Nehmt ihr als Nicht-Muslime Rücksicht auf Muslime während Ramadan?

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Ich nehme während Ramadan keine Rücksicht 88%
Ich nehme während Ramadan Rücksicht 11%

36 Antworten

Ich nehme während Ramadan Rücksicht

Bei einigen mir gut bekannten, schon fast befreundeten Muslimen, habe ich bislang immer so weit Rücksicht genommen, dass ich nicht gerade vor ihrer Nase gegessen habe. Mit dem Wasser-trinken würde ich aber keinerlei Rücksicht nehmen.

Bei Muslimen, die ich nicht persönlich kenne, würde ich jedoch auch mit dem Essen keine Rücksicht nehmen.

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So mache ich es auch.

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Ich nehme während Ramadan keine Rücksicht

Die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft ist Privatsache. Ob Christen ihre Kinder taufen lassen oder nicht, ist ihre Privatangelegenheit. Genauso ist es die Privatsache von Muslimen, wenn sie während des Ramadan fasten.

In welcher Weise und vor allem warum sollte ich auf Muslime in der Zeit ihres Fastens Rücksicht nehmen? Sie sind ja nicht krank, sondern haben sich entschieden, ca. 30 Tage lang zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang weder zu essen noch zu trinken.

Aus meiner Sicht ist das kein wirkliches Fasten, sondern nur eine Verlegung der Nahrungsaufnahme in die Abend- bzw. Nachtstunden. Wenn der Ramadan in die Sommermonate fällt, ist dies allerdings in unseren Breitengraden körperlich nicht sehr angenehm und auch der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich, insbesondere wenn es ein warmer oder sogar heißer Sommer ist, denn von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang können schon mal 16 Stunden vergehen oder (andersherum) kann sich die mögliche Essenszeit auf ca. 8 Stunden verkürzen. Hie und da kollabieren fastende Muslime, da sie ja tagsüber nicht nur nicht essen, sondern auch kein Wasser zu sich nehmen. - Im späten Herbst, Winter und frühen Frühjahr ist das Ganze weniger dramatisch und hat für mich mit Fasten im eigentlichen Sinne kaum noch etwas zu tun.

Über Sinn oder Unsinn religiöser Rituale zu diskutieren ist müßig. Ich habe in meinem Beruf nur festgestellt, dass manche muslimische Studenten während des Ramadan tagsüber oft übermüdet und sehr unkonzentriert bei der Arbeit waren. Das für mich Schlimmste aber waren ihre Ausdünstungen und der manchmal geradezu bestialische Mundgeruch. Das musste ich ertragen. Dafür mussten sie ertragen, mich essen und trinken zu sehen.

Wenn Studenten in Vorlesungen/Seminaren schlafen, schaden sie niemandem außer eventuell sich selbst. Wenn aber ein Kranführer, ein Flugkapitän oder ein Chirurg unausgeschlafen seine Arbeit antritt, sieht das schon anders aus. Jeder Arbeitgeber muss erwarten können, dass seine Arbeitnehmer voll arbeitsfähig sind, solange ein ärztliches Attest nicht das Gegenteil belegt. Er kann, muss und darf keine Rücksicht darauf nehmen, dass ein/e muslimische/r ArbeitnehmerIn u.U. während des Ramadan übermüdet, schlapp und deshalb evt. in der Arbeit nicht ganz bei der Sache ist.

Ich nehme während Ramadan keine Rücksicht

Ich sehe keinen Grund, besonders "rücksichtsvoll" zu sein. In meiner Mittagspause werde ich genau so essen und trinken wie bislang auch.

Man muss natürlich nicht vor Muslimen demonstrativ genussvoll in ein dickes Sandwich mit Schweinsespeck beißen, bloß um sie provozieren.

Ich würde mich aber auch nicht in die hinterletzte Kantinen-Ecke setzen und dort möglichst diskret essen, nur um keine religiösen Befindlichkeiten zu stören.

Ich habe sie nicht zum Fasten gezwungen und daher können sie auch nicht erwarten, dass ich mit gutem Beispiel voran gehe und mich selbst kasteie.

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