Neuer Boden rein alter Boden raus inkl Entsorgung - Pauschal für 350€ Für einen privaten Arbeiter Fair oder nicht Fair?

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6 Antworten

Kommt drauf an, wie flink der ist und wie viele doofe Ecken da sind in deiner Bude, in der man schneiden muss. 

Wenn du mal davon ausgehst:

2 Std rausreißen, 1 Std Müll wegfahren (+Müllgebühren), 4-5 Std verlegen 

... hätte er einen Stundenlohn von ca 50 Euro, wobei er bei dem Festpreis ja das Risiko trägt, wenn er länger braucht. 

Ein gewisses Risiko hast du mit "Privatpersonen" immer, denn, wenn der Mist abliefert, stehste blöd da. (Mal ganz abgesehen vom Finanzamt.)

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Das sind 7,80 € pro Quadratmeter. Das scheint mir schon recht günstig! Eine Orientierung hast Du doch schon, wenn die anderen Angebote teurer sind!

Aber Achtung: Je mehr Du den Preis drückst oder je günstiger das Angebot, desto wahrscheinlicher wird es, dass es unqualifizierte Kollegen sind oder welche die schnell und unsauber arbeiten.

Also ich würde schon nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch, welche Qualifikationen die Typen haben!

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Ich kenne keinen der seriös unter 12,50€ / qm anbieten kann. Das ist dann aber nur die Arbeit. Material nach Verbrauch. Die Montage der Fußleisten kommt auch noch extra dazu.

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350 Euro??? Never ever! Das wird Pfusch, noch dazu, wo der alte Boden noch zu entfernen ist? Da sind doch die Materialkosten noch nicht dabei, oder? Wenn ja, dann Finger weg, das wird nix, dafür bekommst du keine Qualitätsarbeit und wahrscheinlich auch keine Garantie. Wer billig kauft, kauft 2x. Lieber mehr bezahlen und du hast lang Freude daran, als mit garantielosen Pfusch leben zu müssen.

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Teil 2: Sind die Angebotspreise realistisch?

Oftmals leider nicht. Dies hat nicht zuletzt etwas damit zu tun, dass den Anbietern das erforderliche Wissen fehlt, wie man einen Auftrag unter kaufmännischen Gesichtspunkten kalkuliert.

Seriöse Unternehmer rechnen - anderes tricksen!

Wer kalkulieren kann, weiß auch wann er mit seinem Angebot keinen Gewinn, bzw. Verluste machen wird.

Billiganbieter die ihr Kalkulation "Pi x Daumen" erledigen ziehen durch das vermeintlich günstige Angebot den Auftrag an Land und fordern anschließend weitere Zahlungen. Hierbei wird nicht selten die Unkenntnis des Auftraggebers ausgenutzt, der glaubt der Unternehmer als "Fachmann" wird schon Recht haben.

Genau dies ist jedoch nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Gibt eine Handwerker ein Angebot ab ohne darauf hinzuweise, dass es sich um ein vorläufiges Angebot handelt, ist dieses Angebot unter Umständen ein verbindlicher Festpreis!

Gesetzlich vorgeschrieben ist auch, dass es sich bei Angeboten und Kostenvoranschlägen immer um Bruttopreise (inkl. Mehrwertsteuer) handeln muss. Sehr beliebt ist, dem Kunden auf den Betrag nochmal schnell          19% MwSt zu berechnen. Das ist unzulässig.

Kostenvoranschläge dürfen zwar überzogen werden, doch dafür gibt es Grenzen. Die Rechtsprechung ist sich auch darüber einig, dass Handwerker, die sich vor Auftragsannahme den tasächlichen Umfang der Arbeiten nicht vor Ort angesehen haben, die vollen Arbeiten die im Auftrag vereinbart wurden ausführen müssen, ohne diese zusätzlich zu berechnen.

Immer besser einen Endpreis vereinbaren:

Handwerkerleistungen werden in der Regel nach qm² abgerechnet.

Zur Berechnet sollten ein im Kostenvoranschlag alle arbeiten exakt aufgeführt werden. Dies ist zum Beispiel dann entscheiden wenn es später zu Mängelrügen und Erstattungen kommen wird.

Beispiel:

Ein handwerker bietet das Entfernen und Neutapezieren zum Pauschalpreis von 10,- EUR / m² an.

Das Ergenis ist Murks und du forderst dein Geld zurück, nachdem der Handwerker nicht nachbesern will.

Nun behauptet der Handwerker im Preis wären 7,-€/m² für das Entfernen der Tapete enthalten gewesen. Das Tapezieren sei mit lediglich 3,-€/m² berechnet worden.

Besser jeden Arbeitsschritt dokumentieren lassen:

X m² Tapeten entfernen - Preis m² = X-Euro - Preis Gesamt m² = XX-Euro

Tapeten entfernen & entsorgen

Wand- und Deckenflächen grundieren

Wand- und Deckenflächen belegen (streichen, tapezieren)

Ebenfalls sollte schriftlich festgehalten werden welche Materialien verwendet werden und wie oft ein Anstrich erfolgt. Um ein fachgerechte Ergebnis zu erreichen sind in der Regel 2 Anstriche üblich (Vor- und Endanstrich).

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Beim Verlegen von Laminat ist darauf zu achten, welche Qualität die Trittschalldämmung aufweist.

Billige Laminat ist heute bereits für unter 2,-€/m² zu haben!

