Nen Ponyhof eröffnen....

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5 Antworten

Hallo,

nein, um einen Pensionsbetrieb zu eröffnen (so heißt das nämlich, was ihr machen möchtet - sicher, dass ihr dazu in so großem Rahmen fähig seid, wenn ihr nicht mal den Namen kennt? ;-) ) braucht man keinerlei spezielle Ausbildungen, alle entsprechenden Genehmigungen (zum Beispiel Baugenehmigung, wenn ihr was bauen wollt, ihr braucht Genehmigungen, um dort Vieh zu halten, dann müsst ihr ein Gewerbe anmelden etc. - ist sehr viel Papierkram) aber natürlich schon.

Bräuchte man da spezielle Ausbildungen, gäbe es ja diese ganzen kleinen Haltergemeinschaften gar nicht.

Mal ganz abgesehen vom Papierkram: Ich würde euch dringendst dazu raten, euch das nochmal gründlich zu überlegen! Pferde in Eigenregie zu halten ist ein für den Normalverdiener fast kaum zu meisterndes Projekt (das berühmte Geld-Zeit-Dilemma; für Pferdehaltung in EIgenregie braucht man schon Schotter, aber woher nehmen, wenn man aufgrund der ganze anfallenden Arbeiten keinem Job mehr nachgehn kann?), aber dann auch noch einen Pensionsbetrieb aufzumachen, in den ihr dann nicht nur noch die beiden Ponys eurer besten Freundin aufnehmt, ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Da habt ihr Pferde dabei, zu denen ihr keine besondere Beziehung aufbauen werdet, da macht man die ganze "Drecksarbeit" irgendwann noch weniger gern... Für die eigenen Pferde ist das ja was anderes.

Ich will euch ja nicht zu nah treten, aber "in eurem Alter" solltet ihr langsam auch mal daran denken, wie ihr in 40 Jahren über die Runden kommen wollt, sprich was ist mit der Altersvorsorge? Ihr werdet mit einem Pensionsbetrieb keinen Pfennig verdienen, geschweige denn zurücklegen können. Und wie wollt ihr sonst euren Lebensunterhalt verdienen? Arbeiten gehen? Dazu kommt ja dann, jeden Tag verdammt früh aufzustehen, nach dem Pferden zu gucken, misten, füttern, evt. müsst ihr noch Wasserfässer und Heuballen fahren, ihr müsst die Anlage in Stand halten, wieder misten und füttern, am Ende des Tages pennt ihr, wenn der letzte Einsteller sein Pferd zurück zur Herde stellt. Euren Job könntet ihr kündigen.

Mit Privatleben ist da nix mehr, nicht nur wegen fehlender zeitlicher und finanzieller Möglichkeiten, sondern auch, weil ihr ständig mehr oder wengier fremde Leute bei euch zuhause rumhüpfen habt. Das kann einem tierisch auf die Nerven gehen. Wie sehr das einschneidet, hängt natürlich auch von der Größe eures geplanten Betriebes ab.

Überlegt euch das bitte nochmal sehr genau! Auch, wenn ihr euch noch beraten lassen wollt (denkt dran - genau diese "Berater" sind meistens eigentlich nur Verkäufer), wirkt ihr auf mich naiv und eben doch wie mit der rosaroten Brille auf der Nase. Wer nicht ein mega Kapital im Hintergrund hat, macht das eigentlich nicht, weil man als mehr oder weniger großer Selbstversorger immer draufzahlt - man ist ja eben trotzdem immer noch Privatperson.

Ihr hättet keine Zeit mehr für euren Job (aber woher dann das Geld für die Eigenregie mit ein paar Pensionspferden?), ihr müsst von morgens bis abends körperlich schon heftig arbeiten, habt viel weniger Zeit für Privatleben und überhaupt keinen Pfennig mehr übrig.

