Neuabschluss Riester Vertrag Aachen Münchner Strategie No.1

10 Antworten

oh man, so viel Unwissen auf einem Haufen, das tut ja schon weh.

  1. Riester lohnt sich nicht. - Absoluter Quatsch. Riester lohnt sich dann nicht, wenn man auf die falsche Variante setzt oder auf den falschen Anbieter. Und der Generali Konzern mit der Aachen Müchener gehört nunmal leider zu den teuersten Anbietern. Ich riester seit 2005 mit einer klassischen Rentenversicherung und bin einige Tausend Euro im Plus. Nur mal so als Denkanregung: Bei den derzeitigen Marktzinsen auf Kapitalanlagen müsste man jährlich mindestens 5000 Euro anlegen, um auf 150 Euro Zinsen zu kommen. Und dann hätte man mit 3 Prozent schon eine verdammt gute Anlage. Dass sich Riester pauschal nicht lohnt ist also absoluter Schwachsinn.

  2. Inflation 3 bis 4 Prozent aktuell.- Wo? Auf dem Mars? Sicher nicht auf der Erde

  3. Der Sparanteil kann verändert werden. - Bullshit! Das AVmG sagt ganz klar dass zum Renteneintritt MINDESTENS die einngzahlten Eigenbeiträge und Zulagen zur Verfügung stehen müssen.

  4. Das führt zum nächsten Punkt, dem Schwachpunkt von Fondsriestern. Rentenversicherungen und Banksparplan müssen einen Garantiezins geben. Der ist zwar nicht hoch, aber wie der Name schon sagt, wenigstens garantiert. Aktuell nur noch 1,75% Ein Fondsriester hat so etwas nicht, hier reduziert sich die garantierte Leistung auf die eingezahlten Eigenbeiträge und Zulagen. Und genau daraus entsteht den meisten Fondssparern eine böse Falle, von der sie nicht mal wissen, weil sie Verkäufer prinzipiell verschweigen. In der Natur der Sache liegt es, dass Fondsguthaben variabel sind und mit dem Aktienkurs schwanken. Das heisst, der Fondswert kann sich auch deutlich unter dem Wert der eingezahlten Eigenbeiträge und Zulagen befinden. ( Das tut er augenblicklich bei ausnahmslos ALLEN Fondsriestern ). Die Anbieter verlieren dabei aber nie aus den Augen, was sie am Ende mindestens leisten müssen. Keiner will das Risiko eingehen, am Ende draufzuzahlen, was der Fall sein wird, wenn zum Renteneintritt der aktuelle Fondswert unter dem garantierten Kapitalwert liegt. Also haben ALLE Fondsriester einen Plan B und eine Hintertür: Rentenfonds. Bieten nur magere 2%, die aber dafür ziemlich sicher. Also wird jeden Tag geschaut, wie der tatsächliche aktuelle Wert des Guthabens aussieht, und an dem Tag, an dem der Anbieter einen Stand erreicht, bei dem er mit den 2% des Rentenfonds gerade noch auf die garantierte Leistung kommt, wird das Depot gnadenlos aus Rentenfonds umgeschicht. Ohne Eingriffsmöglichkeit des Sparers. Von diesem Tag an aber verschenkt der Sparer jeden möglichen Kursgewinn - den eigentlichen Sinn des Fondssparens. Er wird zum Renteneintritt absolut sicher die garantierte Leistung erhalten - und keinen Cent mehr. Wer sich mal ein genaueres Bild seiner Situation machen möchte, soll sich einfach mal aus seinem Vertrag die WKN Nummern seiner Fonds raussuchen und im Internet mal auf Recherche gehen Oder einfach den jährlichen Kontoauszug mal mit dem vergleichen, was eigentlich drin sein müsste. Ich würde mich dazu aber vorher setzen und mit dem schlimmsten rechnen.

  5. Noch ein Punkt gegen Fondsriester: Die Kosten. im Schnitt gehen jeden Monat 5% der eingezahlten Beitrage für den Ausgabeaufschlag weg, und jährlich meistens noch mal so um die 1,25% für die Verwaltungskosten. Dazu kommen am Anfang die Abschlußkosten. Die hat zwar eine klassische Verisicherung auch, aber wenn die dann erst mal bezahlt sind, sind die laufenden Verwaltungskosten deutlich niedriger als bei einem Fondsriester. Im Prinzip muss der Fondsriester ja erst mal Monat für Monat den Ausgabeaufschlag wieder reinschaffen. Das allein ist schon happig. Wenn man sich die meisten guten langlaufenden Fonds mal anschaut, leigen die im Schnitt auf die Laufzeit bei einer Rendite von um die 3%

