Neu angekommene Ausländer (aus der EU) direkt in ein Obdachlosenheim?

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2 Antworten

In der EU herrscht Freizügigkeit. Das heißt, man darf sich als EU-Bürger aufhalten in der EU, wo man möchte. Man wird also auch nicht ausgewiesen, wenn man kein Geld mehr hat oder kein Obdach.

Einen Anspruch auf Geld (z. B. ALG II) oder auf Sachleistungen (z. B. Obdach) ist mit der Freizügigkeit aber nicht verbunden! Im D. gibt es sogar ein dreimonatiges Verbot von ALG II für EU-Bürger, die zur Arbeitsaufnahme einreisen. Und GB plant gerade ein vierjähriges Verbot.

Geld für die Arbeitssuche gibt es aber häufig vom Heimatland! Denn das ist für seine Bürger zunächst zuständig, nicht das Gastland!

Für Bürger von D. kann es drei Monate lang ALG I geben, wenn sie sich im EU-Ausland um Arbeit kümmern möchten. Dein Bürger müsste also seinen Staat fragen - wen auch sonst?

Wenn der Staat D. einen Arbeitnehmer fördern möchte bei der Arbeitsaufnahme, dann macht er dies über die Agentur für Arbeit. Dort kann auch jeder Ausländer seine Arbeitskraft anbieten. Und es steht ihm auch frei, dort Fördermittel zu beantragen. Ein Anspruch besteht derzeit aber nur, wenn man Anspruch hat auf ALG I oder auf ALG II.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von NinaTheHyena
02.02.2016, 20:47

vielen lieben Dank, das hat mir sehr weiter geholfen! :) liebe Grüße

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