Neuen Tierheimhund an mich gewöhnen?

9 Antworten

Lass ihr einfach ein wenig Zeit, sich an alles zu gewöhnen.

Ich meine 3 Tage .... Man kann nicht erwarten, dass nach 3 Tagen sich ein Heile-Welt-Gefühl beim Hund einstellt und sie von jetzt auf gleich versteht, dass es ihr jetzt gut geht und sie in Sicherheit ist, wo ihr keiner was Böses will. Da werdet ihr schon ein wenig Geduld haben müssen.

Ich würde sagen, lasst ihr Zeit, bedrängt sie nicht. Lasst sie besonders im Körbchen alleine - das ist ihr Rückzugsort und da soll sie sich sicher fühlen können, ohne dass ihr jedes Mal einer auf den Keks geht (sie scheint es ja eh nicht sonderlich prickelnd zu finden). Setzt euch mal ne Stunde auf den Boden in der Nähe zu ihrem Körbchen, lest ein Buch, macht Kreuzworträtsel o.ä. - irgendwas, das Ruhe ausstrahlt und nicht hektisch ist, ohne sie zu beachten, damit sie merkt "es passiert mir nichts". Vielleicht kommt sie von selber und kuckt, was ihr da so komische Sachen macht.

Vor allem aber: sucht euch bitte eine gute Hundeschule oder einen guten Trainer, der mit ängstlichen Hunden aus dem Tierheim umgehen kann, damit ihr jemanden an der Seite habt, der euch mit eurer Maus unterstützt und vielleicht hilfreiche Tips für euch hat.

Viel Glück und Geduld  :)

Nach einer Hundeschule sind wir schon auf der Suche und werden so bald wie möglich dort mit ihr hingehen :)

Und nein, vielleicht habe ich das ein wenig blöd formuliert, denn den Antworten nach zu urteilen, hat es hier jeder so verstanden, dass ich meine Hündin gerne in 3 Tagen schon an mich gewohnt haben und ihr Vertrauen geweckt haben wollte. So ist es aber keinesfalls, ich verstehe, dass dies bei ihr nicht so einfach geht und ich ihr vor allem Zeit geben muss. Ich wollte lediglich ein paar Tipps hören, mit denen ich in den nächsten Wochen, wahrscheinlich aber eher Monaten mehr an sie rankomme :)

Danke dennoch für Deine Antwort, sie hat mich wirklich weiter gebracht :)

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Vom Prinzip her geht es darum, dass nicht ihr auf den Hund zugeht sondern dass der Hund auf euch zugeht und dabei merkt, dass das ja angenehm und nicht schrecklich ist.

So als Übung:
Setze dich in die Nähe von ihrem Körbchen (oder woanders) auf den Boden, ohne sie anzugucken. Du hast zusätzlich zwischen deinen ausgestreckten Beinen etwas leckeres, was sie riechen kann und mag (kleine Rindfleischstückchen z.B.) . Da wird sie noch nicht rangehen, weil sie dazu an den Beinen vorbei müsste. Wenn sie aber durch den Geruch angelockt wird, halte ihr ein Leckerli (z.B. kleines Stückchen Fleisch) hin, sobald sie unsicher wird und nicht näher kommen mag. Um sie zu locken und anzufüttern, kannst du es auch zu ihr werfen. Die Entfernung, bei der du ihr was gibst, wird dann immer kleiner. Aber immer den Blickkontakt meiden oder nur kurz gucken. Das übst du immer wieder, bis sie sich traut, auch zwischen deine Beine zu kommen. Dann ist ein Riesenschritt geschafft.
Danach kannst du anfangen, sie beim Geben des Leckerlis vorsichtig anzufassen. Erst leicht an der Seite und wenn das klappt, an der Brust. Aber nie von oben kommen. Sie muss halt erstmal lernen, dass sie euch vertrauen kann und dass das Zusammensein mit euch Spass macht. Schon die alten Römer wussten, wie man das Volk gewinnt: Brot und Spiele.

Das geht leider nciht von heute auf morgen. Lasst ihr Zeit und versucht euch ihr nicht aufzudrängen auch wenn ihr sie am liebsten so oft wie möglich streicheln wollt. Sie wird früher oder später das Vertrauen zu euch aufbauen und dann von alleine auf euch zukommen.

Auch die Fütterung kann helfen den Hund an dich zu binden, indem du z.B. das Futter nur noch aus der Hand gibst oder du ihr den Napf dabei hinhälst. Dass das Gassigehen bisher gut klappt ist schonmal ein gutes Zeichen, da jede positive Aktivität die Bindung stärkt. Vielleicht schaffst du es ja sie mit kleinen Spielen und Übungen zu animieren, z.B. durch Suchspiele bei denen du Leckerlis in der Wohnung versteckst (dabei kann sie dann in Ruhe suchen ohne direkt auf dich zugehen zu müssen). Je mehr positive Erfahrungen sie mit euch hat, desto mehr Vertrauen wird sie aufbauen, wichtig ist einfach sie jetzt nicht zu viel Stress auszusetzen weil vielleicht z.B. Freunde und Bekannte sie auch gerne kennenlernen möchten. Die neue Umgebung und die neuen Menschen bedeuten gerade schon sehr viel Stress für sie. Aber es hört sich an als seid ihr da schon auf einem guten Weg :)

Vielen Dank, für die liebe Antwort, ich werde deine Tipps auf jeden Fall befolgen und hoffen, dass sie sich früher oder später an ihr neues Zuhause gewöhnen und es akzeptieren wird :)

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