Neuer Boden in die Küche, wer muss zahlen?

8 Antworten

Entscheidend ist, ob der Vormieter den Belag anbrachte oder der Vermieter. Aber letztendlich war er da (vor 8 Jahren) und gilt deshalb so oder so als mitvermietet. Es sei denn im MV steht dazu etwas anderes. Ist der Belag jetzt verschlissen (was nach etwa mindestens 10 Jahren Liegezeit als normal zu betrachten ist), ist es Sache des Vermieters diesen zu erneuern und das auf seine Kosten. Der sollte zumindest gleichwertig sein.

Ein Blick in das damalige Übernahmeprotokoll sollte Aufschluss geben. Normalerweise ist das Sache des Vermieters, ihr zahlt schliesslich Miete. Bezgl. des Bodens könnt ihr euch mit dem Vermieter einigen. Er gibt die Preisstufe pro m² vor, alles andere bleibt euch überlassen. Sollte der Belag teurer sein, so zahlt ihr nur den Aufschlag. Verlegung ist auch Sache des Vermieters. Ihr habt doch die freie Auswahl; sollte aber immer mit Absprache des Vermieters sein.

Normalerweise ist das Sache des Vermieters, ihr zahlt schliesslich Miete

Falsch:

Wenn die Wohnung bei der Vermietung mit Teppichböden ausgestattet ist, kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sie zur Einrichtung gehören. Dabei ist gleichgültig, ob der Teppichboden vom Vormieter oder vom Vermieter stammt (LG Berlin 89, 999). Es sei denn, der Mietvertrag enthält eine andere Regelung oder der Mieter hat den Teppich vom Vormieter übernommen.

Quelle: Berliner Mieterverein

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Das ist eigentlich Sache des Vermieters. Er sollte die Kosten komplett übernehmen, wenn der Boden so viele Schäden hat. PVC ist ein fester Bodenbelag, der nicht zu den sogenannten "Schönheitsreparaturen" gehört sondern fester Bestandteil der Wohnung ist.

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