Neue SSD einbauen - Einbaurahmen welche Größe?!

5 Antworten

Kommt halt darauf an, Wo Baugrößen Festplatten-Baugrößen 3,5″-Serial-ATA-Festplatte (frühe Variante mit zusätzlichem ATA-Stromanschluss) Formfaktor 2,5″ (links) und 5,25″ (volle Bauhöhe, rechts) 1 GB IBM MicroDrive (1″) kompatibel zu CompactFlash-Typ-II

Die Abmessungen von Festplatten werden traditionell in Zoll angegeben. Dabei handelt es sich um keine exakten Größenangaben, sondern um einen Formfaktor. Übliche Formfaktoren für die Breite sind 5,25″, 3,5″, 2,5″ und 1,8″, für die Höhe z. B. 1″, ½″ und ⅜″. Die Zollangaben entsprechen meist in etwa dem Durchmesser der Platte, nicht der Breite des Laufwerkgehäuses. Teilweise werden jedoch kleinere Platten verwendet, um höhere Drehzahlen zu ermöglichen.[3]

Im Zuge der technischen Weiterentwicklung wurden immer wieder Baugrößen zugunsten kleinerer eingestellt, da diese neben dem geringeren Platzbedarf weniger anfällig gegen Erschütterungen sind und eine geringere Leistungsaufnahme aufweisen. Zwar bedeutet weniger Platz zunächst, dass ein Laufwerk kleinere Platten hat und damit weniger Speicherplatz zur Verfügung stellt. Die schnelle Technologieentwicklung in Richtung höherer Datendichten kompensiert diese Einschränkung jedoch erfahrungsgemäß kurzfristig.

Das erste Festplattenlaufwerk IBM 350 von 1956 hatte eine Baugröße von 24″. Mitte der 1970er kamen Modelle mit einer Größe von 8″ auf, die ebenfalls recht schnell durch die wesentlich handlicheren und vor allem leichteren 5,25″-Festplattenlaufwerke abgelöst wurden. Dazwischen gab es noch Größen von 14″ und 9″.

5,25″-Festplatten wurden 1980 von Seagate eingeführt; seit 1997 ist diese Gattung nicht mehr anzutreffen. Einige SCSI-Server-Laufwerke sowie das LowCost-ATA-Laufwerk BigFoot von Quantum waren die letzten Vertreter dieses Formats. Die Baugrößen dieser Laufwerke orientieren sich an denen von 5,25″-Diskettenlaufwerken: Die Breite dieser Laufwerke beträgt 5¾″ (146 mm), die Höhe bei Laufwerken mit voller Höhe (die zwei Steckplätze belegen) 3¼″ (82,6 mm), bei Laufwerken mit halber Höhe 1⅝″ (41,4 mm). Es gab Modelle mit noch geringerer Bauhöhe: die Modelle der BigFoot-Serie hatten eine Bauhöhe von ¾″ (19 mm) und 1″ (25,4 mm). Die Tiefe von 5,25″-Festplatten ist nicht festgelegt, sollte aber nicht wesentlich oberhalb von 200 mm liegen.

3,5″-Festplatten wurden 1987 (IBM PS/2 Model 50) eingeführt und sind derzeit (2014) Standard in Desktop-Computern. Die Baugrößen dieser Laufwerke orientieren sich an denen von 3,5″-Diskettenlaufwerken: Die Breite dieser Laufwerke beträgt 4″ (101,6 mm), die Höhe meist 1″ (25,4 mm). Seagate brachte mit der ST1181677 eine Festplatte mit 12 Scheiben und 1,6″ (40,64 mm) Höhe heraus [4]. Die Tiefe von 3,5″-Festplatten beträgt 5¾″ (146 mm).

