Neue Küche vom Vermieter bekommen und die alte Küche wird nun verkauft. Vermieter möchte das Geld, obwohl was anderes abgemacht war. Was ist nun rechtens?

... komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Da die Küche je das Eigentum des Vermieters war, müsst ihr ihm den Verkaufserlös zur Verfügung stellen.

Im Gegenzug berechnet ihr ihm dann die Arbeitskosten und den Aufwand für den Verkauf. Dabei könnt ihr ruhig handelsübliche Stundenlöhne in Anspruch nehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Unser Hausmeister hat davon Wind bekommen und uns nun gesagt, dass der
Vermieter ihn gefragt haben soll, ob den Mietern (= uns) eigentlich
bewusst ist, dass er das Geld dann für die Küche haben möchte.

....sagt der Hausmeister....der, wie viele Hausmeister, über alles bestens Bescheid weiß und notfalls auch ein bißchen dazu erfindet.

Wir haben uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit dem Vermieter
speziell darüber in Verbindung gesetzt, weil wir noch ziemlich empört
sind, uns hintergangen und betrogen fühlen.

Also hast du nicht einmal den blassesten Schimmer davon, ob das überhaupt stimmt, was der Hausmeister da so von sich gibt.  Bevor du dich noch weiter empörst und den Vermieter beschuldigst euch zu hintergehen, solltest du das erstmal mit selbigem klären.  Es kann ebenso gut sein, dass es sich bei der Äußerung des Hausmeisters um heiße Luft handelt.

Sollte der Vermieter tatsächlich Anspruch auf das Geld erheben - teilt euch die Kohle und gut ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke der Vermieter ist im Recht. Die alte Küche ist doch sein Eigentum und die neue auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich kannst du auf der Absprache bestehen und sagen, dass der Vermieter sie dir überlassen hat. Auch eine Absprache ist rechtlich bindend, obwohl sie schwerer überprüfbar ist.

Vielleicht ist es aber besser, einem Streit mit dem Vermieter aus dem Weg zu gehen und ihm etwas entgegen zu kommen.

Ich schlage deshalb vor, dem Vermieter die Küche zu überlassen, aber für
das Ausbauen und das Putzen 300 + x € zu verlangen. Da die Küche
eigentlich dem Vermieter gehörte, wäre das gerechtfertigt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir haben uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit dem Vermieter speziell darüber in Verbindung gesetzt, weil wir noch ziemlich empört sind, uns hintergangen und betrogen fühlen.

Dann solltet Ihr das erst einmal tun. Ein Hausmeister ist nicht euer Vermieter.

Diese mündliche Vereinbarung hättet Ihr schriftlich fixieren sollen. Mündliche Abreden sind ja schwer nachweisbar.

Ansonsten befindet sich die Küche ja trotzdem im Eigentum des Vermieters, so dass Ihr diese eigentlich gar nicht verkaufen dürft.

Ansonsten geht aus der Fragestellung nur hervor, dass Ihr entweder 300 € zahlt oder die Küche selbst abbaut.

Wurde denn auch konkret besprochen, dass Ihr die Küche verkaufen könnt und das Geld in Eure Tasche fließt?

Was uns am meisten ärgert ist, dass wir für den Vermieter vieles erledigen mussten und keinen einzigen Cent dafür erhalten haben

Das ist ja immer Verhandlungssache.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verkauft die Küche für die 300 Euro, dann entstehen euch keine Kosten, ihr seid die Küche los und der Käufer freut sich. Zudem habt ihr dann keine Problem mit dem Vermieter, der seinen Hausmeisterspitzel sonst vielleicht auf euch ansetzt. Wie wäre es damit? Sollte euch der Käufer mehr geben wollen, dann nehmt es als Trinkgeld an, im Vertrag sollte nur der Betrag von 300 Euro vermerkt sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Padri
21.06.2016, 12:50

In diesem Fall ist überhaupt nicht klar, wem die Küche gehört. Gehört sie dem Vermieter, dann kann der Mieter diese nicht verkaufen. Das kann nur der Vermieter.

