"Neue Mama" für ein Kleinkind?

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6 Antworten

Liebe lisalimbo,

deine kleine Schwester hat nur eine Mutter: Ihre leibliche Mutter. Und wenn die stirbt, würde für deine kleine Schwester die Welt zusammenbrechen!!! Sie wird ihre Mutter IMMER vermissen, niemand wird sie 1:1 ersetzen können. Sie ist ja ein Mensch, der Gefühle hat, und keine Puppe!

Wenn ein Waisenkind von einer Adoptivmutter großgezogen wird, hat es 2 Mütter. Die eine, die immer noch in der Erinnerung ist und die vieles vom Verhalten und Vertrauen können des kleinen Waisen geprägt hat. Dann hat es noch die Adoptivmutter, bei der es sich irgendwann hoffentlich nach und nach genauso wohl, geliebt und geborgen fühlen kann wie bei seiner leiblichen Mutter. So ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, dauert aber seine Zeit! Das Vertrauen eines Kindes muss man sich erst Stück für Stück verdienen! Man kann nicht einfach hingehen und sagen: "So, ich bin jetzt deine neue Mama!" und erwarten, dass das Kleinkind dass kommentarlos und gefühllos hinnimmt...

Da das Kind mit 3-4 Jahren schon bewusst mitbekommt, dass jetzt nur noch die große Schwester zu Hause ist und WEIß, dass du ihre Schwester bist, wird es natürlich NICHT denken, dass du seine Mutter bist. Es ist ja kein hirnamutierter Goldfisch. Was soll diese Frage? Aber die künftige Adoptivmutter könnte allmählich ein gutes Mutter -Kind- Verhältnis zu deiner kleinen Schwester aufbauen. Und eine gute Adoptivmutter würde auch immer so ehrlich sein, dem Kind zu sagen, dass es eigentlich vorher im Bauch einer anderen Mutter war. Das ist Ehrensache! Alles andere könnte später zur Verwirrung des Kindes und tiefer Enttäuschung und Bruch des mühsam aufgebauten Vertrauensverhältnisses führen.

LG, deine Fachkraft für Frühpädagogik

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Kommentar von BabyBaylee
03.12.2015, 07:07

Ich versteh auch nicht, warum Eltern mit der Botschaft warten. Wann ist denn der beste Zeitpunkt einem Kind beizubringen, dass es adoptiert ist? Ich würde das so mit 4-5 Jahren machen, wenn es anfängt zu verstehen, was Adoption bedeutet. So wächst es mit dem Wissen auf und im Teenager-Alter platzt keine Bombe.

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Glaub ich nicht. Mit 3 oder 4 kennt man seine Mutter und wird die auch vermissen.

Mal davon abgesehen, dass ich es schrecklich finden würde, das Kind anzulügen und durch Zufall kommt später mal alles raus....

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Warum sterben deine mum und ihr freund in 2-3 Jahren?
Ist schon ein trauriges Gedankenspiel.

Erzwingen kannst du es nicht, aber vielleicht wird dein Geschwisterchen dich automatisch als Mama sehen.

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3 oder 4-jährige sind schon fähig, sich in Zukunft an Geschehnisse aus diesem Alter zu erinnern.

Kinder verarbeiten den Tod geliebter Menschen ganz anders als Erwachsene. Es ist für sie gar nicht so traumatisch, gerade weil sie Kleinkinder sind und mit dem Thema noch gar keine Erfahrung haben. Natürlich kann es sein, dass das Kind die erste Zeit weint, was aber mehr daran liegt, dass die täglichen Routinen abbrechen und neue entstehen, das ist insgesamt stressiger als der eigentliche Verlust. Da würde ich ihnen keinen Bären aufbinden, nur weil man mit dem persönlichen erwachsenen Geist denkt, es wäre sonst zu schlimm.

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Kommentar von Hopsfrosch
03.12.2015, 00:56

Und WIE traumatisch es für ein Kleinkind ist, seine Mutter zu verlieren! Was hat es damit zu tun, dass es keine "Erfahrung" damit hat???! Es verliert seine wichtigste Bezugsperson und damit schlagartig auch sein Urvertrauen! WIE dramatisch Kleinkinder erleben, das Mama WIRKLICH nicht wiederkommt, kann man ermessen, wenn das Kind nur noch brüllend vor Kummer in der Ecke sitzt, nicht mehr schlafen will, weil es auf Mama wartet, wieder einnässt, oder sogar vor Schock auf Monate oder Jahre völlig verstummt (Mutismus )....LG, deine Fachkraft für Frühpädagogik

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Kommentar von Bonbonglas
03.12.2015, 07:57

Wir wollen mal Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Urvertrauen ist jetzt erstmal die menschliche Fähigkeit, anderen Menschen überhaupt zu vertrauen. Wenn das Kind durch den Verlust der Eltern gleich das Urvertrauen verliert, dann liegt das vor allem daran, dass die Eltern das Weltbild des Kindes diese 3-4 Jahre Lebenszeit lang vorgemacht haben, sie seien gefälligst die einzigen Bezugspersonen auf der Welt. Wenn die dann versterben, ja, dann liegt das ganze Weltbild in Scherben, wem soll das Kind noch vertrauen wenn die einzigen Menschen, dem es vertraut hat, jetzt weg sind. Wo Kinder als Säuglinge schon in eine Gruppe verschiedenen Alters integriert werden, finden sie auch andere Erwachsene, zu denen sie Vertrauen aufbauen (meist Oma und Opa, Tanten und Onkel, Nachbarn). Dass Kleinkinder durch den Verlust von Bezugspersonen traumatisiert werden, ist daher ein hausgemachtes Problem. LG ein Mitglied einer wolgadeutschen Großfamilie. Wolgadeutsche haben im letzten Jahrhundert viele persönliche Verluste eingefahren, um das mal nüchtern auszudrücken.

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Das das Kind die Mutter vermisst ist sher unterschiedlich. Es kommt darauf an, wie lange das Kind eine Mutter gehabt hat, und es ist auch charakter bezogen. Manche halten es besser aus als andere. Bei Fragen nach der Mutter muss dann die traurige Wahrheit gesagt werden :(

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wie kran müsstest du sein, dass überhaupt machen zu wollen? sie wird ihre mutter ein leben lang vermissen und wird bei liebevollen großeltern groß oder in einer liebevollen pflegefamilie. man gibt doch einer pubertierenden 18-jährigen nicht das sorgerecht. du bist garnicht reif dafür und hast nicht die finanzen und die erfahrung um dich um dein kind zu kümmern - wie man schon an deiner wahnwitzigen idee sieht.

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