Neuer Arbeitsplatz - Urlaub aber gebucht!

3 Antworten

Die normale Vorgehensweise wäre: es auf die Kündigung ankommen lassen, gleich drauf in den Urlaub fahren (bzw. sich die letzten Tage Krankschreiben lassen) und dann denn neuen Job suchen bzw. antreten.

Also , ich war vor Jahren auch schonmal in so einer ähnlichen Situation , wir hatten auch 10 Tage Urlaub gebucht , und ich wurde 2 Monate vor Urlaubsantritt gekündigt ! - bei der Neusanstellung habe ich das gleich mit vorgebracht , und der damalige Arbeitgeber hatte sich darauf eingelassen , muss er aber nicht ! - es zählt immer noch die Wartezeit von 6 Monaten , wie gesagt , alles andere müsstest du vorher bei einem Gespräch mit ausloten !!

§ 4 Wartezeit

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

§ 13 Unabdingbarkeit

(1) Von den vorstehenden Vorschriften mit Ausnahme der §§ 1, 2 und 3 Abs. 1 kann in Tarifverträgen abgewichen werden. Die abweichenden Bestimmungen haben zwischen nichttarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Geltung, wenn zwischen diesen die Anwendung der einschlägigen tariflichen Urlaubsregelung vereinbart ist. Im übrigen kann, abgesehen von § 7 Abs. 2 Satz 2, von den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden.

(2) Für das Baugewerbe oder sonstige Wirtschaftszweige, in denen als Folge häufigen Ortswechsels der von den Betrieben zu leistenden Arbeit Arbeitsverhältnisse von kürzerer Dauer als einem Jahr in erheblichem Umfange üblich sind, kann durch Tarifvertrag von den vorstehenden Vorschriften über die in Absatz 1 Satz 1 vorgesehene Grenze hinaus abgewichen werden, soweit dies zur Sicherung eines zusammenhängenden Jahresurlaubs für alle Arbeitnehmer erforderlich ist. Absatz 1 Satz 2 findet entsprechende Anwendung.

(3) Für den Bereich der Deutsche Bahn Aktiengesellschaft sowie einer gemäß § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 3 des Deutsche Bahn Gründungsgesetzes vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, 2386) ausgegliederten Gesellschaft und für den Bereich der Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost kann von der Vorschrift über das Kalenderjahr als Urlaubsjahr (§ 1) in Tarifverträgen abgewichen werden.

Quelle : Bundesministerium der Justiz

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) trat erstmalig am 08.01.1963 in Kraft und garantiert jedem Arbeitnehmer mindestens 24 Werktage (Werktage = alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind) bezahlten Erholungsurlaub pro Jahr. Es ist als ein Instrument des sozialen Arbeitsschutzes zu betrachten, welches die Instandhaltung der Arbeitskraft durch die Regelung der Erholungsphasen gewährleisten soll.

Hierbei ist zu beachten, dass der Arbeitnehmer pro Monat 1/12 des Jahresurlaubs beanspruchen darf, bis er nach einer Wartefrist von sechs Monaten schließlich den vollen Urlaubsanspruch erwirbt. Diese Wartefrist ist pro Beschäftigungsverhältnis nur einmal zu bestehen und beginnt von Neuem, wenn der Arbeitnehmer einen Beschäftigungswechsel vollzieht.

Laut Bundesurlaubsgesetz darf der Arbeitgeber seinen Urlaub frei wählen

Der Zeitpunkt des Urlaubs richtet sich laut dem Bundesurlaubsgesetz in erster Linie nach den Wünschen des Arbeitnehmers, es sei denn, dringliche bzw. unabdingbare betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter dem Gesichtspunkt des sozialen Vorrangs besondere Beachtung verdienen (z.B. Arbeitnehmer mit Kindern, die ihren Mindesturlaubsanspruch nach der schulfreien Zeit ihrer Zöglinge richten), überschneiden sich mit den eigenen Urlaubswünschen.

Das Bundesurlaubsgesetz sieht weiterhin vor, dass der Jahresurlaub innerhalb des Kalenderjahres in Anspruch genommen werden sollte. Ist dies durch betriebliche Gesichtspunkte nicht möglich, so können die nicht verwendeten Urlaubstage in das neue Kalenderjahr übertragen werden, müssen aber innerhalb der ersten drei Monate verwendet werden. Während des Urlaubs ist es dem Arbeitnehmer nicht gestattet anderen Erwerbstätigkeiten nachzugehen. Sollte der Arbeitnehmer während bzw. innerhalb seiner Urlaubszeit erkranken, so werden gegen Vorlage eines ärztlichen Attestes die Tage, an welchem der Beschäftigte krankgeschrieben wurde, nicht von den bestehenden Urlaubstagen abgezogen. Weiterhin dürfen Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation nicht auf die Urlaubstage angerechnet werden.

Das Urlaubsentgelt ist nach §11 des Bundesurlaubsgesetzes bereits vor dem Antritt des Urlaubs zu gewährleisten und richtet sich in der Berechnungsgrundlage nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst des Arbeitnehmers innerhalb letzten 13 Wochen. Berücksichtigt wird hier jedoch nur das Fixgehalt und keine zusätzlich erworbenen Provisionen oder Bonitäten.

Die Mindestanzahl von 24 Urlaubstagen mit Entgeltfortzahlung ist durch das Bundesurlaubsgesetz fest verankert und abgesichert – alle weiteren Optionen der Erholung für den Arbeitnehmer und die Erhöhung des Jahresurlaubs liegen in reinem Ermessen des Arbeitgebers und sind in der Regel zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses im Arbeitsvertrag festzuhalten, welcher von beiden Parteien im Einverständnis unterzeichnet wird. Vor Gericht hat die Sondervereinbarung im Arbeitsvertrag Vorrang vor dem Bundesurlaubsgesetz.

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ein neuer AG wird dich nicht sofort 11 tage in urlaub fahren lassen.. ich hoffe, ich habe deine frage richtig verstanden............

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