Neubau: Fundament ohne Beton?

12 Antworten

es scheint...

scheint ausschließlich Beton (Stahlbeton) für das Fundament zum Einsatz zu kommen

Das stimmt so nicht. In Einzel -und Streifenfundamenten reicht ein unbewehrter Beton fast immer. Nur bei Fundamentplatten braucht man Stahlbeton.

Aus Fehlern, bzw nach Jahrzehnten Langzeiterfahrung hat man auch einiges geändert um Stahlbeton vor Korrosion zu schützen. Noch vor 25 Jahren reichte bei normalen Stahlbeton eine Betonüberdeckung der Bewehrung halb soviel wie man es heute macht.

Außerdem hält ein Stahlbeton durchaus sehr lange, wenn er vor Umwelteinflüssen geschütz ist. Und das kann man fast immer machen.

wie wir es von etlichen uns erhaltenen Gebäuden kennen

Auch bestehende Gebäude die Jahrhunderte alt sind müssen regelmäßig instandgehalten werden. Da kommt es dann irgendwann zu der Frage, ob sich eine Reparatur lohnt oder ein Abriss billiger kommt. Bei kulturell wertvollen Gebäuden kommt ein Abriss natürlich sogut wie nie in Frage.

Du kannst dich aber mal umschauen, wieviel Einfamilienhäuser, die älter als 100 Jahre sind, noch stehen. Mal von Villen usw. abgesehen, eher sehr wenig. Und auch dort wurden Gelder reingesteckt, dass sich wirtschaftlich gesehen, eine Lebensdauer von mehr als 80 Jahren kaum rechnet.

Also selbst Bauwerke ganz ohne Stahlbeton wären Alterung ausgesetzt.

Nur bei Fundamentplatten braucht man Stahlbeton.

Gibts bei Fundamentplatten wirklich keine Möglichkeit auf den Stahl zu verzichten?

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Bei Neubauvorhaben scheint ausschließlich Beton (Stahlbeton) für das
Fundament zum Einsatz zu kommen.

Klar - wieso auch nicht? Leicht zu verarbeiten, preiswert, in jede Form zu gießen, und fast unbegrenzt haltbar.

Aufgrund des Stahls im Beton haben diese Bauwerke eine begrenze Lebensdauer von zwar etlichen Jahrzehnten, aber nicht länger.

Quatsch. Natürlich kann der Bewehrungsstahl rosten, aber erstens nur dann, wenn bei der Verarbeitung gepfuscht wurde, und zweitens schwächt selbst Rost die Bewehrung so langsam, dass die Stabilität immer noch für Generationen ausreichen würde, bis man sanieren müsste.

Welche Möglichkeiten gibt es heute, ein Fundament ohne Beton/Stahlbeton herzustellen

Du kannst dir dein Fundament auch als Ziegelmauerwerk errichten lassen. Das dürfte dann halt so geschätzt das Zehnfache kosten, ohne jeden Mehrwert.

Ok, Ziegel-Fundament scheidet aus aufgrund der Kosten. Ansonsten scheint mir das besser als Stahlbeton.

Traue dem Stahl nicht ganz als Bestandteil des Fundaments. Gibts doch erst seit ein paar Jahrzehnten?

Bleibt die Frage: Kann man denn nun auch ein Fundament aus unbewhrtem Beton herstellen?

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@kutefrake


Traue dem Stahl nicht ganz als Bestandteil des Fundaments.

Das Misstrauen ist unsinnig. Die mögliche Reduktion der Stabilität infolge Korrosion ist durch Sorgfalt in der Ausführung einer- und den üblichen Bauerhalt/Instandhaltung andererseits jederzeit vorzubeugen. Ein gemauertes Fundament unterscheidet sich dahingehend nur darin, dass es nicht korrodiert - aber zum Beispiel anfälliger ist für Querbelastung und chemische Einwirkung.

Gibts doch erst seit ein paar Jahrzehnten?

Falsch. Stahlbeton gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Bleibt die Frage: Kann man denn nun auch ein Fundament aus unbewhrtem Beton herstellen?

Natürlich - nur muss das dann entsprechend massiver ausfallen. Ansonsten kannst du das Fundament auch aus Feldspat- oder Tuffgestein aufmauern. Das kostet sogar noch mehr als Ziegelmauerwerk, hält aber je nach Bodenart auch "ewig".



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ich glaube das Problem bei Beton ist nur die Zugbelastung. Decken, Brücken, Extremfall Spannbeton, bei dem die Festigkeit durch unter Vorspannung stehenden Stahltrossen erzeigt wird. 

Aber Fundamente, ob nur mit oder ohne Stahlarmierungen drin, die tragen das Gebäude, also reine Druckbelastung, da gibts wahrscheinlich auch nach Jahrhunderten keine grossen Probleme. Natürlich ist alles Umwelt und Gebrauchsbelastungen ausgesetzt, und muss von Zeit zu Zeit saniert werden, das gilt auch für alte Kathedralen, die aus Meterdicken Mauern aus Steinen ohne Tragende Eisenteile bestehen.

Aber auch Hochhäuser, die ja nicht mit Beton gebaut werden (viel zu schwer), sondern aus Stahlträgergerüsten bestehen, die halten offenbar sehr lange .. In Manhattan fallen die alten Hochhäuser auch nicht auseinander, Flatiron Building, ein er ersten mit Stahlskelett ist 1902 erbaut, das Empire State Buildung 1930. 