0

hättest ihr  vorher klären müssen. nun aber: kein vermieter muss euch kostenlos eine küche zur verfügung stellen. wenn ihr also nur dafür, dass ihr eine abbaut, ne neue kriegt, dann solltet ihr dankbar sein. für 300,-- gibts keine neue und natürlich gehört das geld dem VM.. genau wie die neue küche übrigens auch..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NamiFa
20.06.2016, 18:55

Hallo Landliebelei2,
es gibt Gründe warum wir die neue Küche bekommen haben. Wir als Mieter haben nicht drum gebeten - es war viel mehr ein Angebot unseres Vermieters, was wir natürlich sehr schätzen! Er möchte uns bloß weiterhin gerne als Mieter behalten, gerade weil wir keine Probleme bereiten und uns nie beschweren. :) Ist also von ihm aus betrachtet - bis hierhin - eine ausgenommen nette Geste. 

Wir hatten einige Monate schwarzen Schimmel in der Wohnküche und haben keine Mietminderung verlangt.. Hauptsächlich ging es dem Vermieter bei der Aktion um eine neue Küche in seiner Mietwohnung und um die Bekämpfung des Schimmels an der Außenwand (dieser ist leider durch die Fehlkonstruktion der alten Küche entstanden... Der Schrank in dem sich der Kühlschrank befand war nämlich direkt an der Außenwand festgeschraubt.. normalerweise hält man bei der Montage einen Mindestabstand von 5 cm zur Außenwand ein..). Die alte Küche hat zum Glück nichts abbekommen. Die Wand jedoch hinter der Einbauküche sah schrecklich aus. Das war eine Gipswand vor der eigentlichen Außenwand.. und dazwischen der Schimmel, der nicht vollständig bekämpft werden kann, da man natürlich nicht bereit ist noch mehr Geld in die Schimmelbekämpfung zu investieren. :)

Die Elektrik wurde damals auch von einem, wie unser Vermieter so schön sagt, "Pfuscher" installiert. Steckdosen waren zum Teil lebensgefährlich für uns - so das Urteil unseres Elektrikers. In genau diesem Zustand befand sich unsere Wohnung bis vor kurzem. :)

Haben wir uns darüber beschwert? Nein. Sollten wir das tun? Ich weiß es nicht. Keine Lust auf Stress. Ne Entschuldigung kam natürlich auch nicht...

Der Fall war für unseren Vermieter die Möglichkeit um die 10 Jahre alte Küche nun mal los zu werden - und das für ihn völlig kostenlos - aber natürlich auf unsere Kosten. Wir wohnen hier nicht lange, da ist es schon heavy, wenn man plötzlich so viel Stress hat wegen jemandes Eigentum und es wie eine Selbstverständlichkeit gehandhabt wird, wenn man seine eigene Zeit dafür opfert. Wir werden hier nicht lange wohnen können, weil in unserem Haus immer irgendwo Schimmel sein wird - ist ein Altbau (so unser Vermieter). Unsere Gesundheit möchten wir aber auf Dauer nicht so einfach aufs Spiel setzen..

Das ist jetzt nur ein Teil von dem was wir alles in letzter Zeit erleben durften... Es ist wirklich sehr viel Zeit drauf gegangen.. die ganze Organisation, der Onlineverkauf und die Investition in diversen Online-Flohmärkten... und ich wiederhole es gerne.. das alles ist bloß für das Eigentum eines anderen, ohne dass man selbst für seinen Einsatz in irgendeiner Hinsicht bezahlt wird.

Die Küche ist nämlich nicht geschenkt. Wenn wir ausziehen, wird sie hier bleiben. :)
Klar ist es wichtig dankbar zu sein. Wir sind auch happy, dass wir diese Wohnung nach langer Suche gefunden haben und nun eine superschöne Küche haben. :) 

Allerdings ist hier soooo vieles schief gelaufen, dass man sich mittlerweile mehr Sorgen macht als vorher... Ist wirklich viel zu viel Stress das Ganze.. und es muss nicht einmal sein... Wir können die alte Küche auch einfach verschenken, dann hat wenigstens der Beschenkte etwas davon... 

Trotzdem ist die ganze Thematik ziemlich banal:
Verschenken und entsorgen dürfen wir ohne Diskussion.... aber wenn wir sie verkaufen und Geld dabei raus springt, dann ist die Sache plötzlich interessant für den Vermieter... Kranke geldgeile Welt... 

Wahrscheinlich befolgen wir den Rat von einigen lieben Usern hier und geben ihm das Geld und stellen parallel dazu eine Rechnung für den Aufwand den wir hatten. Da wird er sich sicherlich drüber freuen. :D

Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung! 

0

Die Vereinbarung lautete:
Entsorgung der alten Küche = Euer Ding.

Ihr habt die Küche entsorgt. Das war´s.

Eure Angelegenheit, ob es nun Geld kostet oder einbringt (wie nun passiert), der Vermieter wollt da nichts mit zu tun haben.