Grüße

Ich empfehle Euch eine Beratung bei Uwe Karow der sich auf Existenzgründungsberatung im Pferdebereich spezialisiert hat. Er ist ein anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet, lässt sich das aber natürlich auch bezahlen. Allerdings kann man einen großen Teil des Beratungshonorars vom Land zurückbekommen und ich weiß aus eigener Erfahrung das er jeden Cent wert ist :) Hier ist seine Website: www.u-k-b.de

Wenn ihr zu zweit seit und davon leben wollt, so braucht ihr mindestens 60 Einsteller. Man rechnet nämlich so ganz grob mit 30 Pferden pro Person.... Einen Einstellbetrieb nur im Nebenberuf zu machen ist zu zeitaufwendig (wenn man es denn vernünftig machen will) und daher auch nicht wirklich ratsam. Dann doch lieber die Pferde am Haus. Aber wie gesagt, Uwe Karow ist sicher eine gute Adresse.

Hallo, einen "Schein" braucht ihr dazu nicht. Ihr müßt aber natürlich ein Gewerbe anmelden in diesem Fall meine ich auch einen landwirtschaftlichen Status (kann von Bundesland zu Bundesland verschieden sein) erkundigt euch da mal beim Landwirtschaftsamt. Die Tierhaltung muß beim Veterinäramt angemeldet sein und bei der Tierseuchenkasse auch. Den Hof den ihr pachten wollt, besteht auf dem jetzt schon Tierhaltung ? denn wenn auf einem landwirtschaftlichen Betrieb die Nutzung unterbrochen wurde, kann es sein, daß ihr keine Tierhaltung mehr genehmigt bekommt. Inzwischen müßt ihr auch nachweisen, wie und wo ihr euren Mist unterbringt.Es gibt viel zu tun... Viel Spaß bei der Verwirklichung.

Danke für deine Antwort......Ach immer diese behörden!!! :-) Aber gut auch die nehmen wir in kauf....wir haben im moment noch keinen Hof ins auge gefasst....wir wollen unds erstmal nur schlau machen....bevor wir irgendwelche Pferde verrückt machen...rist es den Ratsam das wenigstens einer von uns eine kaufmänische ausbildung hat??das habe ich jetzt schon so zwei oder drei mal gelesen....:-)

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@DanielaKo

Hey, ist auf jeden Fall von Vorteil. Ich bin selbst kaufmann. Ansonsten einen guten Steuerberater, wobei in Baden-Württemberg hier das Landwirtschaftsamt sehr weiter hilft, auch bei der Beantragung von Geldern o.ä.

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soweit ihr nur einstellplätze bieten wollt ist die vorherige antwort schon fast ausreichend.

was nur ganz wichtig ist- erkundigt euch nach einer versicherung- wer zahlt wenn eure scheune brennt und anderer leuts pferde dabei draufgehen ( ein schlimmes szenario- aber wenns wirklich so kommt? )

wenn ihr unterricht anbieten wollt müsst ihr aus versicherungstechnischen gründen jemand haben der befugt ist reitunterricht zu erteilen ( zum beispiel ein pferdewirtschaftsmeister, ein trainer A oder zumindest einer der seine prüfung bei der FN abgelegt hat- sonst kommt ihr in teufels küche wenn sich ein kind ( oder auch erwachsener ) während des unterrichts verletzt ( runterfällt was auch immer ).

um davon leben zu können müsst ihr aber schon eine menge boxen anbieten, des weitern- wie siehts aus mit heu und stroh? wenn ihr alles selbst zukaufen wollt werden die boxenpreise sehr hoch. wenn keiner on euch landwirtschaftliche erfahrung hat wirds schwierig selbst bei vorhandenem Land zumindest selbst heu zu machen... und seit die biogasanlagen so im kommen sind sind auch die strohpreise rasant gestiegen...

auch landwirtschaftliches gerat ( traktor, mähwerk, schwader, wender, presse, wagen ) sollten auf so einem hof vorhanden und in annehmbaren zustand sein- oder ihr müsst einen sehr guten draht zu einem landwirt in der nähe haben- sonst fressen euch allein die kosten dafür schon auf...

