Neuer Mietvertrag wegen Besitzerwechsel

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5 Antworten

Nein:

Es bleibt alles so wie es war!

§ 566 Kauf bricht nicht Miete (1) Wird der vermietete Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber anstelle des Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten ein. (2) Erfüllt der Erwerber die Pflichten nicht, so haftet der Vermieter für den von dem Erwerber zu ersetzenden Schaden wie ein Bürge, der auf die Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Erlangt der Mieter von dem Übergang des Eigentums durch Mitteilung des Vermieters Kenntnis, so wird der Vermieter von der Haftung befreit, wenn nicht der Mieter das Mietverhältnis zum ersten Termin kündigt, zu dem die Kündigung zulässig ist.

Ich muss das ja dem Amt mitteilen Oder reicht ein Nachtrag zu dem alten Mietvertrag?

Allenfalls eine neue Bankverbindung muss man angeben,wenn man z.B. Hartz IV bezieht.

Mein Vermieter kennt sich da auch nicht aus.

Oh,oh.

Da kann aber viel schief laufen!

Ich rate Ihnen sich beim Mieterbund anzumelden oder sich selber mit dem BGB über Mietrecht zu informieren.

Es gibt Im Net auch viele nützliche Seiten,z.B. Mietrechtslexikon

oder

http://www.finanztip.de/tip/home/0mieter.htm

Dort findet man viele nützliche Infos.

Ihr Vermieter sollte z.B. Haus & Grund beitreten,das ist für Vermieter sowas wie der Mieterbund für Mieter.

Man kann so viel falsch machen bei Vermietung!

Das fängt schon bei Mietverträgen an,z.B. wenn da Klauseln drin stehen die dem Gesetz nach unwirksam sind.Ich gebe mal zwei Beispiele:

  • Festlegung eines Zeitablaufes ungültig Nach dieser Vertragsklausel müsste ein Mieter bei Beendigung des Mietverhältnisses einen genau festgelegten Renovierungskostenanteil zahlen, der allein vom Zeitablauf bestimmt wird. Er müsste selbst dann zahlen, wenn es gar keinen Renovierungsbedarf gibt. Das ist - so der BGH - eine starre Abgeltungsklausel. Sie ist unwirksam, weil sie den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt. Letztlich gelten hier die gleichen Grundsätze, die der Bundesgerichtshof zu den Fragen der Unwirksamkeit starrer Renovierungsfristen entwickelt hat.

Die Konsequenz daraus ist, Mieter müssen aufgrund der unwirksamen Abgeltungsklausel gar nicht renovieren, und auch keine anteiligen Renovierungskosten zahlen.

    1. Quotenklausel Der Bundesgerichtshof (VIII ZR 178/05) hatte außerdem geurteilt, • dass es sich auch dann um einen starren - deshalb unwirksamen - formularmäßig vereinbarten Fristenplan handelt, wenn die Fristen ohne weiteren Zusatz im Mietvertrag bezeichnet sind. Beispiel: Der Mieter hat Schönheitsreparaturen durchzuführen in Küche, Bad und WC alle 3 Jahre, in den übrigen Räumen alle 5 Jahre. "Konsequenz", so der Direktor des Deutschen Mieterbundes, "der Mieter muss nicht renovieren." • Ist - wie hier - die vertragliche Regelung über die Abwälzung der Schönheitsreparaturen unwirksam, kann sich der Vermieter auch nicht auf die zusätzlich im Mietvertrag vereinbarte "quotenmäßige Abgeltung angefangener Renovierungsintervalle" berufen. Die Kostenregelung, also die Quotenklausel, verliert ihre Grundlage. Das Gleiche gilt für mögliche Vermieteransprüche auf Schadensersatz. Es liegt keine wirksame Vereinbarung über die Übertragung von Renovierungspflichten vor.

Sie sehen,Mietrecht ist nicht einfach!

MFG

Johnny

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Kommentar von illuminati11
24.09.2013, 18:41

Hey Johnny, du scheinst dich dabei auszukennen, ich hätte so eine ähnliche Frage auf meinen Profil, wäre zu nice wenn du mir diese auch so beantworten kannst... LG

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Muss dann ein neuer Mietvertrag gemacht werden?

Nein.

Ich muss das ja dem Amt mitteilen Oder reicht ein Nachtrag zu dem alten Mietvertrag?

Es reicht wenn Du dem Amt die Bankverbindung des neuen Vermieters mitteilst.

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Weder du noch der neue Eigentümer müssen was am Mietvertrag ändern. Der Neue muss dich "übernehmen", denn Kauf bricht nicht Miete nach § 566 (1) BGB. http://dejure.org/gesetze/BGB/566.html

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Nein, dein alter Mietvertrag hat die gleiche Gültigkeit und muss so mit übernommen werden. Neue Mietverträge sind nur für neue Mieter zulässig.

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nein an den käufer gehen nutzen und lasten.

d.h. er übernimmt auch deinen Mietvertrag es muss nix geändert werden bleibt alles bei alten

nur auf ein anderes Konto musst du überweisen mehr nicht

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