüsstest du auf jeden Fall - und das wird eindringlich vor jeder Sendung dem Zuschauer klar gemacht - dass NIEMAND, der der nicht wirklich weiß, wie es geht, diese Methoden anwenden soll.

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Rufe doch mal bei dem Tierheim an. Dort hilft man dir sicherlich sehr gerne.

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