Neuer Abteilungsleiter bestimmt nach 10 Jahren einfach meine Arbeitszeit

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8 Antworten

Da der Rahmen für eure Arbeitszeiten durch eine Betriebsvereinbarung festgelegt wurde, kann der Abteilungsleiter nicht einfach darüber hinweg Änderungen fordern.

Er müsste,so er denn eine Änderung erreichen wollte,die Betriebsvereinbarung kündigen, und mit dem Betriebsrat eine neue BV aushandeln.

Danke für die Antwort. Gibt es dafür irgendeinen Gesetztext, den ich als Argument benutzen kann. Denn ich glaube nicht das die Betriebsvereinbarung auf sein Verlangen hin geändert wird.

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@mowo3001

Hier ist der Betriebsrat gefragt,denn zu den allgemeinen Aufgaben des BR nach § 80 BetrVG gehört:

Der Betriebsrat hat folgende allgemeine Aufgaben:

  1. darüber zu wachen,dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze,Verordnungen,Unfallverhütungsvorschriften,Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen durchgeführt werden.

  2. ............................usw.

Setz dich mit einem Betriebsratsmitglied deines Vertrauens zusammen,und bespreche mit ihm dein Problem.

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@mowo3001

@mowo3001 - Im Arbeitsrecht gibt es nur für die wenigsten Sachverhalte konkrete Gesetzestexte (wie z.B. das Bundesurlaunsgesetz, das bereits vieles abdeckt). Alles andere muss vor dem Arbeitsgericht individuell erstritten werden.

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@Nightstick

Die Sache hat sich geklärt, es wäre ein Missverständnis gewesen, da mein Kollege angeblich den Wunsch geäußert hätte, das ich in dieser Zeit da wäre. Was aber nicht stimmt. Außerdem weiss er genau das ich bei nachvollziehbaren Gründen immer bereit bin meine Arbeitszeit anzupassen und auch mal später oder nachmittags komme. Ich bin mir nicht sicher was ich von der ganzen Sache halten soll, da man mich (lt. meinem Kollegen) in den nächsten 6 Wochen kontrollieren würde. Was soll denn das bei einem Missverständnis?. Auch mein Kontakt zum Betriebsrat wurde mir als vorschnell und unangemessen vorgeworfen. Und ausserdem wäre es (lt. Personalabteilung) jederzeit ohne Probleme möglich meine Gleitzeitregelung in eine starre Arbeitszeit zu verändern, trotz Betriebsvereinbarung?. Wo bleibt denn da die Gleichbehandlung.

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@mowo3001

Nun ja - Arbeitgeber (wahrscheinlich auch die des Öffentlichen Dienstes) haben die Angewohnheit, ungeliebte Mitarbeiter "unter Beobachtung" zu stellen.

Daher tätest gut daran, in Zukunft auf Dein Handeln genau aufzupassen (Dienst nach Vorschrift, ggf. "etwas mehr"), um dem Arbeitgeber keinen Grund für eine Ermahnung, Abmahnung oder gar Kündigung in die Hand zu spielen!

Konkret:

  • Keine privaten Telefonate, E-Mails etc.
  • Keine Mitnahme einer Büroklammer, eines Kugelschreibers etc.
  • Keine unnötigen privaten Gespräche / Informationen über Dich an Kollegen, Vorgesetzte oder Externe (z.B. Putzfrau)
  • Keine Verspätungen bzw. Kernzeitverletzungen (bei Gleitzeitregelung)
  • Kein unentschuldigtes Fehlen (hier auch: Zeitgerechte Krankmeldung).

Eine für Dich starre Arbeitszeit wäre zu überlegen - doch nur mit konkret festen Uhrzeiten (z..B. Mo - Fr. von - bis).

Na dann: Weiterhin viel Spaß bei der Arbeit... :-))

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@Nightstick

na ja Spass habe ich eigentlich schon kurz nachdem wir den neuen Abteilungsleiter bekommen haben nicht mehr. Aber ich bin sehr pflichtbewußt und krank war ich in den letzten Jahren nur zweimal natürlich mit Krankmeldung. Email und private Telefonate sind bei mir gleich null. Verspätungen sind bei unserer Gleitzeitregelung, da wir keine Kernzeit haben nicht möglich. Kugelschreiber sind meistens Werbegeschenke und teilweise unsere eigenen. Ok bei den privaten Gesprächen wäre es schwieriger, denn ich finde es unhöflich wenn ein Kollege oder Kollegin ein Gespräch beginnt einfach nicht zu antworten und weiterzugehen. Also am besten morgens ins Büro schleichen und bei Feierabend ebenso zu verfahren. Na dann macht es ja gleich noch mehr Spass. Feste Arbeitszeiten wären klasse aber für wen, im letzten Jahr habe ich in 3 Monaten über 150 Überstunden gemacht, weil sonst keiner da war (Urlaub, Krank, Prüfung). Obwohl von zweien von den dreien sowieso keine Hilfe zu erwarten gewesen wäre, auch wenn sie da gewesen wären. Ich glaube er hat mich deshalb auf dem Kieker, weil ich einer der wenigen bin, die über Missstände nicht einfach hinwegsieht. Gegenüber seinem unmittelbaren Vorgesetzen wird nämlich so getan als wäre alles in bester Ordnung.

