neue elektrische Leitungen

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6 Antworten

Das ist gesetzlich geregelt und zwar in in der "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung" (kurz: Niederspannungsanschlussverordnung, NAV) vom 1. November 2006. Dort heißt es in § 13 "Elektrische Anlage": Unzulässige Rückwirkungen der Anlage sind auszuschließen.

Um dies zu gewährleisten, darf die Anlage nur nach den Vorschriften dieser Verordnung, nach anderen anzuwendenden Rechtsvorschriften und behördlichen Bestimmungen sowie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden... Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateur-Verzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden.

Die Arbeiten kann also nicht irgend ein Elektriker abnehmen, es muss eine dazu berechtigte Elektrofachkraft eines Fachbetriebes sein, der wie oben beschrieben beim Netzbetreiber, der die Anlage versorgt eingetragen ist.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/nav/gesamt.pdf

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um den kompletten versicherungsschutz zu erhalten muss ein elektromeister die komplette anlage abnehmen. mindestens jedoch muss der Breich zwischen dem Hausanschluss und dem Abgang des zählerkastens von einem Elektriker abgenommen werden.

um sicher zu gehen, nicht nur aus versicherungsteschnischen Gründen, würde ich empfehlen, die Anlage komplett überprüfen lassen. das ganze lief mal unter dem Begirf " "E-Check"

noch eine empfehlung: wenn ihr die verteilungen nicht selbst bauen wollt. fragt den elektriker, ob er euch reihenstockklemmen in die verteilung einbaut. dann könnt ihr die abgehenenden stromkreise stück für stück selbst anschließen.... der elektriker zeigt euch gerne, wie es geht...

lg, Anna

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Kommentar von elektrofuzzi49
29.01.2013, 21:37

Der Elektromeister unterschreibt keine Anmeldung ohne die Anlage geprüft und gesehen hat. Das ist kein Gartenhaus was man selbst aufbauen kann. Ein Elektriker lernt 3,5Jahre, der Meister hängt nochmal 2 Jahre dran. Das machst du alles so nebenbei? Du kannst in Absprache schlitzen und Dosen fräsen u. einsetzen. Wegen mir nach Vorgabe Leitung legen. Den Rest solltest du den Elektriker überlassen. Der weis im Gegensatz zu dir was er macht. Außerdem schneller.

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Ich schließe mich den anderen Antworten natürlich an und sowohl die Aussagen über die Haftung und den Versicherungsschutz sind absolut richtig...

Wenn ich mir Deine Frage so ansehe schaut es für mich so aus, als ob ihr hier ganz alleine Eure Elektrik machen wollt; also auch ohne Elektriker denn sonst hättet ihr diese Frage nicht gestellt sondern einen Elektriker (der dann mithelfen würde) gefragt...

Nur, weil man Kabel im 50 / 100m- Pack günstig im Baumarkt kaufen kann und sie sich relativ leicht biegen und abisolieren lassen ist das keine Arbeit für Laien. Wenn ihr Eure Elektrik macht dann sollte die in jedem Fall zumindest mit einer Elektrofachkraft besprochen werden denn sonst liegen da schnell mal Leitungen mit 1,5mm² drin wo andere Querschnitte verlegt sein sollten... oder es wird statt einem erforderlichen 5adrigen Kabel ein 3adriges gelegt... oder es fehlt die Schaltleitung... es gibt da richtig viele Sachen, die Ihr da falsch machen könnt. Und meistens fällte es dann auf, wenn schon alles verputzt ist und Krokodilstränen fließen, wenn man die Wand noch mal aufmachen muss.

Dann gibt es hier ein paar Dinge, die der Laie sehr oft vergisst, weil sie einfach kein Bestand des Alltags sind: Erdung der Heizungsrohre, Potentialausgleich, Erdung Antennenanlage, Bau des Sicherungskastens, Phasenaufteilung im Sicherungskasten, sinnvolle Planung von FI- Gruppen...

Wenn Ihr hier Eure Elektrik selbst machen wollt, dann plant sie zusammen mit einem Elekriker, der Euch ggf. auch aufzeichnet / an die Wand schreibt, wie die Leitungen laufen sollen (Stichwort waagerecht und senkrecht, Installationshöhe), welche Dosentiefen wo reinkommen, wo ggf. Leerrohre benötigt werden (Sat, Telefon, Ethernet) bzw. deren Durchmesser und vor allem, was Sinn macht und was nicht.

Die Elektrik in Altbauten zu erneuern ist oft auch für gelernte Elektriker so eine Sache weil hier dann 11er oder 7er Wände gebaut wurden und man oft ziemlich überlegen muss, wie man von A nach B kommt bzw. wie man Hauptkabelwege durch die Bausubstanz lotst...

Mfg

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um auch versichert zu sein, muß die neue anlage durch einen meisterbetrieb abgenommen werden...

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Ja, ich schliese mich an! Bin selber auf dem Bau tätig, um Versicherungstechnisch kein böses erwachen zu bekommen muß es ein Elektromeister abnehmen. Er muß seinen Segen dazu geben und trägt dann aber auch die Verantwortung!

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Elektromeister sollte es schon sein.

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Kommentar von Sorbas48
28.01.2013, 22:52

Nicht sollte!!! Es muss eine Elektrofachkraft eines Elektrobetriebes sein, der beim Netzbetreiber (der das Haus mit Strom versorgt) eingetragen ist und diese Fachkraft handelt im Namen des Betriebes und nicht als eigenständiger Elektriker, selbst wenn er seit vielen Jahren Mester ist.

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