Neigen viele Deutsche zu Fremdenfeindlichkeit?

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7 Antworten

Ganz ursprünglich geht es um archaische Verteidigung der Resourcen.

Das ist das tief verwurzelte Gefühl, welches Menschen dazu treibt, Angst vor anderen und Anderem zu haben. Dabei ist es egal, ob es eine Rentenreform, eine Flüchtlingkrise, oder eine Naturkatastrophe ist.

Allen gemein ist das Problem, daß möglicherweise, nicht de facto, zukünftig weniger zum Leben vorhanden ist.

Der Kampf um überlebenswichtige Resourcen stellt sich in unserem Land zwar nicht, aber es gibt so unglaublich viele archaische Verhaltensmuster beim Menschen, die sich über Jahrmillionen von Jahren erhalten haben.

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Ja, viele Deutsche neigen dazu. Solange sie mit ihrer Meinung anecken, bleiben sie an ihren Stammtischen versteckt. Aber das Internet ist ein nahezu rechtsfreier und anonymer Raum, da trauen sie sich ans Licht. Und mit AFD und Pegida sogar an die Öffentlichkeit. Ein allein deutsches Problem ist das aber nicht.

Fremdenangst ist EIN Grund. Fremdenangst hab ich aber sicher auch. Wenn jemand meine Sprache spricht (nicht nur sprachlich, sondern auch "sozial" gemeint), fühle ich mich sicher. Wenn jemand von Sprache, Habitus und Gestik für mich nicht verständlich ist, kann ich ihn hingegen nicht einordnen.

Das Ausgrenzen anderer Gruppen entsteht aber irgendwie mehr beim Eingrenzen einer eigenen Gruppe. Wenn zwei Leute eine Gruppe bilden, können sie am besten eine Gemeinsamkeit finden, indem sie einen Dritten außerhalb der Gruppe abwerten. Und jeder der beiden fühlt sich dadurch gut.

Dieses System funktioniert besonders bei weniger gebildeten und unterdurchschnittlich erfolgreichen Menschen. Die versammeln sich dann gerne gemeinsam an ihren Stammtischen, verfluchen die rückständigen Afrikaner aus dem Busch, schimpfen über die Banker, die schuld daran sein müssen, dass die Stammtischleute am Stammtisch und nicht an der Reviera sitzen. Und gegenseitig klopfen sie sich auf die Schulter und vergewissern sich gegenseitig, was für tolle Kerle sie sind. Neulich waren sogar zweitausend davon in Stuttgart.

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Nur mein wichtigster gedanke dazu: würde deutlicher gemacht, dass es beim asylrecht grundsätzlich um "asyl" geht, also um vorübergehende (!) schutzsuche, dann würde in den köpfen vieler menschen nicht die (wohl in jedem volk in vergleichbarer situation verständliche) angst entstehen "um gottes willen, wir werden dauerhaft überrannt!".

Das ist kein typisch deutsches problem sondern wäre überall anders genauso!!

Es sollte andererseits für jeden asylsuchenden der wunsch ganz selbstverständlich sein, nach befriedung des eigenen landes in die heimat zurückzukehren und am aufbau mitzuwirken. 

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Gerade in Deutschland oder den ehemaligen souveränen Staaten im Deutschen Reich ist nationale Einheit seit dem beginnenden 19. Jahrhundert sowohl ein großes Thema, als auch ein erstrebenswertes Ziel.  Das wurde auf unterschiedliche Weise auch erreicht, namentlich monarchistisch, faschistisch und demokratisch.

Jetzt streitet aber nationalistisches oder patriotisches Gedankengut mit Globalisierung. Merkwürdigerweise stößt ausgerechnet da fremdes Denken auf Unverständnis bis Ablehnung, wo es das Problem am wenigsten gibt, nämlich in den Beitrittsgebieten.

Auf der anderen Seite kann das Problem nur durch Integration behoben werden, obwohl auf beiden Seiten, sei es aus politischen oder religiösen Gründen, eine solche nicht nur nicht gewollt, sondern im Gegenteil abgelehnt wird.

Ein positives Signal wird über den Sport gesetzt. Wer ist denn kein Patriot, wenn Özil, Khedira, Klose, Podolski, Can u.v.a.m. für Deutschland gewinnen? 

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Ja leider sind da einige noch so eingestellt.. vorallem ältere Menschen beurteilen andere nach deren Herkunft oder Religion..

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Kommentar von KevinGrafMerkel
10.05.2016, 23:19

das wurde schon vor 30 jahren immer behauptet, dass es die älteren wären

die sind aber jetzt tot und jetzt sind die die älteren, die es damals behauptet hatten

wie funktioniert das?

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Ich glaube, dass rassistische Einstellungen und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland weniger verbreitet sind als in vielen europäischen Nachbarstaaten. Auch, wenn es sie in Teilen der Bevölkerung gibt.

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