Neffe tritt gegen Auto. Wie geht's weiter?

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11 Antworten

Grundsätzlich haftet Dein Neffe gem. § 823 Abs. 1 BGB für den für ihn verursachten Schaden. Sein Alter spielt dabei keine Rolle. Er ist jedenfalls deliktsfähig gem. § 828 Abs. 1 u. 2 BGB und kann damit in Anspruch genommen werden. Auch eine fehlende Einsichtsfähigkeit gem. § 828 Abs. 3 liegt wohl nicht vor.

Dieser Anspruch besteht allerdings gegenüber dem Kind und nicht gegenüber seiner Mutter. Eine Aufsichtspflichtverletzung im Sinne von § 832 BGB (die einzige Möglichkeit wie die Mutter haften könnte) sehe ich hier ehrlich gesagt nicht. Ein 13-jähriges Kind darf alleine über die Straße gehen.

Man könnte aber wohl über ein Mitverschulden des Autofahrers bei der Schadensentstehung nachdenken. Das würde aber nur dazu führen, dass der Anspruch sich vermindert.

Im Ergebnis besteht damit ein Anspruch des Autofahrers gegen das Kind. Der Schaden wird vermutlich auch nicht von der Haftpflichtversicherung übernommen. Gem. § 103 VVG muss diese bei Vorsatz nicht leisten.

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Kommentar von Almalexian
20.07.2016, 15:46

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Auch eine fehlende Einsichtsfähigkeit gem. § 828 Abs. 3 liegt wohl nicht vor.

Exakt das liegt vor, wenn ein Kind vor ein paar Sekunden beinahe angefahren wäre.

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Ob ein 13-jähriger für einen Schaden, den er verursacht hat, jetzt oder später zahlen muss, weiss ich nicht. Die Meinungen hier gehen ja auch auseinander.

Auf keinen Fall haften die Eltern. Von einer Verletzung der Ausichtspflicht kann bei einem 13-jährigen, der einen Fussgängerüberweg überquert, keine Rede sein.

Wenn der Geschädigte tatsächlich Geld einfordern sollte, würde ich es auch eine Klage ankommen lassen. Dann kann vor Gericht geklärt werden, ob das gegen-die-Tür-treten nicht als Affekthandlung ausgelegt werden kann, die der Autofahrer zu verantworten hat.

Mit Beleidigungen wie 'asozialem Penner' sollte man sich aber Anderen gegenüber zurückhalten.

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Kommentar von Chantal1984
20.07.2016, 14:20

Das hat meine Schwester gesagt. Ich würde jemanden der fast jemand anfährt und hupt noch ganz anders bezeichneb

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Hallo!

Nix wird so heiß gegessen wie gekocht, aber das schreit eigentlich nach einem Rechtsanwalt, der das Ganze in die Hand nimmt.

Haftbar sind im Grunde beide. Natürlich sind Zeugen von Notwendigkeit, aber haftbar sind sowohl dein Neffe bzw. deine Schwester/die Versicherung und auch der Fahrer des BMW. 

Ich kann mir aber denken, dass es hier auf einen Vergleich rauslaufen könnte & der Fahrer auf seinem Schaden sitzenbleibt, wenn er so reagiert hat. Informiert euch mal. Eine gute Adresse ist die Rechtsberatung vom VdK Sozialverband oder dem SOVD SOzialverband.. ist kostenlos.

Alles Gute :)

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"Eltern haften eben NICHT für ihre Kinder"

Der Junge ist aber selbst schadensersatzpflichtig. Auch wenn er jetzt kein Einkommen hat, kann der Geschädigte einen Schuldtitel erwerben und 30 Jahre lang pfänden

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Kommentar von Chantal1984
20.07.2016, 15:46

Aber den Zebrastreifen missachten, fast umfahren und Hupen ist erlaubt?

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Kommentar von Almalexian
20.07.2016, 15:47

Selbst wenn er so dumm wäre das gerichtlich zu verhandeln wird er damit nicht durchkommen.

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Wenn Du die Daten des Autofahrers hast, würde ich ihn anzeigen - Missachtung eines Fußgängerüberwegs mit Gefährdung (§ 315c StGB) ist auch nicht ohne...

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Kommentar von DerHans
20.07.2016, 16:06

Das ändert aber nichts an der Sachbeschädigung

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Der Junge ist zwar noch nicht strafmündig, es kann abers ein, dass die Eltern haftbar sind.


Und deliktfähig ist er schon längst:

http://www.talkteria.de/forum/topic-223260.html

Und man sollte dem Sohn vielleicht beibringen,d ass man Unrecht nicht mit Unrecht vergilt.

Sonst wird das noch ulkige Überraschungen geben können.


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Bei Minderjährigen haften die Eltern für die Kosten, wenn der Minderjährige einen Schaden verursacht. Außer sie sind versichert

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Kommentar von uni1234
20.07.2016, 14:12

Das stimmt so nicht. Die Eltern haften nur bei Verletzung einer Aufsichtspflicht (§ 832 BGB). Diese dürfte hier nicht vorliegen. Wenn hier jemand haftet, dann der Minderjährige selbst.

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Kommentar von phantasma1
20.07.2016, 14:48

die atnwort ist falsch. es haften nicht die eltern. in diesem fall haftet das kind.

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Kommentar von franneck1989
20.07.2016, 15:22

Ein 13Jähriges Kind haftet wie jede andere Person auch mit seinem Vermögen. Du solltest Straf- und Zivilrecht trennen, sonst kommt nur Unfug heraus.

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Kommentar von franneck1989
20.07.2016, 17:53

@Alma Du bist offenbar schwer von Begriff. Du kannst den zivilrechtlichen Begriff "Vermögen" gerne nachschlagen, dann weißt du was gemeint ist. Im übrigen ist die Haftung auch nicht auf das Vermögen der Gegenwart beschränkt!

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Weshalb denn, hat der BMW Fahrer umgekehrt und etwas verlangt?

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Kommentar von Chantal1984
20.07.2016, 15:15

Der Fahrer ist dummerweise der Freund der Nachbarin 

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Wenn ein Schaden entstanden ist. Natürlich 

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Wenn er eine Haftpflichtversicherung hat, ist das halb so wild.

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Kommentar von Hoegaard
20.07.2016, 14:10

Wohl eher die Eltern...

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Kommentar von EgonSued
20.07.2016, 17:46

Das war Vorsatz, und dann bezahlen Privat-Haftpflicht-Versicherungen nicht.

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Nein. Der Neffe ist 13 und damit nicht strafmündig. Die Mutter muss ggf. Schadenersatz leisten, allerdings wenn man bedenkt wie der Unfall zustande kam sollte sich der Fahrer lieber bedeckt halten mit derlei Forderungen.

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Kommentar von ZockenistBeste
20.07.2016, 14:09

und wenn er nicht sollen will?

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Kommentar von RobertLiebling
20.07.2016, 14:09

Die Mutter muss ggf. Schadenersatz leisten

Wieso die Mutter? Ich sehe hier keine Verletzung der Aufsichtspflicht.

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