2,5″-Festplatten wurden ursprünglich für Notebooks entwickelt, finden mittlerweile aber auch in Servern und Spezialgeräten (Multimedia-Playern, USB-Festplatten) Verwendung. Die Breite beträgt 70 mm, die Tiefe 100 mm. Die traditionelle Bauhöhe war ½″ (12,7 mm); mittlerweile gibt es Bauhöhen zwischen 5 mm und 15 mm, verbreitet sind 5 mm, 7 mm und 9,5 mm. Die erlaubte Bauhöhe hängt vom Gerät, in das die Festplatte eingebaut werden soll, ab. Der Interface-Anschluss ist gegenüber den größeren Bauformen modifiziert; bei ATA ist der Abstand der Pins von 2,54 mm auf 2 mm verringert. Es kommen weiterhin vier Pins dazu (insgesamt 43 Pins), die den separaten Stromversorgungsstecker der größeren Modelle ersetzen. 2,5″-Festplatten benötigen nur eine Betriebsspannung in Höhe von 5 V; die bei größeren Platten notwendige zweite Betriebsspannung in Höhe von 12 V entfällt. 2,5"-SATA-Festplatten haben die gleichen Anschlüsse wie die 3,5"-Laufwerke, nur die 5 mm hohen Laufwerke haben wegen der geringen zur Verfügung stehenden Höhe teilweise einen speziellen SFF-8784-Anschluss.[5]

Seit 2006 bieten Seagate, Toshiba, Hitachi und Fujitsu 2,5″-Festplattenlaufwerke für den Einsatz in Servern an. Seit April 2008 wird von Western Digital mit der Velociraptor ein 2,5″-Festplattenlaufwerk (mit 15 mm Bauhöhe) mit 3,5″-Einbaurahmen als Desktop-Festplattenlaufwerk vermarktet.[6]

1,8″-Festplatten werden seit 2003 bei Subnotebooks, diversen Industrieanwendungen sowie in großen MP3-Playern verwendet. Die Breite beträgt 54 mm, die Tiefe zwischen 71 und 78,5 mm, die Höhe 8 mm. Es gibt Platten, welche die Einbaubreite und -höhe von 2,5″-Festplatten haben (Hitachi Travelstar C4K40).

Noch kleinere Baugrößen mit 1,3″, 1″ und 0,85″ spielen kaum eine Rolle. Eine Ausnahme waren Microdrives in der Anfangszeit der digitalen Fotografie, sie ermöglichten mit einer Baugröße von 1″ vergleichsweise hochkapazitive und günstige Speicherkarten im CompactFlash-Typ-II-Format für Digitalkameras, wurden aber inzwischen durch Flash-Speicher verdrängt. 2005 gab es von Toshiba Festplattenlaufwerke mit einer Baugröße von 0,85″ und einer Kapazität von 4 GByte für Anwendungen wie MP3-Player.

Eine SSD hat die Baugrösse 2,5 Zoll. Je nachdem wo die SSD eingebaut werden soll brauch man evtl. einen Einbaurahmen. Meine SSD konnte ich direkt in einem 3,5 Zoll Laufwerksschacht ohne einen Adapter verschrauben.

Wie konntest du die SSD mit einer Größe von 2,5 Zoll ohne Einbaurahmen in einen 3,5 Zoll Schacht schieben? o.O

0
@OfficerMarch

Die SSD hat unten Befestigungsbohrungen mit Gewinde, mein Schacht hat unten wo normalerweise die HDD aufliegt Bohrungen in passendem Normabstand. Schrauben durchgesteckt, festgeschraubt und passt.

0

Guck doch einfach, was ankommt. Normalerweise liegt ein Einbaurahmen auf 3,5Zoll dabei und für einen 2,5Zoll Schacht brauchst du eh keinen Rahmen.

Sollte kein Einbaurahmen dabei liegen - eine SSD hatte ja keine Vibrationen wie eine HDD.

Nimm einfach ein Stück Alu/Blech/Holz. z.B. altes Backblech, alte Keksdose, etc. schneide es zurecht, pfeile die Kanten ab, damit man sich nicht schneidet, Löcher rein bohren, um die SSD drauf schrauben zu können und um das Blech im Schacht befestigen zu können, fertig. Mit einem Stück Holz spart man sich das Pfeilen, braucht nur längere Schrauben als üblich.

Was möchtest Du wissen?