Neue Lebensgefährtin nicht Verheiratet, zusammen lebend, das Kind mit meiner Ex vom Gericht (Aufenthaltsbestimmungsrecht) zugesprochen, was steht mir zu?

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4 Antworten

Wenn die Kindsmutter keinen Unterhalt zahlt bzw.zahlen kann,dann käme normalerweise der Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt in Betracht !

Bis zum 6 Geburtstag 145 € und bis zum 12 Geburtstag 194 €,dass gilt ab 01.01.2016.

Dieser würde max. bis zu 72 Monate gezahlt,längstens aber bis zum 12 Lebensjahr,also ab 12 würde es dann nichts mehr geben,selbst wenn die 72 Monate noch nicht ausgeschöpft wären.

Normalerweise entfällt dieser Anspruch nach einer erneuten heirat,ihr seid ja nicht verheirat,aber ihr habt ein gemeinsames Kind und deshalb könnte das Jugendamt dann ggf.die Zahlung verweigern,weil du dann evtl.nicht mehr als alleinerziehend angesehen würdest,auch wenn ihr nicht verheiratet seid.

Da du mit deiner Partnerin und Kind / Kindern zusammen lebst,wird auch ihr Einkommen bei der Berechnung des Wohngeldes und ggf. Kinderzuschlag heran gezogen.

Dazu kannst du dir im Internet jeweils einen kostenlosen Rechner für Wohngeld und Kinderzuschlag suchen und einen evtl.Anspruch berechnen lassen.

Hier gehe ich aber davon aus das ihr nichts mehr bekommen werdet,weil das gemeinsame Einkommen zu hoch ist.

Es bliebe dann nur noch eine ALG - 2 / Sozialgeld Aufstockung vom Jobcenter.

Hier wird ebenfalls euer gesamtes Einkommen für die Berechnung zu Grunde gelegt,weil ihr durch euer gemeinsames Kind gleich eine so genannte BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) bildet und in dieser seid ihr zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet.

Das würde euch zumindest in der Regel für die ersten 6 Monate zustehen,damit meine ich nur die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),weil dann erst mal geprüft werden müsste ob diese dann für 4 Personen angemessen ist.

Sollte das nämlich nicht so sein,dann würde das Jobcenter diese unangemessene KDU - in der Regel nur für weitere 6 Monate in tatsächlicher Höhe übernehmen,danach nur noch die angemessenen Kosten.

Ihr würdet dann eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommen,wenn ihr dann z.B. nicht in eine angemessene Wohnung ziehen möchtet,dann müsstet ihr nach diesen evtl.6 Monaten die Differenz selber zuzahlen.

Bedarf nach dem SGB - ll :

- Regelsatz du 364 €

- Regelsatz Partnerin 364 €

- Regelsatz Kind ab 6 - 13 Jahre 270 €

- Regelsatz Kind 0 - 5 Jahre 237 €

- angemessene KDU

Das würde euch im ALG - 2 Bezug min. zustehen !

Das Kindergeld von 190 € und ggf. Unterhalt / Unterhaltsvorschuss wird dann auf den jeweiligen Bedarf des Kindes angerechnet und von den evtl.Leistungen abgezogen.

Der jeweilige Bedarf besteht dann min. aus dem Regelsatz + dem Kopfanteil der KDU - also bei 4 Personen jeweils 1 / 4 der Warmmiete.

Das sind dann min.1235 € für die Regelsätze und dazu käme dann wie gesagt zumindest für in der Regel 6 Monate die tatsächliche KDU.

Deine Partnerin kann dann auf ihr Erwerbseinkommen,wenn dieses min. 1500 € Brutto beträgt,ihren Freibetrag auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll von 330 € von ihrem Nettoeinkommen abziehen.

Das ergibt dann ihr anrechenbares Nettoeinkommen,dass kannst du dann schon mal mit dem Kindergeld für die beiden Kinder addieren,denn das bekommt ihr ja auf jeden Fall.

