Nehmen viele Menschen den Islam an, wegen der Einschüchterung von Leuten wie Pierre Vogel?

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12 Antworten

Ich denke schon dass die Einschüchterungen und höllischen Drohungen, die es in dieser Form fast nur noch im Islam gibt, ein gewisse Rolle spielen, dass gerade junge, psychisch noch nicht besonders stabile Menschen von der Religion beeindrucken lassen.

Speziell Pierre Vogel kommt bei ungefestigten Menschen wohl gut an, weil er eine scheinbar gefestigten Eindruck vermittelt, der auch durch sein körperliches "Auftreten" unterstrichen wird.

Auf mich wirkt er eher komisch.

Es gibt aber in islamischen Ländern auch deutliche Gegenbewegungen, gegen religiösen Fundamentalismus und gegen Unterdrückung.


http://www.zeit.de/2010/18/Arabische-Atheisten




Ich denke nicht, dass es um Einschüchterung geht, vielmehr können strenge Verhaltensvorschriften, wie sie z.B. von P.Vogel  gepredigt werden, einen Halt bieten. So bietet gerade die  strengen Auslegung des Islam einen Gegenpol zu unserer freiheitlich ausgeprägten Welt.

Freiheit bringt Entscheidungen und somit auch Unsicherheiten mit sich. Gerade junge Menschen haben Schwierigkeiten, sich in unserer pluralistischen Welt zurecht zu finden. So gibt es eine Gruppe der Konvertiten, die sich die Dazugehörigkeit zu einer Gruppierung wünschen, in der sie neben Anerkennung einen Leitfaden für Ihr Leben finden. Von dieser Identitätssuche weiß P. Vogel und nutzt die Unsicherheiten aus, indem er ganz geschickt für den Beitritt zum Islam argumentiert.

Zu den Motiven kann auch Abgrenzung zählen. Man bricht in dem Fall mit dem bisherigen Leben und beginnt eine neue Biographie, was sich deutlich im Verhalten äüßert. Häufig verteufeln die Konvertiten den westlichen Lebensstil und stellen Ihre neuen Lebensweisen im Vergleich als die bessere Wahl dar. Es wird in schwarz- weiß argumentiert. Auf der einen Seite die Sch...m..n, die sich nicht verhüllen, Alkohol trinken, auf der anderen "wir, die Guten". Das dient zur Legitimation der Entscheidung, kann aber auch die Gefühle erzeugen, man sei etwas Besonderes, ja besser als der Rest der Gesellschaft.

Auch das Bedürfnis danach, wird clever von P. Vogel genutzt.

Der Hauptgrund sind nicht die Drohungen, sondern die "Belohnungen". Und nicht mal unbedingt die "religiösen" Aspekte (Paradies, Jungfrauen, KEINE Hölle), sondern die ganz weltlichen: Freunde, Dazugehörigkeit, Anerkennung, Sicherheit usw. Eine Heimat, ein Zuhause.

Früher hat man das im Fußballverein gefunden, im Beruf, in der Familie, in der Nachbarschaft. Aber all das verliert zunehmend an Wert - Menschen ziehen um, trennen sich, sind arbeitslos und müssen immer wieder ganz von vorne anfangen.

Gerade unsichere, "anfällige" Menschen brauchen etwas, woran sie sich festhalten können. Und nachdem weder Staat noch Gesellschaft bisher vernünftige Lösungen gefunden haben, übernehmen es "Extremisten" aller Art, die "verlorenen Schäfchen" einzusammeln und ihrem Leben einen neuen Sinn zu verpassen.

Da schimmert so eine “Früher war alles besser“-Haltung durch. In den 70ern und 80ern, als die Vereinswelt noch in Ordnung war, herrschte hier Sektenpanik. Wer seine Eltern schocken wollte oder  eine Lebenskrise hatte, ging zu Baghwan oder Hare Krischna oder wurde Punk oder Skin. Heute kann man seine Rebellion gegen das Establishment am besten im Nachthemd und Häkeldeckchen auf dem Kopf darstellen.