  6. Wie von einem Vorredner schon erwähnt: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Riester als lebenslange Rente bezahlt werden muss ( max 30% sind kapitalisierbar ). Weder der Fondsriester noch ein Banksparplan haben diese aber eingebaut. Völlig richtig wurde deswegen hier schon erwähnt, dass diese dann bei einer Versicherung zugekauft wird, allerdings erst ab einem Alter von im Schnitt 80 bis 85 Jahren. Falsch war auch die Angabe, dass dieses erst in diesem Alter passiert. Das stimmt so leider nicht. Das vorhandene Kapital wird geteilt und eine Rentenversicherung ab dem 80. oder 85. Lebensjahr zugekauft, und zwar bereits bei Renteneintritt. Hierbei wird dann so lange gerechnet, dass das verbleibende Kapital durch Abschmelzung und die zugekaufte Rentenversicherung eine identische Rente ergeben, damit der dumme Verbraucher davon nix merkt. Dass dabei unterm Strich eine geringere Rente raus kommt, als bei einem direkt als Rentenversicherung abgeschlossenen Verttrag, sollte jedem einleuchten.

Deswegen würde ich in diesem Falle hier zwei Dinge tun:

  1. Den vorhandenen Fondsriester sofort ohne Kapitalübertrag beitragsfrei stellen.

  2. Riesterrentenversicherung oder Riesterbanksparplan abschliessen

Dir Provisionierung bei der Aachener Münchner läuft einen abgeschlossenen Vertrag für 5 Jahre, sodass sie sich nach 5 Jahren wieder bei dir melden. Außerdem kostet der Produktwechsel genau soviel als würde man einen neuen Vertrag bei einem anderen Unternehmen abschließen. Hinzu kommt das eine Fondsgebundene Versicherung die teuerste Variante der Riestervorsorge ist. Ich hingegen bin für einen Fondssparplan. Dabei hat geringe Kosten und über den Cost Average Effekt profitiere ich zusätzlich von großen Schwankungen beim Aktienfonds. Was die Inflationsrate beim Vorredner betrifft, kann ich nur sagen, dass er irgendetwas weiter trägt, ohne wirklich was davon zu wissen - Inflation war in Zeiten der Krise gegen 0 und ist auch jetzt nur zwischen 1 und 1,5 %. Meiner Meinung nach Hände weg von der Deutschen Vermögensberatung - die arbeiten meist nur in die eigene Tasche und die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden bleiben auf der Strecke.

Also um eine fundierte Antwort geben zu können ist mir die Situation noch nicht deutlich genug. Allerdings ist noch eine Sache anzubringen. Das Problem bei Banksparplänen und Investementsparplänen, ohne eine Versicherungsgesellschaft im Hintergrund, ist für den Anleger, bzw. Kunden vorerst die günstigere Variante, da geringere bis keine Kosten anfallen. Das Problem liegt aber in der Rentenphase. Dadurch, dass eine Investmentgesellschaft, bzw. eine Bank nicht in der Lage sind, schon aus technischen gründen eine Lebenslange Rente zu zahlen, wird auch bei Banksparverträgen und Investmentsparplänen nach einer Auszahlungszeit von ca.15 Jahren nach beginn der Rentenzeit, eine Versicherung gekauft. Dann fallen die Kosten an. Also dann wenn der vermeindlich gut beratene kunde bei der Bank oder Investmentgesellschaft 70 oder 75 ist. Die Frage ist dann, ob das restliche Kapital, was dann noch vorhanden ist ausreicht, um eine monatliche Rente bei einer Versicherung zu kaufen, die der Höhe des Auszahlungsplans entspricht. Das wird höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein, da wir alle inzwischen genau wissen, dass wir insgesamt älter werden. Also sind Abschlusskosten für eine Versicherung unausweichlich. Ich lege deshalb meinen Schwerpunkt darauf, Finanzstarke Versicherungen zu wählen, die die Vorteile der Rendite bei Investmentgesellschaften suchen, und gleichzeitig schon heute eine Rentenversicherung abschließen. Damit ist es ein gutes Geschäft, weil der Kunde hat langfristig etwas davon und der Berater auch. Was die Kritik an der DVAG angeht, bin ich der Ansicht, dass es nicht sinnvoll ist über schlechte Berater zu schimpfen, sondern sich von vornherein die richtigen Infos zu besorgen. Da kommt es auch nicht auf das Unternehmen an, sondern auf die Person, mit der man sich unterhält. Die frage ist, ob die Person die richtigen Normen und Werte hat und ob man Ihr vertrauen kann.

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