Nervlich am Ende - Studium, Eltern?

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6 Antworten

Hallo, Ich glaube, ich würde es an deiner Stelle ihnen gar nicht erzählen. Sie haben dir das alles ermöglicht, aber du hast kein sehr enges, intensives Verhältnis zu ihnen. Manchmal leben die Kinder das, was die Eltern sich von ihnen wünschen oder erwarten. Vielleicht hast du dein Leben bisher an ihre Vorstellungen angepasst /unausgesprochen) und fühlst dich deswegen unsicher, in dem was du willst und leidest evtl. auch deswegen unter den letzten Jahren?

Wenn es allerdings dazu kommen sollte, dass du das Studium abbrichst, dich nach etwas anderem umschaust und in psychologischer Behandlung bist, wegen einer Depression, ist es angebracht, es ihnen persönlich zu sagen. Jetzt allerdings, würde es dich wahrscheinlich zu sehr belasten, durch das evtl. Unverständnis von ihnen, durch das sich erklären müssen, da sie dich anscheinend innerlich nicht sehr gut kennen. Da du eh schon etwas angeschlagen bist, würde ich diese womöglich negativen Einflüsse, zusätzlich, mir vorerst ersparen. (Den Stolz, den sie für dich empfinden, der würde etwas überschattet werden) Alles Gute und gute Besserung

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Du bist erwachsen. Brich mal nicht alles so schnell über das Knie. Du musst deinen Eltern jetzt gar nichts erzählen. Zumal dann nicht, wenn du selbst unsicher bist und wenn du nicht weißt, ob du den Konflikt mit deinen Eltern durchstehen wirst. GEh erst mal zu dem Psychotherapeuten und warte mal ab.

Es ist deine Entscheidung was und wann du den Eltern erzählst. Und die hast als Erwachsener sogar das Recht, über gewisse Dinge zu schweigen.

Irgendwann willst du es ihnen vielleicht erzählen. Warte doch einfach ab, bis es für dich stimmig ist. Du MUSST erst mal gar nichts.

Ok, wenn du das Studium abbrichst, wirst du irgendwann nicht drum rumkommen. Aber du musst dich nicht rechtfertigen.

Kläre mal mit dem Therapeuten ab, was du wirklich willst. Willst du wirklich Pfarrer werden? Evangelischer oder kath. Pfarrer?

Ich kenne eine junge Frau, die Theol. studiert hatte, sich dann aber entschieden hatte ,keine Pfarrerin zu werden. Sie ist jetzt begeisterte Lehrerin für Religion und Kunst.

(wie wäre es denn mit Sozialer Arbeit.)

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Was das Studium betrifft:

In meinen Augen ist es überzogen, nach nur 2 Wochen das Handtuch zu werfen, v.a. da es nicht um das Fach selbst geht, sondern um die Sprachen, die man dafür nunmal nachweisen muss.

Es läuft in einer Sprache nicht ganz rund. Das ist blöd, aber hast du denn keinerlei Erfahrungen mit fehlenden Lernerfolgen? Dann musst du dich eben mehr reinhängen und zur Not den Kurs wiederholen.

Anders sähe es aus, wenn dich das ganze Fach nicht interessiert oder du falsche Vorstellungen davon hattest, wobei ich in letzterem Fall auch dazu raten würde, erstmal noch ein paar Wochen ins Land gehen zu lassen und zu sehen, wie sich alles entwickelt, wenn die erste Aufregung vorbei ist, bevor das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.

Professionelle Hilfe zu suchen, ist sicher nicht die dümmste Idee.

Bezüglich der Eltern würde ich einfach mal sehen, wie genau das Problem denn eigentlich lautet. Geh zur Beratung. Wenn einigermaßen absehbar ist, was los ist und was man dagegen tun kann, rede mit deinen Eltern, wenn du dich ihnen vorher nicht anvertrauen magst.

Solltest du das Studium wirklich abbrechen wollen, würde ich mir überlegen, wie es stattdessen weitergehen soll. Such nach Alternativen für deinen Lebensweg, informier dich, mach Praktika. Eltern stecken ein "Leute, dieses Studium ist doch nichts für mich, ich will lieber XY machen und habe mir diesen und jenen Plan zurechtgelegt" deutlich besser weg als "ich hab mein Studium abgebrochen, ich weiß auch nicht, was mit mir werden soll".

Ob diese Pläne nun dazu führen, dass du wie sie Akademiker wirst oder nicht, solltest du dabei ignorieren. Es hilft nichts, wenn du dich zu einer akademischen Karriere zwingst, hinter der du nicht stehst, die dir nicht liegt oder die dich überfordert.

Zusammengefasst: Präsentiere ihnen Ergebnisse und Fakten, nicht offene Fragen und Ratlosigkeit. Kannst du das nicht, solltest du verstehen, dass sich deine Eltern Sorgen machen.

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Ich würde dir auch raten: Erzähle es deinen Eltern nicht, dass du Psychotherapie machst. Das geht sie nichts an, nur dich alleine. Du wirst vermutlich einige Wochen und Monate brauchen, um alle Gedanken (mit professioneller Hilfe) zu ordnen, und diese Zeit solltest du dir selbst auch geben.

Ansonsten kann ich nur eines sagen: Du kannst deinen Lebenskurs jederzeit ändern. Nur du allein entscheidest, was du tun willst. Mach es nicht von deinen Eltern, der Vergangenheit oder festgefahrenen Überzeugungen abhängig.

Du wirst in deinem Leben noch öfter in die Situation kommen, in denen du deine Ziele anders bestimmen, deine Identität reflektieren und neue oder alte Wege einschlagen wirst. Und das ist nichts schlimmes.

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Ich glaube generell, dass Theologie ein Studiengang ist, in dem die Burn-Out Gefahr sehr hoch ist. Das zeigt auch, dass du so schnell Probleme bekommen hast.

Ich vermute, das liegt am hohen geistig-mentalen Anspruch dort. Du solltest vlt eher etwas suchen, wo du besser unter Leute kommst und der Anspruch weniger geistig, sondern evtl. technisch oder mathematisch ist.

Mit deinen Eltern würde ich schon reden, evtl. haben sie ja einen Tipp in der Hinterhand.

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Ich würde es ihnen nicht erzählen. Das brauchen sie doch nicht wissen, solange es noch nicht bedeutet, dass du an deiner Lebenssituation (a la Wohnung, Studium etc.) etwas änderst.

Solltest du nach dem Termin in dauerhafte Behandlung gehen, kannst du es dir nochmals überlegen, ob du es ihnen erzählst.

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