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Wenn es zu meiner Schulzeit den Sexualkundeunterricht gegeben hätte oder zur Zeit meiner Kinder wäre ich auch auf die Barrikaden gegangen. 

Diese menschenverachtende Mode wird ja gerade von der evangelischen Kirche befördert. Abstoßend. Ich sah einen Film darüber. Nicht bis zum Ende denn mir war vorher schon schlecht geworden. Und ich brauche nicht mehr arbeiten, bin also schon lebenserfahren. 

Wenn ich mir dann hier so manche Frage von jungen Menschen durchlese frage ich mich wo die Eltern sind. Ebenso frage ich mich wieso verfassungsfeindliche Antworten auf Fragen Minderjähriger vom Support nicht angemessen - nämlich wie es der Verfassung gegenüber geziemt - behandelt werden. 

Und wenn ich mir unsere Welt heute so ansehe dann komme ich zu dem Schluss: 

Kindheit und Pubertät dürfen nicht stattfinden. Dafür sind die Minderjährigen heute rechtloser als es meine Generation war mehrheitlich obwohl damals das Jugendschutzrecht nicht mal den Namen wert war im Gegensatz zu heute. 

Ich komme zu dem Schluss oft genug hier auf gf dass Kinder die Feinde der Erwachsenen sind. Das verschlägt mir dann gerne mal die Sprache. 

Darüber hinaus sind Kinder heute offensichtlich alleiniges Eigentum ihrer meist abwesenden Eltern. 

Pierre Vogel? Ein Blatt im Wind hat seinen persönlichen Ast gefunden um nicht weggeweht zu werden. 

Naja. Ich bin noch mit Hölle und Teufel groß geworden. Was der Junge so von sich gibt kann mich also nicht bedrohen. Ich habe Hölle und Teufel überwunden. 

Die heutige Jugend bekommt keine Lebensaufgaben angeboten. Und jener Teil der sich selbst welche sucht und sie sogar findet bekommt so viele Knüppel von der Mehrheit der Erwachsenen zwischen die Beine geworfen dass mir öfter mal übel wird. 

Nein. Sie konvertieren bzw. treten bei weil die christlichen Vertreter versagen. Dabei zahlen auch Muslime Bischöfe und Kardinäle in diesem Staat. Wollen wir mal nicht vergessen. Oder vielleicht deswegen? - Das war jetzt keck, begründet aus einer zunehmenden Abscheu bezüglich des Auftretens jener Würdenträger. 

So viele sind es tatsächlich nicht wenn ich ehrlich bin. Statistisch betrachtet ist keine Veränderung zu beobachten was das Thema Radikalisierung während der Pubertät angeht. 

Nebenbei angemerkt: Es gibt in NRW eine Hilfe für Eltern von sich radikalisierenden bzw. radikal gemachten Jugendlichen. Da schlagen massenweise muslimische Eltern auf. - Quelle dradio vor einigen Monaten. - Wäre auch mal einen Gedankengang wert. 

Bei dir klingt das so, als würden Massen zum Islam übertreten. Das ist nun wirklich überhaupt nicht so. Und der erste Anreiz ist das Versprechen auf den scheinbaren Halt und die Freundschaft einer Umma, in der sich alle gegenseitig unterstützen. Nach außen tritt das durch die penetrante gegenseitige Anrede als Bruder oder Schwester in Erscheinung. Das ersetzt sozusagen das Bussibussi. Anfällig dafür sind eher labile junge Menschen mit Zukunftsangst und/oder in einer Lebenskrise, die quasi gezielt eingefangen werden. Mit Höllenstrafen erzwingt man dauerhafte Unterwerfung, wenn die Falle bereits zugeschnappt ist.

Dominic Schmitz beschreibt hier sehr anschaulich seine Geschichte.

http://www.amazon.de/Ich-war-ein-Salafist-islamistischen/dp/3430202132/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1462471040&sr=8-3&keywords=Schmitz

...ich denke nun nicht, dass es speziell an PV liegt.