Dementsprechend ist auch die Qualität. Stellt der Handwerker das Material unbedingt verlangen die Nutzungsklasse anzugeben. In den Nutzungsklassen ist geregelt für welche Beantspruchung der Bodenbelag geeignet ist.

Man sollte auch darauf bestehen etwas über die Inhaltsstoffe zu erfahren. Bei Laminat handelt es sich um ein auf einen Träger aufgeklebtes Papier.

Die Klebstoffe enthalten oftmals auch gesundheitsgefährkiche Giftstoffe, die über Jahre ausdünsten und zu Allergien und anderen Beschwerden führen können.

Quadratmeterpreise sind für den Kunden die bessere Wahl!

Wird eine Quadratmeterpreis vereinbahrt bezahlt der Kunde nur die tasächlich Arbeit. Egal wie lange die Dauert!

Beim Stundenlohn kommt der Auftraggeber auch dür die "Trödelei" des Handwerkers auf.

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Stimmen die Berechnungen des Handwerkers?

Um sich selbst einen schnellen Überblick zu verschaffen ob die Berechnung stimmt, hier mal ein kurzes Beispiel an einem 20 m² großen Raum:

5 Meter lang + 4 Meter breit:

Boden/Deckenfläche: 5 m x 4 m = 20 m²

Wandflächen:

Länge x Deckenhöhe , z.B. ( 5 mx 2,50 m = 12,50 m )

2 Wände a 5 m x 2,50 m zusammen = 25,00 m²

2 Wände a 4 m x 2,50 m zusammen = 20,00 m²

Wandflächen = 45 m€ + Deckenfläche = 20 m²

Wand und Deckenflächen zusammen = 65 m²

Tipp: Fenster und Türflächen über 2 m² müssen rausgerechnet werden.

Im Kostenvoranschlag sollten auch Arbeiten der Vorbereitung enthalten sein:

Hierzu zählen Das Abkleben, Auslegen der Bodenflächen mit Malervlies, Demontieren von Schalter und Steckdosen u.s.w.

Nicht zu vergessen die An- und Abfahrtskosten!

Ebenfalls schriftlich festgehalten werden sollten unbedingt die Anfangszeiten und wann der Auftrag beendet worden ist.Hier kommst es nicht selten zu Problemen. Wurde nichts vereinbahrt, kommt es oft vor das Handwerker zwischendurch gerne mal einen Kleinauftrag dazwischen schieben und der Kunde vergeblich auf seinen Handwerker wartet.





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 Teil 1: Billig heißt nicht Günstig !

Du hast zwar alle Renovierungsarbeiten beschrieben, doch ich mal davon aus, dass es sich bei der Frage ausschließlich um den Boden handelt.

Auf jeden Fall solltest du einige Punkte beachten bevor du einen Auftrag erteilst, um nicht später böse Überraschungen zu erleben.

Auswahl des Handwerkers:

Auf Handwerkerplattformen wie my-hammer, blauarbeit u.s.w. sollte man sich zunächst einmal an den Bewertungen anderer Auftraggeber orientieren.

  • wie lange ist der Unternehmer bereits registriert?
  • wie viel Aufträge hat der Unternehmer bereits ausgeführt?
  • Wie haben andere Auftraggeber die Arbeiten bewertet?

Die Angebote, die du von den Handwerkern erhältst beziehen sich zunächst einmal auf den von dir eingestellten Auftrag. Dieser sollte daher so umfasstend und genau wie möglich beschrieben sein. Fehlen Details, kannst du diese auch dann noch nachtragen, wenn die Auktion bereits läuft.

TIPP: my-hammer ist nicht eBay

Du bist selbstverständlich nicht verpflichtet dich für einen Handwerker zu entscheiden. Viele Anbieter vergleichen diese Handwerks-Auktionen mit einer eBay-Auktion und fühlen sich verpflichtet einem Handwerker den Auftrag zu erteilen.

WICHTIG! Die Betriebshaftpflicht-Versicherung:

Du solltest dich nur für eine Firma entscheiden die eine Betriebshaftpflicht-Versicherung besitzt. Angaben darüber findest du im Handwerker-Profil. Außerdem nachfragen und im Auftrag bestätigen lassen.

Diese Versicherung übernimmt Schäden die durch den Handwerker verursacht wurden. Dies geschieht schneller als man denkt. Wird durch Unachtsamkeit beim Heruntertragen des alten Laminatbodens zum Beispiel der Wandbelag im Treppenhaus beschädigt würde die Betriebshaftplicht den Schaden regulieren. Ebenso "deine" teure China-Vase, die ein Handwerker versehenlich umgeworfen hat.

Seriöse Unternehmen verfügen selbstverständlich über eine Betriebshaftpflich-Versicherung. "Einzelkämpfer" (zum Ausüben des Gewerbes ist lediglich eine Gewerbeanmeldung erforderlich), verzichten oft auf diese Versicherung. Grund dafür sind meist die Versicherungsbeiträge.

Wer versichert ist zeigt bereits am Anfang, dass er sich über das Eigentum anderer Gedanken gemacht hat und dafür vorgesorgt hat, dieses im Ernstfall auch ersetzen zu können.

Für Schäden die durch den Unternehmer verursacht werden, bist du als Auftraggeber zuständig, wenn der Unternehmer nicht bezahlt. Denn du bist Vertragsparter des Vermieters - Nicht der Handwerker!

Du müsstest dir den Schaden anschließend, eventuell durch Klagen ersetzen lassen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass man sich den Aufwand sparen kann, da in der Regel nichts beim Handwerker zuholen ist.

Weitere Tipps findes du in der nächsten Antwort!

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