Neuer Job in der Schweiz, Arbeitsbeginn 01.08. und aktuelle Krankschreibung in Deutschland als Deutscher?

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1 Antwort

Obacht, obacht, das ist eine ganze heikle Sache.

Das fängt nämlich schon damit an, dass in der Schweiz die Krankenversicherung NICHT das das Krankentaggeld bezahlt, sondern eine separate Versicherung, welche i.d.R. der Arbeitgeber abschliesst.

Und auch hier gibt's ganz andere Fristen. Belies' dich u.A. mal hier:

https://www.beobachter.ch/geld/versicherungen/krankentaggeld-viel-unwissen-und-fallstricke

"Denn nach den Regeln des Obligationenrechts (OR) schuldet der
Arbeitgeber erkrankten Arbeitnehmenden in den ersten drei
Anstellungsmonaten keinen Lohn (ausser der Vertrag wäre befristet und
für länger als drei Monate geschlossen). Für den Rest des Dienstjahrs
besteht der Anspruch auf drei Wochen Lohnfortzahlung bei Krankheit. In
den folgenden Jahren gilt er «für eine angemessene längere Zeit», je
nach Dauer des Arbeitsverhältnisses und den besonderen Umständen. Auf
der Basis des Gesetzes hat die Gerichtspraxis regional verschiedene
Skalen entwickelt. So ist bei Krankheit der Lohn nach der Basler Skala
beispielsweise im dritten Dienstjahr zwei Monate lang zu zahlen, nach
der Berner Skala ebenso und nach der Zürcher Skala für neun Wochen."

Konkret hängt's von den Bedingungen ab, nach denen dein Arbeitgeber (vermutlich) eine Kollektivkrankentaggeldversicherung abgeschlossen hat.

Abgesehen davon ist es sicher nicht statthaft, einen neue Stelle anzutreten, während du noch krankgeschrieben bist bzw. entsprechende Leistungen beziehst. Ich werfe mal den Begriff Versicherungsbetrug in den Raum...

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