Aber vermutlich daran, dass viele Menschen (allgemein) Angst haben.

Je überzeugender nun eine Religion deutlich macht, dass es:

 NUR entweder furchtbare Qualen in einer Hölle gibt...

ODER

..ewiges Wohlergehen in einem Paradies....

desto "logischer" erscheint es manchen Menschen.. den "sicheren" Weg zu wählen.

Der islamische Allah bietet nun in der Tat auch NUR die beiden Alternativen an....

entweder ist jemand Moslem... und kommt somit entweder gar nicht in die Hölle... oder 40 oder 500 Jahre lang... ABER in jedem Fall "irgendwann" ins Paradies...

ODER:

jemand ist Nicht-Moslem, und wird daher für immer in der Hölle sein müssen..

Wenn Leute an Stuss glauben wollen dann tun sie es auch und da ist es egal ob Christentum, Judentum oder Islam oder sonst was ...

Wenn sie es nur aus Angst machen dann könnten sie es genauso gut lassen. Viele Glauben auch nur um anderen oder sich selbst was vorzumachen also tun es gar nicht ! Bei anderen ist es wie das "Ich bin jetzt Vegetarier oder Vegan weil ich was für die Erde machen will ecetera blablabla" ...

Diese Drohungen sind übrigens keine da die jeder Glauben bringt - schließ dich dem Islam an weil du sonst in die Hölle kommen könntest, aber hey moment ... die Christen behaupten das gleiche und die Juden erst oha und die ganzen anderen Völker die an mehrere Gottheiten glauben :D

Schwachsinn ... so oder so ...

Menschen nehmen aus den unterschiedlichsten und oftmals absurdesten Gründen irgendwelche Glaubensrichtungen an ... Gruppenzwang ist durchaus auch einer und das würde ich mal als Gruppenzwang auslegen ...

Vielleicht machen es aber eher Leute die denken sie könnten so der Rache des IS entgehen :D ... obwohl die bei ihren Anschlägen wohl kaum vorher überprüfen ob in dem Bus/ Zug/ Cafe ecetera nicht vielleicht auch Muslime sitzen ^^

Ob es überhaupt der Fall ist das immer mehr Leute sich dem Islam ecetera anschließen halte ich persönlich übrigens für Unsinn und Propaganda ... weit mehr Leute legen ihren Glauben ganz ab ... der Großteil bleibt nur gläubig aus Tradition, weil es die anderen auch sind (Gruppenzwang) und aus Angst beim abtreten dann auf einmal tatsächlich vor irgend einem Tor zu stehen aber die Chance das man dann den richtigen Glauben hat und vor allem immer alles richtig gemacht hat ist winzig ^^ zumal wenn es einen allmächtigen Gott gäbe was ich stark bezweifeln möchte er das doch bestimmt wissen würde :D ... also wie gesagt vollkommen absurd ! Es gibt aber auch einige die prägen diesen "Glauben" immer weiter aus und werden regelrecht fanatisch ...

Ich sehe das so das die meisten Gründe überhaupt an Gott zu glauben oft auf Angst zurückzuführen sind - ob das nun die Angst vor diesem Gott selbst oder vor anderen ist, ist doch vollkommen egal.

Naja, geht mit Gott hauptsache ihr geht ^^

Ich denke, dass ein jeder "normal" denkender Mensch sich darüber bewusst ist, dass es Dinge wie Himmel und Hölle nicht gibt. Ich selbst bin frei von Christentum und Islam - und werde niemals diesen Religionen beitreten. Sowohl Christentum als auch Islam sind keine Religionen, sondern Fanatiker. Der Kreuzzug des Islams findet momentan statt. Vor einigen hundert Jahren eroberten die Christen die Welt und töteten jene, die den chritlichen Glauben nicht annahmen. Es gibt viele Paralellen zwischen Christentum und Islam - das Ermorden Andersgläubiger trifft auf beide Religionen zu. Da komme ich lieber in die Hölle. Der Teufel scheint mir persönlich sympathischer, da er keinen Kreuzzug für seinen Glauben startet.

