Nenne Ursachen für die Flucht aus den deutschen Ostgebieten? (1945 2.WK)

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6 Antworten

Die Ursachen für die Flucht aus den Ostgebieten waren dieselben Ursachen wie für die Flucht von 14 Millionen Sowjetbürgern, die die Wehrmacht 1941 bei ihrem Überfall vor sich her trieb.

Man hatte aus gutem Grund Angst, zwischen die Fronten oder in die Gewalt des Gegners zu geraten.

Ich nehme mal an, meine Großmutter ist mit ihren Kindern im Januar 1945 auch deshalb geflohen, weil sie durch ihren Mann, der als Offizier vor Leningrad diente, einigermaßen Einblick hatte, wie es der sowjetischen Bevölkerung erging. Die Bewohner des Dorfes, in dem er begraben liegt, wurde z.B. in Scheunen getrieben und dann mit Kanonen beschossen.

Als die Sowjets das erste mal in Ostpreussen eindrangen, benahmen sie sich wie die DE-Soldaten und nicht anders. Der Angriff wurde zurueckgeschlagen, die Graeultaten konnten jetzt von der Nazipropaganda ausgeschlachtet und dem DE-Buerger"schmackhaft" gemacht werden.

Meine Frau floh mit ihrer Familie aus Danzig, mit der Wilhelm Gustlow, ueber die Ostsee nach Daenemark. Bei der naechsten Fahrt dieses Schiffes, wurde es mit 8,5 Tsd. Zivilisten, per Torpedo, versenkt.

Anschliessend mussten die meisten Bewohner, der zukuenftigen Polengebiete, zwangsweise ihre angestammte Heimat, verlassen.

 

1. Angst vor der Roten Armee und den Russen, Angst vor den Kriegszerstörungen, Tod

2. Angst vor Vergewaltigungen: ZEIT 22.3.2015:

Vor allem in den Köpfen und Herzen der Rotarmisten schien zu Kriegsende der Imperativ der Inbesitznahme zu dominieren – von Land und Leuten, von Hab und Gut, von Männern und Frauen. 

Schätzungen zufolge wurden allein in Berlin zwischen Frühsommer und Herbst 1945 mindestens 110.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt. Das entspricht etwa sieben Prozent der weiblichen Bevölkerung. Fundierte Berechnungen kommen für die gesamte sowjetische Besatzungszone, die ehemaligen deutschen Ostgebiete sowie für Vorfälle während Flucht und Vertreibung auf insgesamt mindestens 1,9 Millionen Leidtragende.

Der Kulturminister sagte: Nehmt ihre Frauen, brecht ihren Stolz.

Diese Aussage ist genauso verbrecherisch wie die von DE-Soldaten 20 Millionen erschossener Zivilisten. 

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Das heißt Flucht ud Vertreibung, im Ergebnis.

Die Deutschen siedelten nicht nur im Osten, sondern benahmen sich auch kräftig daneben (Wehrmacht, SS u.a.).

Dumm gelaufen, wenn man gerade dabei ist den Krieg zu verlieren.
Seinerzeit warfen die Russen nicht mit Wattebäuschen und waren auch sonst nichht gut zu sprechen auf die Deutschen.
Da war es denn schon geboten seine Koffer zu packen und Land zugewinnen.

Wer da noch glaubte, schlimmer gehts nimmer, fand sich hernach unter den Vertriebenen wieder.

Krieg ist der Fluchtgrund schlechthin.

Meine Schwiegermutter hat das life erlebt. Russische Panzer waren schon in Reichweite von Danzig, also Sachen packen und rüber die Ostsee nach Kiel.

Na ja, da kam halt der Iwan und hatte nichts freundliches im Sinn...

Der Iwan musste nach Berlin, wenn du verstehst was ich meine? Gegenbesuch abstatten, nur so als Grund.

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