Nenne Vor- und Nachteile der direkten Demokratie?

3 Antworten

Pro:

  • Das Volk beteiligt sich aktiv an der Zukünftigen Politik des Landes und kann mittel ergreifen um "Fehlentscheide" der Politik rückgängig zu machen oder zumindest einzudämmen (In der CH: Initiative bzw. Referendum).
  • Leute die nicht wählen oder sich von keiner Partei vertreten fühlen, können trotzdem an Volksentscheiden teilnehmen, da diese eigentlich Parteiunabhängig sind (zumindest theoretisch)
  • Schuldzuweisungen an die Regierung sind haltlos, da der Souverän selbst die Laufrichtung angibt. (Falls es nicht passt gibt es einfach noch eine Initiative, usw...)

Kontra:

  • Volksabstimmungen, deren Werbekampagnen und die Auszählung sind aufwendig und vor allem sehr teuer (Gerade Werbekampagnen von rechts ).
  • Minderheitenschutz ist nicht so stark gewährleistet (auch wenn voyager das so auslegen möchte)
  • Der Meinungsbildungsprozess wird gestört durch Thesen, Parolen und Angstmacherei für die es selten fundierte Argumente gibt (Gerade bei Abstimmungen welche Langzeitfolgen haben).
  • Direkte Demokratie ist sehr sehr langsam (Referendumsfristen, Prüfung von Initiativen, ...).

Als Schweizer empfinde ich die direkte Demokratie bei weitem nicht als Perfekt. Man sieht schon an der Anzahl der Argumente, dass (zumindest mir) mehr nach als Vorteile einfallen. Das Problem ist, dass bei anderen Staatsformen die Nachteile noch grösser ausfallen werden :D.

Direkte Demokratie ist also sozusagen "das geringste Übel".

Die Schweiz ist auch nicht eine "direkte Demokratie" im eigentlichen Sinne (sonst müsste jedes Gesetz zur Abstimmung gebracht werden und der Bundesrat ist auch nicht direkt gewählt). Es existieren aber eben direkt-demokratische Mittel mit denen das Volk die Politik beeinflussen kann.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Engagement in einer Partei, Teilnahme an Volksabstimmungen

Nachteile gibt es fast keine, lediglich ein wenig mehr Kosten.

Hier nun die Vorteile.

  • das Volk hat dann wirklich was zu melden, wenn das Schweizer Modell übernommen wird. dies bedeutet dann auch, aus den Reihen der Bevölkerung Gesetzesentwürfe einzubringen
  • wer über Einzelfragen abstimmt, nimmt unmittelbar Bezug zu einem Geschehen, anders als bei einer bloßen Parteienwahl, wo so was wie über ein Gesamtpaket abgestimmt wird
  • Politik wird so greif,- und durchschaubar
  • das Volk nimmt seine eigenen Bedürfnisse selbst in die Hand

Die Auflistung gilt allerdings nur, wenn es so zugeht wie in der Schweiz!

An einer Pro und Kontra Darstellung, so wie es sich die Schule wünscht, beteilige ich mich nicht. Ich bin nicht deren Wasserträger und bin nicht der Ansicht, dass man stets wie ein Kaufmann ein Für und Wider mit einer 2-armigen Waage abwägen sollte. Wer so vorgeht, der verhindert Eindeutigkeit und Position zu beziehen. Heraus kommt dann ein bloßer stiller Beobachter, ganz so, wie es sich der Staat wünscht, allemal der deutsche!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

Ein enorme Nachteil ist, dass Ziele von Minderheiten kaum bis garnicht vertreten werden.

Außerdem werden die meisten Bürger sich kaum fundierte Meinungen bilden, eher von parolen/Personen{Medien auf eine Seite schlagen und diese halten. 

--> direkte Demokratie ist nicht gut

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@pasixundy

In der Schweiz ist es Minderheiten möglich, ihre Interessen einzubringen. Haben sie genug Stimmen gesammelt, können auch sie ein Volksbwegehren initiieren.

Wer an Sachfragen interessiert ist, kann genug Infos bekommen. Dem steht schließlich nichts im Wege. Es liegt also an jedem selbst, ob er oder sie wenig oder viel wissen möchte.

Desinteressierte wird es immer geben, doch die sind kein Maßstab.

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Ihr letzter Abschnitt ist absolut Schwachsinnig, sie würden auch in Krieg ziehen ohne ihre Feinde zu kennen? Ein Für und Wider erstellen zu können erfordert ein gewisses Maß an Selbstreflexion, das vielen Menschen, leider, fehlt. Gerade eine direkte Demokratie lebt davon das Menschen ein Pro/Kontra denken haben. 

Auch in einer indirekten Demokratie können Gesetzentwürfe vorgebracht werden, um das mal kurz hier reinzuwerfen. 

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@DoktorPJ

Schwachsinnig isses, Krieg und Frieden allein den Herrschenden zu überlassen.

Gesetzesentwürfe können vielleicht "vorgebracht", also erwähnt werden, sie können indes in einer indirekten Demokratie nicht eingebracht werden, das ist immerhin zu bedenken.

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google mal da findest du einiges dazu 

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