Die Mehrheit derjenigen, welche den Islam annehmen sind auf der Suche, weil sie mit ihrem Leben aus irgendeinem Grunde unzufrieden sind. Also suchen sie so lange bis sie irgendetwas finden, was ihrem Leben einen Sinn gibt. Einige werden rechtsradikal, einige nehmen Drogen und einige beschäftigen sich mit dem Islam.

Im Grunde ist das aber auch nur eine Modeerscheinung unter Hoffnungslosen. Wie weit es bei solchen Leuten mit ihrem Glauben her ist, beweisen die bspw. die häufigen Fragen, die du auch auf dieser Plattform liest. Denen kannst du entnehmen, daß ein Großteil der sog. Moslems noch nicht einmal die einfachsten Grundlagen ihrer "neuen Religion" verstanden haben.

Pierre Vogel und Co. sind im Grunde nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Würde er den Leuten bsp. Sonnenbrillen anpreisen, würden die Leute ihn diese abkaufen, statt den Islam anzunehmen.

"Die Menschen" nehmen gewiss nicht den Islam an. Das sind verschwindend wenige, aus gutem Grund. Der Islam in D wächst durch Masseneinwanderung und hohe Geburtenraten.

Vogel schreckt sicherlich eher ab.

Eine Drohung wäre nun wirklich das letzte, was mich dazu veranlassen würde, eine Sichtweise anzunehmen.
Geschweige denn einen Glauben.

Das macht nicht nur dieser Vogel so, sondern auch noch ein anderer krasser Vogel. Außerdem zieht die Angst vor der Hölle bei ChristInnen genau so gut.

Es ist in der Tat für viele Menschen der Grund, warum sie weiterhin zumindest einmal die Woche in die Kirche gehen.

Dein Beitrag ist unsinnig, denn in der Bibel kommt die Hölle nicht vor. Auch die Ausschmückungen mit Feuer und Qualen haben nichts mit der christlichen Lehre zu tun.

Die katholische Kirche versteht den Begriff Hölle als den selbstverschuldeten endgültigen Ausschluss eines Menschen aus der Gemeinschaft mit Gott, also die Erfahrung letzter Sinnlosigkeit.

Damit ist kein Ort gemeint, der besonders heiß sein sollte, lediglich die Gottesferne ist das Thema.

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@Karl37

Es kommt nicht drauf an, was die "katholische Kirche" ( wer ist das schon? ) unter dem Begriff der Hölle versteht, sondern was die Gläubigen darüber denken.

Mind the gap.

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@Chaoist

die katholische Kirche wird vom amtierenden Papst vertreten, denn er hat das letzte Wort in Glaubensfragen ( Unfehlbarkeitsdogma).

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@Karl37

Nach eigenen Schätzungen gibt es weltweit rund 1.250.000.000 Katholiken. Das bedeutet, dass rund 6.000.000.000 Menschen die Stellung des Papstes weit niedriger einschätzen als sie. Er ist eben nichts weiter als der gewählte Präsident eines Vereins und als Mensch keines Falls unfehlbar.

Gerade die katholische Kirche hat ein ganz besonderes Verhältnis zur Hölle. Sie erfand das Fegefeuer - Die Hölle für alle.

Mit der Taufe wird der Bund mit Gott geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt unterwirft sich der Täufling Gottes Gesetze ( wird unterworfen ). Alle ChristInnen wissen was ihnen blüht, wenn sie gegen diese Gesetze verstoßen. Sie werden nicht erlöst. Die Welt wird zerstört werden und sie werden nicht gerettet. Sie kommen nicht ins Reich Gottes / Paradies.

Der christliche Glaube ( Wie auch andere ) stellt die Gläubigen also vor eine einfache Entscheidung:

Erlösung oder Verdammnis?

Himmel oder Hölle?

Gehorchen oder rebellieren?

Mitglied oder Verdammter!

Die Angst vor der Hölle, hält Menschen davon ab aus der Kirche aus zu treten. Auch wenn ihnen persönlich das nicht gefällt.

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