An diese Vereinbarung habt Ihr Euch gehalten. Es ist nun nicht Sache des Vermieters, im Nachhinein die Hand aufzuhalten und die ursprüngliche Vereinbarung um "ein paar Dinge" zu erweitern.

Hätte er Euch auch Geld DAZU gegeben, wenn die Entsorgung wider Erwarten teurer gewesen wäre...?

Grüße, ----->

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da wären erst einmal viele Fragen zu beantworten. Wenn Sie die Wohnung mit der Küche gemietet hatten, so ist und bleibt die Küche Eigentum des Vermieters. Dieser verkauft sie dann. Nicht Sie.

Anders wäre es wenn Sie die Küche selbst gekauft haben.

Aus Ihrem Beitrag ist nicht zu entnehmen, ob Sie eine neue Küche verlangt haben oder ob sie sowieso erneuert wurde vom Vermieter. Wer immer die Küche bezahlt hat (auch die alte!), dem gehört die Küche. Mündliche Nebenabreden besagen gar nichts.

Wenn Sie selbst eine neue Küche haben wollten, weil die alte "alt" war, dann kann der Vermieter die Entsorgungskosten für die alte Küche auch von Ihnen verlangen. Ansonsten hätte er diese Kosten ja nicht.

Im Übrigen ist eine Küche mit 10 Jahren noch nicht alt, Sie schreiben ja selbst, dass sie noch verkauft werden konnte. Daher nehme ich an, dass Sie um eine neue Küche gebeten hatten.

Sie haben daher keinerlei Ansprüche an den Vermieter oder einen Käufer. Im Gegenteil.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NamiFa
22.06.2016, 17:26

Hallo Padri, 
vllt. hast Du meinen Kommentar unter der ersten Antwort nicht gesehen. Gerne poste ich das noch einmal für dich, damit keine Fragen offen bleiben:

Es gibt Gründe warum wir die neue Küche bekommen haben. Wir als Mieter haben nicht drum gebeten - es war viel mehr ein Angebot unseres Vermieters, was wir natürlich sehr schätzen! Er möchte uns bloß weiterhin gerne als Mieter behalten, gerade weil wir keine Probleme bereiten und uns nie beschweren. :) Ist also von ihm aus betrachtet - bis hierhin - eine ausgenommen nette Geste. 

Wir hatten einige Monate schwarzen Schimmel in der Wohnküche und haben keine Mietminderung verlangt.. Hauptsächlich ging es dem Vermieter bei der Aktion um eine neue Küche in seiner Mietwohnung und um die Bekämpfung des Schimmels an der Außenwand (dieser ist leider durch die Fehlkonstruktion der alten Küche entstanden... Der Schrank in dem sich der Kühlschrank befand war nämlich direkt an der Außenwand festgeschraubt.. normalerweise hält man bei der Montage einen Mindestabstand von 5 cm zur Außenwand ein..). Die alte Küche hat zum Glück nichts abbekommen. Die Wand jedoch hinter der Einbauküche sah schrecklich aus. Das war eine Gipswand vor der eigentlichen Außenwand.. und dazwischen der Schimmel, der nicht vollständig bekämpft werden kann, da man natürlich nicht bereit ist noch mehr Geld in die Schimmelbekämpfung zu investieren. :) 

Die Elektrik wurde damals auch von einem, wie unser Vermieter so schön sagt, "Pfuscher" installiert. Steckdosen waren zum Teil lebensgefährlich für uns - so das Urteil unseres Elektrikers. In genau diesem Zustand befand sich unsere Wohnung bis vor kurzem. :)

Haben wir uns darüber beschwert? Nein. Sollten wir das tun? Ich weiß es nicht. Keine Lust auf Stress. Ne Entschuldigung kam natürlich auch nicht... 

Der Fall war für unseren Vermieter die Möglichkeit um die 10 Jahre alte Küche nun mal los zu werden - und das für ihn völlig kostenlos - aber natürlich auf unsere Kosten. Wir wohnen hier nicht lange, da ist es schon heavy, wenn man plötzlich so viel Stress hat wegen jemandes Eigentum und es wie eine Selbstverständlichkeit gehandhabt wird, wenn man seine eigene Zeit dafür opfert. Wir werden hier nicht lange wohnen können, weil in unserem Haus immer irgendwo Schimmel sein wird - ist ein Altbau (so unser Vermieter). Unsere Gesundheit möchten wir aber auf Dauer nicht so einfach aufs Spiel setzen..