Dazu kommt dann dein ALG - 1,dieses wird auch fast vollständig als anrechenbares Einkommen dazu addiert und dann auf euren gemeinsamen Bedarf abgerechnet.

Du kannst dann von deinem ALG - 1 eine 30 € Versicherungspauschale abziehen,wenn du ein KFZ - hast die Haftpflicht Versicherung und wenn du durch deinen Beruf eine gesetzlich geforderte Versicherung hättest,dann auch diese Beiträge.

Dann rechnest du alles zusammen,vergleichst das mit eurem oben genannten Bedarf nach dem SGB - ll und wenn ihr einiges mehr habt braucht ihr gar keinen Antrag zu stellen.

Elterngeld kann man entweder für 1 oder 2 Jahre in Anspruch nehmen,dann würde es geteilt,ist der Anspruch ausgeschöpft gibt es da nichts mehr.

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Kommentar von isomatte
16.02.2016, 14:40

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Wenn Du zu geringe Einkünfte hast, um den vollen Kindesunterhalt zahlen zu können, während die Mutter über wesentlich bessere Einkünfte verfügt, kann durchaus ein Fall gegeben sein, wo sich die Mutter ausnahmsweise am Barunterhalt beteiligen muss. Insofern sind die anderen Antworten hier leider nicht ganz zutreffend. Nähere Infos zu einem solchen Ausnahmefall findest du unter http://www.scheidung-online.de/unterhalt/kindesunterhalt/hoeheres-einkommen/index.phpp

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Kommentar von habFrage
12.01.2017, 04:57

die Mutter ist im Knast...

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Für die Kindererziehung eines 6-jährigen Sohnes muß du nicht deine Arbeit komplett aufgeben. Als leitender Angestellter hast du das Geld zeitliche Versorgungslücken, zum Beispiel durch eine Tagesmutter, zu schließen. Eine gutbezahlte Arbeit auf zu geben muß man sich leisten können. Jetzt muß du deine Ausgaben/Leben deinem niedrigen Einkommen anpassen. Deine Freundin lebt doch mit dir und deinem Kind zusammen hat also mit euch beiden was zu tun. Wenn du von ihr kein Geld annehmen willst dann muß du dich trennen, eine eigene Wohnung nehmen. Leider sind die Gesetze so.

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Kommentar von blumenkanne
21.01.2016, 07:03

also in meiner firma arbeitet ein leitender angestellter für 1350 euro netto. dafür von mo-so im 24h-dienst rund um die uhr, 50 stunden die woche. da gibt es keine möglichkeit irgendwo abstriche zu machen.

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elterngeld gibt es nur max. die ersten zwei jahre gesplittet oder ein jahr voll für die betreuung des babys.

du bekommst kindergeld in höhe von 190 euro und du kannst unterhaltsvorschuss beantragen, das wären 168 euro für ein kind ab 6. unterhaltsvorschuss wird gezahlt, da deine ex nicht leistungsfähig ist und gibt es für max. 72 monate und max. bis zum 12. lebensjahr.

zusätzlich kannst du prüfen lassen ob du aufstockende leistungen alg2 bekommen könntest. dazu wird deine gesamte bedarfsgemeinschaft bestehend aus dir, deiner freundin und den beiden kindern geprüft.

sollte dein sohn noch einen anspruch haben, wird er sehr gering sein, wenn er nicht sogar aus der bg rausfällt. dann könntest du kinderwohngeld prüfen.

dein alg1 und ihr einkommen wird vom bedarf abgezogen und der rest ergibt deinen restbedarf unter umständen. ich vermute aber da kommt nix bei rum - heißt du wirst recht zügig wieder in arbeit kommen müssen.

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Kommentar von isomatte
21.01.2016, 08:08

Unterhaltsvorschuss ab 2016 beträgt 145 € bzw.194 € pro Monat !

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