was habt ihr im winter vor- wenn die leute die bei euch einstellen auch turnierambitionen haben müsst ihr denen eine halle bieten.

alles dinge die bedacht werden wollen...

wenn ihr nach einer anlage schaut achtet unbedingt darauf, dass auch ein zwei drei quarantäneboxen vorhanden sind, in das pferde, die neu eingestellt werden erstmal ne woche oder zwei bewohnen bevor sie mit den anderen in kontakt kommen- gründe sind klar.

auf welche zielgruppe zielt ihr?

turnierreiter? halle erforderlich, ein bis zwei mal ein eigenes turnier evtl., mindestens ein reitplatz draussen.

freizeitreiter? entsprechend ein paddock dazu

leute, die mit ihren pferden gar nichts grossartiges vorhaben ausser n bisschen reiten? dann ist die halle vielleicht nicht unbedingt nötig- doch vorsicht- in dieser klientel gibt es einen anteil an leuten, die es mit ihren zahlungsverpflichtungen nicht immer sehr ernst nehmen ( erfahrungswert, kein vorurteil )...

ihr müsst genug kapital haben, um mindestens ein jahr, besser zwei auszuhalten bevor genug einstaller da sind damit ihr in die gewinnzone kommt- habt ihr soviel auf der kante?

wenn ihr eine anlage pachtet macht klar, dass ihr evtl. neue stallungen errichten dürft, wenns so gut läuft dass ihr anbauen könnt...

ich wünsch euch ganz viel glück

und hoffe geholfen zu haben

wenn ihr unterricht anbieten wollt müsst ihr aus versicherungstechnischen gründen jemand haben der befugt ist reitunterricht zu erteilen ( zum beispiel ein pferdewirtschaftsmeister, ein trainer A oder zumindest einer der seine prüfung bei der FN abgelegt hat- sonst kommt ihr in teufels küche wenn sich ein kind ( oder auch erwachsener ) während des unterrichts verletzt ( runterfällt was auch immer ).

Es muss nicht unbedingt ein Meister sein, Pferdewirte sind in der Regel auch als "ausgebildeter Reitlehrer" anerkannt und auch ein Trainer C lernt was in seinem Lehrgang...

Reitlehrer darf sich Hinz und Kunz nennen, das ist kein geschützer Begriff. Man darf auch unterrichten wie man lustig ist, auch wenn man kaum den Schopf vom Schweif unterscheiden kann. Wichtig ist dabei nicht die Ausbildung (klar, wichtig ist die schon, aber nicht ausschlaggebend bei der Frage, obs legal ist oder nicht), sondern die Versicherung: Reitlehrer brauchen eine Reitlehrerversicherung und Schulpferde brauchen eine Schulpferdeversicherung, sobald der Rl Geld für seinen 'Unterricht' bekommt.

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So, so Du behauptest also, nicht rosarot zu sehen... Leider muß ich Dir doch ein wenig Wendytum unter die Nase reiben.

Ihr wollt davon leben? Vergiß es, wenn Du nach Scheinen, also Qualifikationen fragst - zumindest von der Landwirtschaft müßtest Du reichlich Ahnung haben, sonst halten Deine Weiden nämlich bloß eine Saison! Hast Du Ahnung davon, wie man Stroh und Heu gewinnt und von der Weidewirtschaft? Oder willst Du das Futter kaufen?

Fakt ist übrigens, daß man unter 40 vermieteten Boxen keinen Gewinn einfährt - wenn man sein Futter selber macht; muß man es kaufen, müssen es sogar noch mehr Boxen sein.

Und ganz ehrlich - NIE, NIE würde ich mein Pferd in einen Stall stellen, der nicht von Pferdefachpersonal geführt wird. Mein Pferd ist zu kostbar, um seine Fütterung Laien zu überlassen.

Bei Dir sehe ich zuwenig Realitätssinn für so ein Projekt.

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