Aber genau darum gibt es ja bei einer Spannbetonbrücke eben nur Druck im Beton, weil der Beton durch die Stahltrossen zusammengezogen wird.

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@Jackie251

Aber die Stahltrosse sind das tragende Element, und bei alten konstruktionen waren die unzugänglich im Beton versteckt, nicht zugänglich für Kontrollen und Oberflächenbehandlungen wie das Gerüst alter Hochhäuser. Die Konstruktion  steht unter Dauerspannung und die Gefahr besteht, dass es nicht nur ein paar Rissebekommt wie Beton, sondern ohne Vorwarung mit grossem Knall kollabiert.

Aber auch da dürfte die Technik weiter sein als bei der "schwangeren Auster" in Berlin ... heute wird man Edelstähle verwenden und kritische Stellen dauerüberwachen. Es ist meines Wissens auch noch kein Fernsehturm kollabiert ... da traue ich den Ingenieuren schon zu, dass sie heute Türme und Brücken bauen, die keine tötliche Gefahr darstellen ... 

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@juergen63225

Die Auster war schlicht falsch berechet, der Fehler passiert auch, wenn man kein Spannstahl einsetzt.
Spannstahl wird weiterhin häufig im Beton verbaut, eben weil dort der Korrosionsschutz sehr gut ist.
Die Gefahr besteht auch nicht in der Dauerspannung, sondern genau darin das diese Vorspannung durch den Riss von Spannlitzen verschwindet. Erst wenn die Vorspannung weg ist, verliert das System seine Tragkraft. Vom Einsatz Rostfreier Spannstähle habe ich noch nicht gehört. Von einer Dauerüberwachung ist die regelmäßige Hauptprüfung ebenfall weit entfernt.

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Überbauung mit zwei Gebäuden- Nachbar möchte Brandwand verhindern,ist das rechtens?

Hallo ich bitte Ratschlag.

Kurz erklärt geht es darum :

Laut amtlichen aktuellen Digitalen-Plan hat der Nachbar mit zwei Gebäuden überbaut.

Erstes Gebäude 70 Jahre alt Überbaung von im Mittel von 40 cm.

Zweites Gebäude 20-25 Jahre alt Überbaung von 10-22 cm.

Das alles ist für uns völlig uninteressant da es gebaut ist und wir es dulden.

Jetzt haben wir unsere Holzscheune verkleinert und müssen eine Brandwand erstellen.

Laut aktuellen Digitalen-Plan ist die Scheune 30 - 40 cm von der Grenze weg.

Das LRA und auch das Baugestzt sieht eine F90 Brandwand vor.

Die Scheune liegt zwischen den beiden Gebäuden. Links das Waschhaus, was 2m in die Scheune reinragt und rechts das Wohnhaus das satt an die Scheune herrangebaut wurde und ein Überbau von 22 cm entstanden ist.

Die Scheune ist an den Punkt um 29cm vom Wohnhaus weg. So das ein Spalt entsteht der aber oben mit dem Dach des Wohnhauses wieder aufgehoben wird da es satt an die Scheune anbaut wurde. Dort führt auch noch die Dachentwässerung herunter.

Jetzt zu meiner eigentlichen frage: Da die Scheune links 40 und rechts 29 cm von der Grundstücksgrenze weg ist. Wäre es baurechtlich möglich eine 24cm Starke Wand zu erstellen. Auch wenn der Nachbar schon seit Jahrzehnten diese Fläche als seinen Hof benutzt. Rechtlich steht uns der Streifen ja zu oder ? Auch mit der Bebauung der Mauer da wir diese ja vom gesetzt mit F90 vorgegeben bekommen, daher die 24cm Starke Mauer.

Mein Vorschlag an den Nacbarn:

Ich persönlich sehe die Mauer als beste und sauberste Lösung. Der Platz wäre ja grundsätzlich da laut Digitalplan auch rechtens.

Die Überbaung vom Waschhaus und vom Wohnhaus ist so wie es ist. Ist zwar nicht rechtens, aber wie gesagt ist wie es ist. Und werde jetzt auch kein Fass aufmachen.

Am Waschhaus würde ich einen Eisenträger als Sturz einbauen lassen, der auf unserer Garage aufliegt. Auf der rechten Seite müsste die Überdachung rückgebaut werden damit dort die Mauer hochgezogen werden kann. Und im Nachgang wieder angepasst werden.

Der Dachrinneneinlauf könnte der ROHBAUER der das Fundament setzt und die Mauer hoch zieht auf Regie umverlegen und die Sache passt dann auch wieder.

Antwort war : Ich kann Dir jetzt und heute sagen egal was das LRA sagt. An unserem Haus wird definitiv nix verändert.  Was 20 jahre her ist gibt dir kein Richter der Welt recht, bzw. Waschhaus 70 Jahre.

Kann er mir das verweigern, er hat doch 22cm überbaut. Und ich muss laut Baurecht jetzt eine Brandwand erstellen...

Jetzt bin ich auf eure Antworten gespannt. Und hoffe auf Lösungen bzw. Ratschläge mit Hand und Fuss.

Für Fragen könnt ihr mich jederzeit kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

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