Neue Schule und mein stottern:( was tun ......?

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5 Antworten

Klar, Dein Bruder stottert nicht und kann sich deswegen nicht vorstellen, in welch einer Situation Du bist und was da auf Dich zukommt.

6 bis 7 Monate sind für eine Stottertherapie schon eine gute Vorgabe, das kann klappen. Voraussetzung ist, dass Du eine/n gute/n Therapeutin/en findest. Das dürfte das Hauptproblem sein. Ja, es ist richtig, vom System her sind für Stottern Logopäd/inn/en zuständig. Aber nicht jede/r Logopädin/e kann das gleich gut behandeln. Du müsstest Dich also beraten lassen, um eine/n zu finden, der (1) ein besonderes Interesse an Stottern hat und (2) Erfahrung in der Behandlung hat. Das kannst Du vorher abfragen, z.B. indem Du an viele Logopäd/inn/en in Deiner Gegend eine E-Mail schreibst und sie nach diesen beiden Punkten fragst.

Wenn Du jetzt bald mit einer Psychotherapie anfängst, kannst Du natürlich auch die/den Psychotherapeutin/en fragen, ob sie/er jemanden kennt, die/der sich mit Stottern auskennt. Wenn er sich nicht auskennt, wird er wahrscheinlich nur an Deiner Depression arbeiten und hoffen, dass wenn Du damit besser zurecht kommst, auch das Stottern weniger wird. Das kann klappen, oder auch nicht.

Aber das Ganze sollte koordiniert ablaufen, der/die Psychotherapeut/in und die/der Stottertherapeut/in sollten sich abstimmen.

Ein erster Schritt wäre sicher, dass Du mal bei der BVSS Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe anrufst und Dich beraten lässt. Ja, anrufst, auch wenn Du "schüchtern bist". Die kennen sich mit Stottern aus und sind darauf gefasst, dass jemand anruft, die stottert.

Noch etwas: Für stotternder Schüler gibt es das Recht auf einen Nachteilsausgleich. Auch dazu kannst Du Dich bei der BVSS beraten lassen. Keine Schülerin darf wegen des Stottern benachteiligt werden.

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Kommentar von BVSS - Stottern & Selbsthilfe
21.12.2015, 13:17

Als Ergänzung für die Hinweise auf die BVSS:

Auf unserer Homepage findest du unter www.bvss.de/nachteilsausgleich sowie unter /schule und /Therapie schon mal erste, hilfreiche Infos zu deinen Fragen und Themen - und ja, wie starkea schon schreibt: natürlich kannst du uns gerne einfach mal anrufen.

Alles Gute - deine BVSS

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Ein Psychotherapeut hilft da nicht. Aber ein Logopäde. Rezept gibt es beim Hausarzt.

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Rede ganz langsam! Das fällt kaum einem auf wenn dus nicht übertreibst! Denke nicht darüber nach, dass du was falsch machen kannst. Mach einen gelassenen Eindruck. Diese Menschen sind genauso gleich wie du, vielleicht bist du ihnen sogar überlegen. Denk nicht, dass du ihnen irgendwas beweisen willst oder dass sie alles können und die über dir stehen, stell dich gedanklich nach oben und denk dir du sprichst mit schweinen. Ja! Wenn du dir denkst das sind voll die Untermenschen dann erscheinen dir deine Fehler nicht mehr so schwerwiegend und du machst dir darum keine Gedanken...

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Kommentar von Andreas Starke
16.12.2015, 19:50

Die Empfehlung, ganz langsam zu sprechen, ist nicht die Schlechteste aller möglichen Empfehlungen. BabyBo01 wird feststellen, dass sie nicht stottert, wenn sie extrem langsam spricht. Kein/e Stotterin/er stottert, wenn sie/er nur genügend anders spricht als er/sie normal spontan spricht. Ausnahmen gibt es, aber nur sehr sehr wenige, ich schätze unter 1 Prozent. Aber darauf, dass sie nicht übertreibt, kommt es nicht an. Ganz im Gegenteil, die Übertreibung ist notwendig, damit der Effekt (fachlich: der Verfremdungseffekt) eintritt.

Deine anderen Ratschläge taugen leider nichts, vielleicht wegen der Schüchternheit, aber nicht wegen der Sprechstörung Stottern.

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Hallo, ich kann gut verstehen, dass dich das alles sehr belastet. Und das Stottern kann man auch nicht so einfach sein lassen, da haben andere immer gut reden. Google doch mal "Stottern Del Ferro". Da wird eine Atemtechnik geübt, die kurzfristig und erfolgreich helfen soll. Ich hatte dazu mal einen Bericht gsehen, der mich echt beeindruckt hat. Alles Gute!

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Ah du Arme,

wegen was machst du deine Therapie? Denn ich glaube, wenn du deine Therapie da machst, wirst du bestimmt mehr Selbstvertrauen haben und dann sollte auch dein stottern weggehen.
Stotterst du nur wenn du aufgeregt bist oder 'allgemein'?

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Kommentar von BabyBo01
15.12.2015, 19:25

Wegen meinen Depressionen .... 

Ne ich stottere eigentlich immer .. Sogar beim normalen sprechen.. Aber je mehr meine psychischen Probleme werden und je mehr ich mich einsam und nutzlos fühle desto mehr stottere ich .. Es gab so eine Zeit wo ich ganz viele Freunde hatte, es mit meiner Familie gut lief, da hab ich kaum bis gar nicht gestottert zB ... 

Ich denke dass das ganze psychisch bedingt ist bei mir, aber ich weiß einfach nicht habe zu sehr Angst davor das ich wieder deshalb gemobbt werde! :( 

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