Nehmen Kreditgeber immer Einfluss auf Managemententscheidungen?

3 Antworten

Sie "beeinflussen" die Manager immer, indem sie deren Handlungsspielraum einschränken. Es sind nur soviele Ausgaben möglich, wie der finanzielle Spielraum es ermöglicht, und der hängt maßgeblich von kreditgebenden Banken ab.

Je weiter ein Unternehmen seine Kreditlinien ausschöpft und an die Grenzen des guten Willens seiner Bank(en) stößt, desto stärker wird der Druck, den Banken ausüben können.

Ein Teil von Bankkrediten ist meist durch Kontokorrentkredite vergeben, die eine Bank sofort fällig stellen kann. Kann das Unternehmen dann nicht das Konto auf Null stellen, kann die Bank in die Verwertung von Sicherheiten gehen und das ist meist die direkte Vorstufe der Insolvenz.

Da kann eine Bank dann auch mal durchsetzen, dass kurzfristig eine Immobilie verkauft oder ein Teilunternehmen saniert wird.

Dem vorzubeugen ist deshalb auch die Hauptaufgabe des für Finanzen zuständigen Geschäftsführers.

Kreditgeber wie z.Bsp. Banken sind natürlich daran interessiert, was mit dem Geld ihrer Kunden geschieht. Deshalb ja mind. jährliche Besprechungen mit dem Management. Die Managemententscheidungen werden aber von der Bank nicht beeinflusst.

Läuft die Unternehmung aber in eine falsche Richtung, kann die Bank natürlich Einfluss nehmen indem sie die Kreditlinien kürzt oder ganz kündigt.

So lange die Unternehmung profitabel wirtschaftet und die Kreditzinsen und Rückzahlungen pünktlich geleistet werden, wird sich die Bank nicht einmischen.

also wenn sich Manager z.B. von Banken als Kreditgeber beeinflussen lassen gehört ihnen Berufsverbot

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