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@mowo3001

Tsss... Eine "typische Beamtenbude" (Tschuldigung, das musste jetzt mal sein - nun fühle ich mich besser :-))

Aber im Ernst: Dir wird Dein Einsatz nicht gedankt - solltest Du einmal krank werden oder (aus anderen Gründen) nicht mehr können, wird man Dich fallenlassen "wie eine heiße Kartoffel"...

Ich kann Dir nur aus Erfahrung innerhalb der eigenen Verwandtschaft sagen, dass es Dir mit einer konkreten Arbeitszeitregelung besser gehen würde, weil dann alles geregelt wäre - und vielleicht bekommst Du ja dann den "Spaß" an der Arbeit zurück... Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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@Nightstick

>da man mich (lt. meinem Kollegen) in den nächsten 6 Wochen kontrollieren würde<:

Mach dir deswegen keinen Kopf.Ob es wirklich so kommen wird,ist doch nicht sicher.Was man so vom Hörensagen weiß,muss nicht immer richtig sein.

Wenn du deiner Arbeit korrekt nachgehst,und keine silbernen Löffel klaust, kann dir keiner was.

Es freut mich,wenn ich dir helfen konnte - und danke für das Kompliment und den Stern.

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Es kommt wohl darauf an was in deinem Vertrag drin steht.Wenn es dort schon drin steht,dass ihr Gleitzeit habt,kann er dir gar nix. Und wenn es bei euch so geregelt ist, denke ich nicht, dass er dir deine Zeiten vorschreiben kann. Und wenn es in der Betriebsverinabrung drin steht, kann er dir nix vorschreiben, meiner Meinung nach. Aber um sicher zu gehen, würde ich einfach mal im Betriebsrat nachfragen,dafür sind die Leute schließlich da.

Betriebsrat wurde schon informiert.

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Wenn Gleitzeit im Vertrag steht, dann hast du Gleitzeit. Wenn er das ändern möchte muss er den Vertrag ändern.

Bist du der/die einzige außer dem besagten Kollegen, der diese Arbeit machen kann? Verlangen kann dein Abteilungsleiter das bestimmt nicht so einfach und einseitig, aber bei einer Weigerung ist der Ärger schon vorprogrammiert. Gäbe es nicht die Möglichkeit eines Kompromisses? " Allerdings wäre es bei Urlaub oder Krankheitsbedingter Abwesenheit meines Kollegen nie so, dass unser Büro während der Öffnungszeiten (8.00-12.30 und 14.00-16.00 Uhr) besetzt ist" = auch das könnte ein Argument sein. Könnte es sein, dass da noch andere Streitpunkte im Raum schweben?

Ich habe so gut wie keinen Kundenkontakt, nur wenn mein Kollege nicht anwesend ist vereinbare ich für ihn die Termine und erledige die Angelegenheiten, die ich kann. Meiner hauptsächlichen Arbeit ist es vollkommen egal wann sie erledigt wird, normalerweise könnte ich das auch von 19.00 bis 23.00 Uhr erledigen. Aber du könntest Recht haben, das es nur ein Vorwand ist um mir zu zeigen, wer der Chef ist. da ich in der Vergangenheit manches Mal mit ihm aneinander geraten bin.

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solche arbeitszeiten kanns auch nur in nem rathaus geben...kein wunder dass unsere stadtverwaltungen nichts hinbekommen....

es zählt nicht was "immer so gemacht wurde" oder was du gut findest oder dein abteilungsleiter, sondern es zählt was im arbeitsvertrag steht. wenn da explizit drinsteht dass du in der kernzeit anwesend sein musst musst du das, wenn drinsteht dass du völlig freie zeiteinteilung innerhalb der gleitzeit-zonen hast dann hast du die.

und wenn nichts spezielles drinsteht dann würd ich sagen hat zuerstmal immer der chef recht, und der bist du nicht sondern er :)

Wir haben seit ca. 2 Jahren keine Kernzeiten mehr, sondern dürfen zwischen 6.30 und 23.00 Uhr arbeiten. In meinem Arbeitsvertrag steht nur die wöchentliche Arbeitszeit drin und nicht wann ich da zu sein habe.

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@mowo3001

dann hast du die wahl und dein abteilungsleiter pech :)

wobei ich mich da nicht drauf verlassen würde denn wenn du gekündigt wirst dann hast du trotzdem pech :)

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ich vermute, wenn es im Interesse der Abteilung liegt und es sich nicht anders regeln lässt, dass das Büro bis 12.00 Uhr besetzt ist, dann darf er das. Gleitzeit muss ja auch nicht zwangsläufig für alle Abteilungen gelten. Eine Änderung bedarf aber sicher der schriftlichen Form, wogegen ja Einspruch eingelegt werden kann.

es ist uninteressant ob unser Büro bis 11.30 oder bis 12.00 Uhr besetzt ist, denn dann ist bis 12.30 und auch nachmittags niemand da. Außerdem gilt diese Anweisung, die mir über meinen Kollgen mitgeteilt wurde nicht für alle sondern ausschließlich für mich. Selbst hat er mir noch nichts gesagt.

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Hallo, in einzelnen Fällen kann sowas schon mal vorkommen....aber,ich glaube das geht nicht so einfach wie der Herr sich das vorstellt....der Personalrat muß,soweit ich weiß,zustimmen.Also sprich doch mal den Personalrat an.

MfG

ich wuerd mal jemand "hoeheren" befragen, ob das da so in ordnung ist, was dir vorgeschrieben wird...

Gute Idee... :-))

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