Neue Subjektivität - was geschah?

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Die vereinfachende Literaturgeschichtsschreibung sagt in etwa: In der zweiten Hälfte der 60er Jahre gab es ein starkes Aufkommen der politischen Lyrik rund um das, was sich an den Universitäten zusammenbraute mit dem Höhepunkt des Jahres 1968. Da war viel von Revolution die Rede. Und Revolution ist ein Wir gegen Die. Nachdem das im Sande verlaufen ist, haben sich die Dichter wieder auf das Ich besonnen, auf die kleine Welt rund um sie selbst statt auf die große Welt der Politik. Das ist wie gesagt eine sehr vereinfachende Darstellung. Ob diese Zusammenhänge für jeden Dichter tatsächlich so waren oder ob Neue Subjektivität (wie auch Neue Innerlichkeit) nicht nur ein Marketingbegriff ist, unter dem man ein paar Dichter verkaufen wollte, ist eine andere Frage. Wie bei vielen sogenannten Epochenbegriffen (Romantik, Expressionismus) war es wahrscheinlich nur eine Minderheit von Dichtern, für die das Etikett passte, doch die haben am lautesten "geschrien", also blieb das Etikett als "Epoche" hängen.

Tut mir leid für die späte Antwort :( Danke du hast mir sehr geholfen!!!

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Tut mir leid für die späte Antwort :( Du hast mir wirklich sehr geholfen!!

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