Das ist jetzt nur ein Teil von dem was wir alles in letzter Zeit erleben durften... Es ist wirklich sehr viel Zeit drauf gegangen.. die ganze Organisation, der Onlineverkauf und die Investition in diversen Online-Flohmärkten... und ich wiederhole es gerne.. das alles ist bloß für das Eigentum eines anderen, ohne dass man selbst für seinen Einsatz in irgendeiner Hinsicht bezahlt wird. 

Die Küche ist nämlich nicht geschenkt. Wenn wir ausziehen, wird sie hier bleiben. :) 
Klar ist es wichtig dankbar zu sein. Wir sind auch happy, dass wir diese Wohnung nach langer Suche gefunden haben und nun eine superschöne Küche haben. :) 

Allerdings ist hier soooo vieles schief gelaufen, dass man sich mittlerweile mehr Sorgen macht als vorher... Ist wirklich viel zu viel Stress das Ganze.. und es muss nicht einmal sein... Wir können die alte Küche auch einfach verschenken, dann hat wenigstens der Beschenkte etwas davon... 

Trotzdem ist die ganze Thematik ziemlich banal:
Verschenken und entsorgen (= auch als Sperrmüll) dürfen wir ohne Diskussion.... aber wenn wir sie verkaufen und Geld dabei raus springt, dann ist die Sache plötzlich interessant für den Vermieter... Kranke geldgeile Welt... 

Wahrscheinlich befolgen wir den Rat von einigen lieben Usern hier und geben ihm das Geld und stellen parallel dazu eine Rechnung für den Aufwand den wir hatten. Da wird er sich sicherlich drüber freuen. :D

Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung!

0

Ich würde ganz normal weiter machen, verkaufen, und dem Vermieter dann eine Rechnung stellen für die Arbeitszeit, die zum Verkauf der Küche, putzen etc. drauf gegangen ist. Wenn er diese bezahlt hat, gebt ihr ihm den Verkaufserlös. 

Ich würde ihm nicht sofort das ganze Geld geben, und ich würde auch darauf warten, dass er vorschlägt beides zu verrechnen.

Und ein Kaufvertrag (Formblatt aus dem Internet) der gebrauchten Küche mit Zustand und Leistungen wie abbauen, putzen, tragen etc. wäre auch nicht schlecht, aber auch das würde ich vorerst behalten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch ein mündlich geschlossener Vertrag ist unter Zeugen ein Vertrag!

Er muss natürlich ausdrücklich gesagt haben das ihr die Küche abbauen und verkaufen könnt und das Geld dann euch gehört. Wenn er das so nicht Wort wörtlich gesagt hat dann steht euch das Geld auch nicht zu. Andeutungen zählen da nicht.

Man könnte natürlich auch eine Einigung erzielen in dem ihr euch für euren Aufwand entschädigen lasst. Sagen wir wenn die Küche 300€ gebracht hat dann 100€ für das Abbauen und die organisation des Verkaufs.

Und zu den Fliesen würde ich sagen: Lasst das demnächst den Vermieter regeln! Er kann eine Firma kommen lassen und die Kosten von der Steuer  absetzen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von VeryBestAnswers
20.06.2016, 14:46

Indem der Vermieter gesagt hat, dass er die Küche entsorgen kann, hat der Vermieter ihm die Küche überlassen, dann kann er damit machen, was er will.

0

Dann verkaufe sie nicht, sondern übergieb sie dem Vermieter, der dir dann das angebotene Geld gibt. 

Im besten fall verhandelt, dass ihr das Geld fürs abbauen bekommt, und der Vermieter dann durch eure Recherche mindestens 40% vom Geld des Verkaufes abbekommt. Denn es ist ja immernoch seine Küche, nur weil er sie wegwerfen wollte ist sie noch lange nicht frei. 

wenn er das ganze Geld will, sagt ihr einfach : ihr macht es nach der alten Abmachung, dass ihr Geld fürs abmontieren bekommt, und es ihm einfach übergibt. avon hat er nicht so viel, daher ist das Angebot, dass ihr euch um den Verkauf kümmert um einiges aktraktiver, ihr bekommt dann noch 40% was ziemlich fair ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich würde erstmal abwarten. Was der Hausmeister sagt, ist völlig egal.

Wenn der Vermieter irgendwann etwas von Euch will, dann weist ihn auf die Gespräche hin, "daß Ihr Euch um die Entsorgung kümmern sollt".

Dies habt Ihr getan.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?